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SchnickSchnackSchluck: In Giesing wird aus einem Kinderspiel ein Kneipensport

Jolanda Wilking

Schere, Stein, Papier kann jede:r – aber von Annette und ihren Freund:innen wird das Spiel nochmal ganz neu gedacht. Bei „SchnickSchnackSchluck“ treten in einer Giesinger Kneipe 64 Spieler:innen mit Kampfnamen, Mentalcoaches und jeder Menge Ehrgeiz im K.-o.-System gegeneinander an. Um einen der begehrten Startplätze zu ergattern, wird vorher gezockt, gefeilscht und mit der eigens erfundenen Währung „Muccarones“ geboten. MUCBOOK wollte wissen, wer hinter dem Konzept steckt und wie aus einem Kinderspiel ein deutschlandweites Eventformat wurde.

Mucbook: Die Idee in einem Satz: Was passiert hier eigentlich?

Annette: Stein, Schere, Papier kennt jeder – aber wie wird daraus ein Abend, bei dem plötzlich eine ganze Kneipe mitfiebert?

Jeder kennt es, das macht es so toll. Wir machen daraus einen Kneipensport mit Bühne, Schiedsrichtern, Moderation, gelben Karten, tobendem Publikum und einem KO-Turnier. Wer wollte nicht schon immer einmal Weltcup Sieger im Schnicken werden?

Mucbook: Wer steckt hinter SchnickSchnackSchluck – und wie kam die Idee nach München?

SchnickSchnackSchluck wurde in Köln erfunden und ist dort seit Jahren fester Bestandteil der Kneipenszene. Nach einem Besuch bei einem der Turniere war für uns sofort klar: Genau so ein Event fehlt in München. Also haben wir beschlossen, das zu ändern. Aus begeisterten Schnickenden wurden wir zu Organisatoren für München, und das einfach weil wir selbst so viel Spaß an dem Konzept hatten, dass wir es unbedingt auch hierher bringen wollten. Seitdem sorgen wir dafür, dass sich plötzlich ganze Kneipen wegen einer Runde SchnickSchnackSchluck in den Armen liegen.

Mucbook: Warum braucht München ein SchnickSchnackSchluck-Turnier?

München braucht Events die Spaß machen, die in angenehmer und lockerer Atmosphäre Menschen verbinden, gerade in Zeiten wie heute. Es geht natürlich auch ums Gewinnen – wer will sich schließlich nicht mal Weltcup Gewinner nennen dürfen? Aber am Ende nimmt fast jeder noch etwas Wertvolleres mit: neue Bekanntschaften und einen verdammt lustigen Abend.

 

Was passiert zwischen Vorrunde und Finale, warum feuern plötzlich alle wildfremde Menschen an und weshalb gehen so viele Menschen mit neuen Bekanntschaften nach Hause?

Bei uns startet niemand direkt im Turnier. Jeder bekommt zunächst Spielgeld und zieht los, um im ganzen Raum wilde Schnick-Duelle auszutragen. Andere können auf die Matches wetten und kommen ganz automatisch miteinander ins Gespräch. Aus Fremden werden Konkurrenten, aus Konkurrenten Freunde und Fans. Mit dem erspielten Geld ersteigert man anschließend in einer geheimen Auktion seinen Platz im Hauptfeld. Und wenn dann das KO-Turnier auf der Bühne beginnt, verwandelt sich die Kneipe plötzlich in eine kleine Weltcup-Arena. Spätestens dann feuern wildfremde Menschen jemanden an, dessen Namen sie kurz vorher noch nicht kannten.

Zum Erfolgsrezept: Braucht man eine geheime Stein-Schere-Papier-Strategie?

Das bleibt natürlich geheim. Aber so viel sei verraten, ein guter Mentaltrainer und ein leckeres Bierchen vorneweg hilft, die Hand zu lockern. Der Rest ist Taktik, Psychologie… und manchmal einfach pures Glück.

Die nächsten Termine

29. Juli 2026

14. Oktober 2026

Jeweils in der Schänke Giesinger Bräu, Martin-Luther-Straße 2, 81539 München.

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