Kinogucken, Leben

„Twilight“ etwas anders

Laura Stecher
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Jean Rollin

Juwelen des phantastischen Films mit einer unvergleichlichen Bildsprache oder stümperhafte Machwerke, in denen Vampirinnen schon mal ihre Hüllen fallen lassen? Sei es um Löcher in der Handlungslogik zu verdecken oder um männliches Publikum anzulocken. Eine eigene Meinung über Jean Rollins Vampirfilme kann man sich nur bilden, wenn man sie selbst gesehen hat. Eine gute Möglichkeit diese – nun ja, etwas anderen – Filme auf großer Leinwand zu sehen bietet sich im Stadtmuseum. Dort werden regelmäßig dienstags bis Ende Oktober Filme von Rollin gezeigt. Präsentiert werden sieben Spielfilme, zwei Kurzfilme und die Dokumentation „Jean Rollin, der streunende Träumer“.

Rollins erster Vampirfilm wurde 1968 in Paris uraufgeführt und landete einen Skandalerfolg. Der Film gilt als Geburt des nackten Kino-Vampirs. Seine Filme sind durch surrealistische Merkmale gekennzeichnet und die Phantasie erscheint in ihnen zügellos.
Ob einem Jean Rollins Stil gefällt oder nicht, die Filme sind auf alle Fälle eine interessante Abwechslung zum heutigen prüden Vampir-Hype à la Twilight.

Karten für die Vorführungen kann man reservieren unter 089-233-96450. Der Eintritt kostet regulär 4€. Es kommt allerdings bei einigen Filmen ein Sonderzuschlag von 2€ hinzu. Details zu den Preisen und Vorführzeiten gibt es hier. Hans Schmid Beitrag zur Filmreihe bietet viele Informationen zu Jean Rollin und den gezeigten Filmen.

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