Kultur, Was machen wir heute?

Recht auf freies Schaffen

Claudia Riedlberger

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Die Kunstlandschaft wird immer monotoner. Es geht zu oft um möglichst gute Resonanz bei Kritikern und Sammlern, immer weniger um das Schaffen um des Schaffens willen selbst. Künstler richten ihre Arbeit zunehmend auf diesem Trend aus. Die Ausstellung MELANGE, eine Kooperation der „Münchner Secession“ und des „Künstlerhaus Wien“, will dieser Entwicklung entgegenwirken.

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Der Kunstmarkt ist ist heute zum größten Teil vereinheitlicht. Die eigentliche Intention des Künstlers verschwindet immer öfter hinter Erwartungshaltungen der Kunstgemeinde, Geldmacht und Kulturpolitik beeinflussen viele Werke. Die Künstler der Ausstellung MELANGE wollen nun ihr Recht auf freies Schaffen zurückfordern. Selbstverwaltende Künstlergruppen arbeiten hier zusammen, kuratieren sich gegenseitig. Absichtlich werden verschiedenste künstlerische Positionen nebeneinander gestellt und verglichen, um so die einzelnen umso mehr zu würdigen. Ziel ist es, ein internationales Netzwerk aus freien Künstlergruppen aufzubauen und so mehr Einfluss auf den Kunstmarkt zu erlangen, sich von den herrschenden Mechanismen dessen zu lösen. So soll wieder freie, unabhängige Kunst ermöglicht werden.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 6. September sprechen Joachim Lothar Gartner, Präsident vom Künstlerhaus Wien, und Thomas Bindl, Präsident der Münchner Secession. Ab 20 Uhr spielt die Express Brass Band.

Ausstellung MELANGE, vom 6. bis 30. September in der whiteBOX

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Fotos: Werke von Hannes Mlenek, Dieter Rehm, Timm Ulrichs, King Kong Kunstkabinett

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