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Salzburger Punk-Pop bei der Soundkartell Night #1

Verena Niepel

Eine unverwechselbar rauchig dunkle Stimme, Bartstoppeln, verwuschelte Haare – Jay Cooper hat sich sichtlich was von der Londoner Musikszene abgeguckt. Nachdem er seine alte Band „Trippin in London“ aufgelöst hatte, verbrachte er einige Jahre in England. Dort ist er auch zur Schule gegangen bevor er Wirtschaft studierte. Danach gründete er ein internationales Start-up und ging nach Sydney, doch das machte er nur locker nebenher – in erster Linie war und ist er Musiker.

Rock’n’Roll aus der Mozartstadt

Zusammen mit seinem Drummer, Sebastian Rinnerthaler, der auch schon bei seiner vorherigen Band „Trippin London“ mit von der Partie war, seinem Bassisten Sebastian Umadum – ein alter Freund – und Gitarrist Stefan Wascher, der laut dem Songwriter die „einzige Person in Salzburg ist, die Rock’n’Roll ist“, sorgt Jay Cooper seit 2015 für frischen Sound in der Mozartstadt und auf Bühnen weltweit.
Marcus alias Jay Cooper versteht sich dennoch als Soloprojekt, und was er in der Londoner Musikszene gelernt hat ist „Egal, wie es läuft, und egal, wie schnell sich das Ganze dreht, nie aufgeben!“ , so Jay in einem lesenswerten Interview von Music Austria.
In der Stadt, in der Musikgrößen aus kleinen Kellerclubs hervor gehen, spielte er in mehreren Punkbands und musste ständig schuften, um dabei zu bleiben. Irgendwann fing er an, sich mehr auf das Songschreiben als das Live-Spielen zu konzentrieren. Diesen Stil, den er sich dort aneignete, hört man! Wichtig ist ihm auch die verzerrte Gitarre, denn er kommt aus der Zeit des Post-Punk, also Grunge und Alternative der neunziger Jahre.
Der räudige Rock mit Pop-Appeal klingt schroff und ungleichmäßig, ist aber so eingängig und leichtfüßig wie ein Pop-Song.

Lieblingsstücke

Ein Lieblingsstück ist „More, more, more“, in dem schon deutlich die verzerrte Gitarre zu hören ist. „Aphrodite“ klingt anfangs ein bisschen nach Milky Chance, dann steigt der Song mit lockeren, aber dreckigen Gitarrensounds ein, die einem nicht mehr so schnell aus dem Ohr gehen. Die Jungs bei einer Studio-Session sind hier zu sehen:

Fazit

Es lohnt sich definitiv, Jay Cooper einmal live zu erleben! Ob zum mitwippen, Kopfnicken oder bis zur Erschöpfung tanzen: der rockige Sound geht sofort ins Ohr und lässt sicher keinen ruhig in der Ecke stehen.

Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte am 15. September im Substanz zur Soundkartell Night #1 vorbei schauen. Außerdem könnt ihr bei der Veranstaltung noch folgende Bands hören: „Take Off Your Shirts“, „Lampe“ und „Burning Velvet“.


In aller Kürze:

Was? Konzertabend Soundkartell Night #1
Wann? 15. September 2016, ab 19 Uhr
Wo? Im Substanz
Wie viel? 10€ Eintritt + 2,50€ für jede Band


Fotocredit: Rafael Stiborek

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