tagebook von Grün&Gloria

OHNE – ein verpackungsfreier Supermarkt für München

Gruen und Gloria

Nach dem Pionierprojekt “Original Unverpackt” in Berlin und der Eröffnung von “Unverpackt” in Kiel wollen Hannah Sartin und Carlo Krauß den ersten verpackungsfreien Supermarkt Münchens* gründen und sammeln momentan mit einer Kampagne auf dem Gründerportal Startnext für OHNE – den ersten verpackungsfreien Supermarkt für München.

Die jungen Eltern haben Ende letzten Jahres ihr Leben komplett umgekrempelt, um ab sofort ein Zero Waste – Leben zu führen. Auf ihrem Blog berichtet Hannah neben Rezept- und Alltagstipps von den Herausforderungen, die diese Lebensart mit sich bringt, und hofft, viele weitere Menschen zu einem umweltfreundlicheren Lebensstil zu inspirieren. Mit OHNE möchten Hannah und Carlo den Münchnern beim ersten Schritt in die Richtung eines verpackungsfreien und umweltschonenden Konsumverhaltens helfen.

5 MAL OHNE

1. Worum geht es bei eurem Projekt?
Wir möchten für ein bisschen weniger Müll im täglichen Einkauf sorgen. Den Münchnern die Möglichkeit geben maßgeschneidert auf ihre Bedürfnisse einzukaufen. Dadurch, dass wir lose Ware aus Lebensmittelspendern anbieten kann jeder genau die Menge bei uns kaufen, die er wirklich benötigt. Das ist toll weil es gleichzeitig der Lebensmittelverschwendung entgegenwirkt. In Deutschland werden immerhin jährlich pro Kopf 82 kg Lebensmittel in den Müll geworfen. Das sind vollkommen absurde Ausmaße.

2. Warum tut ihr das?
Weil es Spaß macht und spannend ist. Weil es so gut tut sein Konsumverhalten in Frage zu stellen und anschließend zu sehen, was man alles nicht braucht und für welche schönen Sachen man das dadurch gesparte Geld anstatt dessen ausgeben kann. Schöne Ausflüge zum Beispiel.

3. Wie lang war der Weg von der Idee bis zur Umsetzung bzw. bis zur Startnext Kampagne?
7 Monate.

4. Woran könnte es jetzt noch scheitern?
Wir hoffen, dass eine so gute Idee nicht scheitern kann.

5. Wie kann man mitmachen?
Auf die Seite unserer Startnext-Kampagne gehen und sich eines unserer Dankeschöns aussuchen.

 

 

5 MAL MÜNCHEN
1. München in drei Worten.

Besonders. Schön. Grün.

2. Wo ist in München für Dich die Welt immer in Ordnung?
Beim Sonntagsfrühstück im Café Neulinger mit Carlo und den Kindern.

3. Wochenends: Dein Ausflugstipp im Münchner Umland?
Mittagessen beim Bierbichler (Fischmeister) in Ambach und danach einen schönen Spaziergang machen (oder im Sommer eine Runde schwimmen im See).

4. Wochentags: wo gehst du (momentan noch) in München zum Einkaufen?
Bei schönem Wetter auf dem Bauernmarkt am Mariahilfplatz. Ansonsten zu Basic, VollCorner, Herrmannsdorfer, auf dem Viktualienmarkt, in die Plastikfreie Zone und zur Bäckerei Neulinger.

5. Kultur-Tipp: Was sollte man sich in München zurzeit anschauen?
Momentan solltet eher ihr mir den Kultur-Tipp geben! Wenn ich nicht gerade an OHNE arbeite, verbringe ich meine Zeit mit den Kindern draußen im Grünen oder auf dem Spielplatz.

 

 

Hannah_BayrischerWald_430

 

5 MAL DU – Hannah
1. Welche Küchenutensilien sind für dich unverzichtbar?
Mein Trichter, der Quirl und mein Mouli Grater (fantastischer Hobel/Reibe vom Flohmarkt). Der hat auch schon einige Jahre auf dem Buckel (Mouli wurde laut Wikipedia 1957 zu Moulinex).

2. Welches Buch sollte jeder lesen?
Zero Waste Home von Bea Johnson.

3. Welchen Internetlink empfiehlst du?
http://notrashproject.com

4. Der beste Song zum Weltverbessern?
Happy Together von The Turtles

5. Beichte: Welcher Klimasünde verfällst du?
Avocados, Bananen.. und manchmal auch Mangos. Wir versuchen uns da einzuschränken, aber manchmal ist der Heißhunger einfach stärker.

 

Die Startnext Kampagne für OHNE läuft noch bis zum 17. Juni.

*kleine Zusatzinformation: München hat bereits mit der plastikfreien Zone in Haidhausen einen Laden, in dem man Lebensmittel in plastikfreien Verpackungen kaufen kann. Im Zero Waste – Konzept von Hannah und Carlo soll jedoch jegliche Art von Verpackung vermieden werden, d.h. es gibt zum Beispiel Schokolade unverpackt und nicht in Pappe und Zellophan, Essig aus dem Fass oder verschiedene Sorten Cerealien aus Lebensmittelspendern, die die Kunden in eigens mitgebrachte oder vor Ort geliehene oder gekaufte Gefäße umfüllen können. Die beiden hoffen ein breites Sortiment an Waren anbieten und mit OHNE somit eine umweltfreundliche Alternative für den täglichen Einkauf anbieten zu können.

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