Alfred Weiß
Aktuell, Münchenschau, Stadt

Münchner Gesichter: 8 Fragen an Alfred Weiß

Yannik Gschnell

Ex-Prakti und immer noch nicht weggekommen.
'99 // Liebe für Politik, Musik & gute Menschen.
Yannik Gschnell

München ist wie ein Dorf. Da kennt jeder jeden und über sechs Ecken ist eh die ganze Stadt ein erweiterter Freundeskreis. Damit niemand den Überblick verliert, stellen wir hier Menschen vor, die München mit ihren Ideen verändern und befragen sie zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben.

Heute ist Alfred Weiß an der Reihe. Er ist der Mann hinter dem CommunityBus. Mit ihm möchte er unterschiedliche Münchner zusammenzubringen und einen flexiblen und kreativen Ort schaffen, um gemeinsam Zukunftsprojekte durchzuführen: Foodsaving, Repaircafé, Mediation, Konfliktlösungen, Upcycling.

Lieber Alfred,

  1. Weißwurst oder Leberkas?

    Da geht´s schon los, also eher Weißwurst mit Senf, Brezen und Weißbier, herrlich. Das mache ich einmal im Jahr oder wenn die Runde nett ist, dann gern auch mal öfter.

  2. Woran arbeitest du gerade?

    Mein neues Projekt Community Mobil absorbiert tatsächlich viel Zeit, Geld und Gedanken, auch wenn ich grad mit was anderem beschäftigt bin. Ich war da auch a bissl naiv. Dachte, mei, kaufst den tollen Bus, sagst zu den Leuten, hey hier ist a Platzl, kannst nutzen, macht was draus. Fünf Monate später hab ich immer noch keinen Stellplatz. Ich bin quasi noch Einzelkämpfer. Er war aber schon auf einem Festival „Treffpunkt MOly“ von der Spielkultur, der diente da als Aufenthalts- und Besucherbus. Und etwas Geld hat er auch verdient, der Bus, dafür ging das dann auch gleich wieder drauf für zwei neue Batterien und ein Ladegerät. (Mehr über das Community Mobil)

  3. Worüber fluchst du am häufigsten in München?

    Ich fluche über Unflexibilität und Bürokratie (wie überall). Außerdem stört es mich, dass der Erfolg und die Attraktivität von München für Otto-Normal-Lieschen zunehmend zum Fluch wird, ich sag nur Wohnungsknappheit. In meiner Naivität müsste dieser Erfolg halt auch ausgeglichen werden, durch Flexibilität und Engagement auf der anderen Seite. Konkret durch Plätze, wo Geringverdiener ein Tiny-Haus, einen Container oder einen Wohnwagen hinstellen können oder Raum für Gartenprojekte an Leerflächen, solche Sachen.

  4. Dein bayerisches Lieblingssprichwort?

    Passt scho.

  5. Das macht dich zum Münchner:

    Mhmmm, also ich komm ja aus dem Oberland, aber mentalitätsmäßig bin ich schon eher a Stadtmensch. Was mich nervt, ist die Unverbindlichkeit von einer Großstadt wie München, alles ist cool und bussi-bussi, aber wenn es konkret wird, hat keiner Zeit. Achso, zurück zur Frage: ich bin stolz drauf, dass ich trotz fehlender Gutverdienerposition immer noch ein „München“ auf der Adresse habe.

  6. Geht immer:

    Spaziergang im Englischen Garten und dann auf a Kaffeetscherl oder a Hoibe einkehren.

  7. Dein Lieblings- Insta- oder Twitteraccount?

    Moment, jetzt bin ich erstmal auf Facebook. Ich hink‘ da immer bissl nach… Muss ich da jetzt auch noch drauf?

  8. Wo war deine wildeste Partynacht?

    Bin ned so der Partykracher, noch nie. Obwohl, wenn ich mal eintauch‘ und gut drauf bin, nette Leute dabei sind, dann schon. Totentanz hat mir früher supergut gefallen, war so ein monatliches Ding beim Feierwerk.
    Oder ein paar Mal im Natraj-Tempel im Kunstpark Ost. Der hieß damals so, alles Geschichte…

No Comments

Post A Comment

Die Start-up Ausgabe

Simple Share Buttons
Simple Share Buttons