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Social-Bee: nachhaltige Integration durch Arbeitsvermittlung

Social-Bee ist Deutschlands erster Integrationsdienstleister mit Sitz in München. Durch soziale Arbeitnehmerüberlassung ermöglichen sie Unternehmen die nachhaltige Integration von Geflüchteten – einfach und professionell. Wir haben mit dem beiden Geschäftsführer Zarah Bruhn und Maximiian Felsner gesprochen, denn kürzlich sind sie für den Deutschen Integrationspreis nominiert worden.

1. Woher kommt der Name eures Projekts? Und was bedeutet er?
Für uns vereint Social-Bee die Intention eines Sozialen Unternehmens mit dem Fleiß und der Motivation unserer Mitarbeiter.

2. Was ist neu, anders und einzigartig an eurem Projekt und wie kann man sich den Ablauf vorstellen?
Social-Bee stellt als soziales Start-Up Geflüchtete mit geringer Qualifikation an und möchte sie so vor der Langzeitarbeitslosigkeit bewahren. Bei uns sind die Geflüchteten vom ersten Arbeitstag an fest angestellt und erhalten den Tarfilohn. Das Start-Up überlässt sie hierzu als Personaldienstleister unkompliziert an Unternehmen vor allem aus der Lager-und Logistikbranche. Dabei übernimmt Social-Bee für die Firmen kostenpflichtig die bürokratischen Anforderungen. Von dem Geld finanzieren die Sozialunternehmer Sprach- und Weiterbildungen für die Geflüchteten. So erfolgt durch erste Qualifizierungsmaßnahmen ein erfolgreicher Eintritt in den Arbeitsmarkt. Ziel ist außerdem, dass die Geflüchteten sich nach eineinhalb Jahren von Social-Bee lösen können. Sie sollen ihren festen Platz im Unternehmen finden. Idealerweise gelingt das, indem die Firma ihnen zum Beispiel durch eine Ausbildung weitere Wege nach oben ermöglicht.

Wir bieten also beiden Seiten, Unternehmen und Geflüchteten, eine umfassende Betreuung. Wir erleichtern so als Brücke das Zusammenkommen. Die Standorte München und Rosenheim sind dabei nur unsere Pilotprojekte. Bereits 2018 wollen wir in weiteren deutschen Städten vertreten sein und Geflüchteten auf den Arbeitsmarkt helfen.

3. Wann habt ihr Social-Bee gegründet?
Seit März 2017 sind wir zu acht im Büro und arbeiten Vollzeit für die Integration von Geflüchteten. Um diesen Standard halten und noch mehr Geflüchteten helfen zu können benötigen wir das Geld aus dem Crowdfunding. Mit den 50.000 Euro ist die Anschubfinanzierung für unsere Arbeitsplätze sicher und wir können innerhalb eines Jahres 30 neue Arbeitsplätze für Geflüchtete generieren. Gegründet haben Social-Bee genau vor einem Jahr, am 30. März 2016, wobei wir uns die erste Idee dazu im Oktober 2015 kam. Seit August 2016 sind wir operativ tätig und schon jetzt gehörten große Partnerunternehmen, wie Aldi Süd, Kustermann und Süss Microtec zu unseren Partnerunternehmen. Integration kann langfristig eben nicht nur von Ehrenamtlichen geleistet werden. Und genau deshalb müssen wir nachhaltige und verlässliche Prozesse schaffen, die ineinandergreifen.

4. Wo findet man euch?
Aktuell sitzen wir in München am Heimeranplatz in der Ridlerstraße 31a. Der Standort Rosenheim ist gerade im Aufbau und natürlich online sind wir auf schwarm.social-bee.de vertreten.

5. Wer unterstützt euch?
Unsere Crowdfunding-Kampagne auf Startnext findet im Contest um den Deutschen Integrationspreis statt. Insofern werden wir von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung kuratiert. Zusätzlich konnten wir die Social-Entrepreneurship-Akademie als Kuratoren gewinnen. Für unsere Dankeschöns stehen uns tolle Partner zu Seite. Aus München sind das: IsarKindl, NearBees und Vanook. Außerdem erhalten wir Unterstützung aus dem Bayerischen Woid von Franz dem Bettenbauer und von Soulbottles aus Berlin.

6. Was macht ihr, wenn ihr nicht an eurem Projekt arbeitet?
Aktuell nimmt uns das Projekt sehr in Anspruch, was super schön ist. Wir sind ein frisch zusammengewürfeltes Team und lernen uns bei einem Feierabendbierchen besser kennen. Dabei spinnen wir Visionen für Social-Bee in fünf Jahren. Ansonsten gehen wir gerne wandern, Zarah unsere Gründerin surft im Englischen Garten und Key-Account-Manager Robert nutzt bis zum letzten die Skisaison aus.

7. Was liebt ihr an München besonders?
München ist zwar gemütlich, sprüht aber über vor frischen Ideen und Energie. Wir lassen uns gerne einsaugen von der Lust anzupacken. Seit dem Sommer 2015 ist unsere Stadt das Aushängeschild für gelebte Willkommens-Kultur. Social-Bee ist stolz ein Teil davon zu sein und diesen Spirit langfristig weitertragen zu können.
Außerdem entstehen an vielen Ecken in München aktuell tolle soziale Projekte. Treffpunkte und kulturelle Freiräume werden dabei immer öfter thematisiert und erkämpft. So zum Beispiel auch der Bahnwärter Thiel. Da begeistert uns natürlich besonders das Boot als zukünftiger Kultur-Hot-Spot. Deshalb war auch schnell klar, dass die Location für unser Crowdfunding-Event am 10. April der Bahnwärter Thiel sein wird.

8. Eure Infos im Netz?
Unsere Website: schwarm.social-bee.de
Und auf Facebook.

 

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