Kultur

„outLook. voices from syria“

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Ende September 2012 zeigte Christiane Mudra mit „inSight?“ ein Stück, das – ausgehend von ihrer Reise durch Syrien im Mai 2011 – versuchte, einen tieferen Einblick in die Geschehnisse im Land zu geben. Den zum Teil grotesk verzerrten Einschätzungen der Massenmedien wurden Blicke und Stimmen von vor Ort entgegenhalten.
Die Zwischenbilanz ein Jahr danach ist mehr als bitter. Die internationale Gemeinschaft ist diplomatisch auf ganzer Linie gescheitert und ergeht sich in Debatten über hilflose Kurzschlussreaktionen.
Die syrische Bevölkerung hat längst ihren Glauben in diese Staatengemeinschaft verloren. Das Land liegt in Schutt und Asche; Tote, Verletzte und Flüchtlinge werden das Weltbild der nächsten Generationen in Syrien prägen.
Und jetzt? Was bleibt?
Ein syrischer Freund sagte kürzlich: „Syrien ist das Grab des Arabischen Frühlings.“ Gegen Ende von „inSight?“ (2012) holte die Darstellerin Rania Mleihi den Abend durch eine sehr persönliche Geschichte über den Tod ihres besten Freundes Bassel Shahade mitten in den Zuschauerraum. Genau hier setzt „outLook“ ein: Die Blickrichtung wird gedreht. Die syrische Perspektive auf die Welt wird diesen Abend bestimmen und Menschen zu Wort kommen lassen, denen schon lange niemand mehr zuhört.

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Weitere Informationen: www.christianemudra.de oder www.i-camp.de
WAS: OUTLOOK. VOICES FROM SYRIA
WANN: Uraufführung vom 5. – 7. November, 20:30 Uhr
WO: Veranstaltungsort: i-camp, Entenbachstr. 37

Fotos: Reinhard Oefele

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