Kultur, Stadt

Mit 17 – Mickey Monroe

Natalya Nepomnyashcha

20, vergeben ans geschriebene Wort, Nichtlokalistin, sucht Gleichgestimmte
Natalya Nepomnyashcha

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Mickey Monroe 6

Dem Münchner Sänger Mickey Monroe könnten die kommenden Jahre gehören. Er ist einer der wenigen erfolgreichen Künstlern, die sich getraut haben, ohne eine Plattenfirma ihren eigenen Weg zu gehen. Heraus kam das schöne Album „Stuck on you“, in dem Mickey die Erfahrungen, die er auf seinen Reisen um die Welt gemacht hat, verarbeitet. Die gleichnamige Single wurde zum Hit und schoss auf Platz eins der Hörercharts, nachdem Antenne Bayern den Song eines damals völlig unbekannten Interpreten ins Programm aufgenommen hatte. Dann lizensierte auch noch RTL das Lied für die Erfolgsserie „Arme Millionäre“. Mittlerweile liegen Mickey Angebote von internationalen Top-Produzenten wie John McLaughlin und Greg Friel vor, die schon für Westlife und Blue Nr. 1-Hits schrieben.

Mit mucbook sprach der Sänger über Liebesbriefe, Fussball und seine Lehre in Nürnberg. Kurzum darüber, was einen 17-Jährigen so beschäftigt!

Mit 17

1…, hast du schon damals Musiker werden wollen?

Mit 17 Jahre habe ich gerade meine Lehre begonnen und hatte eigentlich nur Mädels im Kopf, den ganzen Tag. Fussball spielen und mit meinen Kumpels abhängen auch. Hätte ich damals schon Gitarre spielen gelernt, wäre ich sicher schon eher zur Musik gekommen.

2…, wie lief es in der Schule?

Ich war ein sehr guter Schüler, musste eigentlich nicht viel lernen, eigentlich war mir immer alles sehr verständlich, ich habe im Unterricht aufgepasst

3…, welche Musik hast du gehört?

Mc Hammer, Stevie B, Vanilla Ice

4…, was waren die Lieblingssendungen im Fernsehen?

Knight Rider

5…, das Lieblingsbuch?

Ich hatte keine Zeit zum Lesen (lacht)

6…, was hast du gerne angezogen?

Levis 501, Cowboystiefel, Lederjacke

7…, was hast du so ganz und gar nicht gemocht?

die Lehre, Berufsschule

8…, gab es da Sprüche, die du damals gerne an die Wände gesprüht hättest?

Long live Rock´n Roll

9…, mit welchen Job hast du dein Taschengeld aufgebessert?

Habe in der Disco an der Bar gearbeitet. Und Lehrgeld natürlich.

10., wofür hast du das Geld ausgegeben?

Party, Zigaretten, CDs

11., was war dein Lieblingswort?

Cool

12., welches Wort, das du damals benutzt hast, ist aus deinem Wortschatz gestrichen?

Ich umschreibe jetzt lieber und bin poetischer, sonst ist alles gleich geblieben.

13., was hättest du damals gerne verändert an der Welt?

Ich wünschte mir weniger Kriminalität und Gewalt, mehr Mitgefühl und Liebe unter den Menschen. Jetzt auch noch.

14., wie hast du das andere Geschlecht kennen gelernt?

Ich war eigentlich immer sehr schüchtern und hatte das Glück, dass die mädels mich angesprochen haben. Ich hatte im Keller einen Raum und hab dann die Mädels dorthin eingeladen zum Rummachen. (schmunzelt)

15., was war damals das beliebteste Kommunikationsmittel?

Sprechen, Liebesbriefe

16., hattest du damals Erlebnisse, die dich später zu Texten inspirierten?

In meinen Texten verarbeite ich mein gesamtes Leben und die Erfahrungen, also ja, ich kann mich immer noch gut in diese Zeit damals reinversetzen und nehme das zum Songschreiben her.

17., wäre es für dich damals in Frage gekommen, aus München wegzugehen?

Ich habe ja bis ich 18 war in Nürnberg gewohnt wo ich auch geboren und aufgewachsen bin. Dann bin ich nach München gezogen und 4 Jahre später nach Amerika gegangen. Da ich schon immer ein Weltenbummler war, bin ich froh nun wieder seit 2003 in München zu leben. Hier fühle ich mich sehr wohl, liebe die Berge und auch die Stadt. Es ist aber nicht auszuschliessen, dass ich München irgendwann wieder verlassen werde, um irgendwoanders meine Zelte auszuschlagen. Ich bin da sehr offen und neugierig.

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