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Gewinnerin des Deutschen Radiopreises – Münchner Gesichter mit egoFM Moderatorin Sandra Gern

Das Chelsea Hotel ist ein schillernder Name, voller Musikgeschichte ein Symbol der künstlerischen Freiheit. Das New Yorker Hotel war bis 2011 ein Refugium für Artists wie Patti Smith, Andy Warhol, Iggy Pop oder Bob Dylan. Diese einzigartige Stimmung hat egoFM Moderatorin Sandra Gern mit ihrer Sendung Chelsea Hotel wiedererweckt.

Ohne sich in enge Genreschubladen zu zwängen, durchfließt die kreative Energie dieses magischen Ortes Sandras Sendung, die du immer donnerstags von 20 bis 21 Uhr anhören kannst. Eine Stunde lang geht es, um nichts anderes als Musik, die Freiheit der Künstler*innen und das musikalische Wirken in der Welt.

Umso schöner ist es, wenn eine solche Sendung nun auf breite Anerkennung stößt. Auch dem Grimme-Institut ist Chelsea Hotel nicht entgangen und so wurde Sandra Gern für den Deutschen Radiopreis in der Kategorie „Beste Sendung“ nominiert. Am 10. September ging dann alles ganz schnell und plötzlich stand Sandra mit dem Preis auf der Bühne.

https://www.instagram.com/p/CE-JSibIgm5/

Und so begründete die unabhängige Jury des Grimme-Instituts ihre Entscheidung:

„Anlässlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls öffnet das Musikmagazin Chelsea Hotel in dieser Ausgabe gleich mehrere Türen, hinter die wir sonst nur selten blicken: Zentrale Künstler der deutschen Indie-Rock/Pop-Szene berichten über die Musikszene der DDR, machen Geschichte greifbar, sind nah an den Zuhörenden. Das Chelsea Hotel in New York war Zufluchtsort für Kreative, ein Refugium für Künstler und Exoten. Beim Chelsea Hotel auf egoFM ist es ähnlich: Es ist ein Kleinod, das nicht nur für Unterhaltung sorgt, Chelsea Hotel weckt Lust auf ein Musikgenre, das im Radio eher selten zu hören ist. Sandra Gern zeigt zudem, dass Musikmoderation lässig und zugleich faktenbasiert sein kann.“


Nach ihrem wohlverdienten Urlaub haben wir Sandra die wirklich wichtigen Fragen gestellt:

Weißwurst oder Leberkas?

Gibt’s davon mittlerweile gute vegane Varianten? Dann Weißwurst.

Was möchtest du mit deiner Sendung bewirken?

Menschen für Musik begeistern, die in anderen Formaten kaum stattfindet.

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß?

Der Moment, wenn ich mit dem Sprechen über einen Song fertig bin, dieser losgeht und ich mir währenddessen versuche vorzustellen, wie sich das gerade für die Hörer*innen anhört.

… und was nervt manchmal?

Dass ich nicht alle Songs, die mir vorgeschlagen werden, anhören kann. Es sind zu viele.

Worüber fluchst du am häufigsten in München?

 Über sich plötzlich öffnende Autotüren…

Fahrrad oder Öffis?

…und trotzdem Fahrrad.

Dein bayerisches Lieblings-Sprichwort?

Wer ko, der ko!

Das macht dich zur Münchnerin:

Dass ich bei grauenhafter Bierzeltmusik merkwürdigerweise keinen Ausschlag bekomme, sondern sich ein seltsamer Hauch von Heimatgefühl einstellt.

Geht immer:

Morgens vor der Arbeit in die Isar oder in den Eisbach springen.

Dein Lieblings- Insta- oder Twitteraccount?

A Vinyl Diary

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Take me back to »Sunday Morning«.

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Wo war deine wildeste Partynacht?

In Shanghai, wo ich mal ein paar Monate gelebt habe.

Die Band aus der Münchner Musikszene hat mehr Aufmerksamkeit verdient:

Alle, die hart arbeiten und die Münchner Szene bunter machen.

Was wünscht du dir für die Musikbranche, nach diesen schwierigen Monaten?

Dass sie gesehen wird.

Dein Lieblingsplatz in München?

Die Isar.

…und welcher Song beschreibt diesen Platz am besten?

Heute: Alvvays  – In Undertow


Beitragsbild: © Deutscher Radiopreis/Morris Mac Matzen

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