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Wahre Geschichten aus München und der Welt – mit dem 41. DOK.fest auf Entdeckungsreise
Mit Menschlichkeit ins Weltall fliegen, mit Fahrrad und Wohnanhänger in eine nachhaltigere Zukunft fahren, mit der Kamera bewaffnet in die Akten der eigenen Vergangenheit eintauchen, oder mit den 30 Jahre Indie-Rock aus Germering feiern. Das Dokumentarfilmfestival München lädt auch dieses Jahr wieder auf faszinierende Reisen in die ganze Welt ein – aber liefert auch Entdeckungen, die vor der Haustüre liegen. Wir haben vier Empfehlungen mit München-Bezug:
Mit über 100 aktuellen Dokumentarfilmen werden beim 41. DOK.fest München zwischen dem 06. und dem 18. Mai spannende Geschichten aus dem Leben präsentiert. Als eine der größten Plattformen für dokumentarische Filmkunst Europas zeigt das Festival Filme aus den verschiedensten Regionen, eingeordnet in 15 thematische Reihen wie „Visions of the Future“, „African Encounters“ oder „HerStory – sieben Filme über furchtlose Frauen“. Aus letzterer Kategorie stammt auch der Film, der das DOK.fest München am 06. Mai im Deutschen Theater eröffnen soll, und damit auch seine Weltpremiere feiert INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR, eine „poetische Spurensuche“ nach dem Weg zur eigenen Sprache von Regisseurin Regina Schilling. Die Schriftstellerin wird von Sandra Hüller gespielt, aktuell eine der bekanntesten und vielseitigsten deutschen Schauspielerinnen, bekannt aus „Anatomie eines Falls“, „Toni Erdmann“ und „Rose“.

© Bildersturm Filmproduktion
München-Tipp 1: Regisseurin und Überlebende eines versuchten Femizids Daniela Magnani Hüller geht auf Spurensuche in ihrer Heimatstadt
Ebenfalls in der Reihe der furchtlosen Frauen steht der Film WAS AN EMPFINDSAMKEIT BLEIBT, in dem sich die Münchner Regisseurin Daniela Magnani Hüller in ihrer eigenen Vergangenheit auf die Suche nach den unsichtbaren Strukturen hinter Gewalt gegen Frauen macht. 14 Jahre nachdem sie als Schülerin einen versuchten Femizid überlebt hat, begibt sich die in München aufgewachsene Filmemacherin in den Dialog mit ihrem damaligen Umfeld, mit Polizei und Staatsanwaltschaft, mit ihrer eigenen Erinnerung.

© DOK.fest München 2026
München-Tipp 2: Besuch bei Raumfahrt-Unternehmerin Hélène Huby in Planegg
Auch beim Blick in die Zukunft dürfen starke Frauenperspektiven nicht fehlen – und auch hier beginnt die Reise vor den Toren Münchens. In HER RACE TO SPACE, Teil der Reihe „Visions of the Future“, portraitieren die Regisseurinnen Nadine Neumann und Ira Beetzt die französische Unternehmerin Hélène Huby, die mit Ihrem Start-Up The Exploration Company in den Werkshallen von Planegg eine kooperative und international vernetzte Form der Raumfahrttechnik entwickelt. Mit wiederverwendbaren Raumkapseln soll das europäische Gemeinschaftsprojekt ein Gegenmodell zu Elon Musks SpaceX-Imperium darstellen – und eine unabhängige, menschliche Raumfahrt ermöglichen, fernab von den Machtfantasien und Launen gewisser Multimilliardäre.

© DOK.fest München 2026
München-Tipp 3: Roadmovie eines Münchner Wohnrad-Fahrers
Eine weniger weite, und doch ähnlich zukunftsweisende Reise tritt der Filmemacher und Aktivist Mickel Rentsch in seinem Film SYSTEMWANDELN – DIE WELT NEU ENTDECKEN an. Mit seinem Fahrrad und einem selbstgebauten Schlafanhänger strampelt der Münchner quer durch Deutschland auf der Suche nach Ideen und Kontakten für eine nachhaltigere Zukunft. Dabei ist die Hilfe, auf die Rentsch, der mit seinem Anhänger nicht jeden Berg hinauf kommt, oft angewiesen ist, ganz zentral für die oft auch etwas holprigen Begegnungen, die das Herz dieses etwas anderen Roadmovie darstellen.

© BR/Florida Factual GmbH/Berlin Producers Media GmbH/Ingo Pertramer
München-Tipp 4: 30 Jahre Sportfreunde Stiller: Porträt der Indie-Rocker aus der Vorstadt
Drei besondere Münchner setzen dann auch den Schlussakkord: Mit ganz viel Herz endet das Festival in den Kinosälen (online geht es noch bis 25.5. wwiter) am 18.05. : Zum 30-jährigen Jubiläum der Sportfreunde Stiller zeigt Regisseur Thorsten Berrar in SPORTFREUNDE STILLER – MIT DEM HERZ IN DER HAND den Weg der Indie-Rock-Band vom Germering der 90er Jahre bis zum Entstehen ihres neuen, zum ersten Mal komplett unabhängig produzierten Albums „Happy Birthday“ in Spanien (erscheint am 12.06.26). Der Film schließt die Reihe „The Sound of Music“, in der unter anderem auch die Wacken-Story, feministischer Black Metal aus Norwegen und die Geschichte eines blinden Liebespaars aus Mali, , ihren Platz auf der Leinwand finden. Doch zurück zu den Jungs aus der Münchner Vorstadt: mit Archivmaterial und Weggefährt*innen geht es um Peter, Flo und Rüde, um WM-Hits und kreative wie persönliche Krisen – der Abschluss für dieses Festival, das uns auf weite und faszinierende Reisen mitnimmt, liegt dann doch wieder ganz nah.
Doch wer es vor dem 18.05. nicht ins Kino schafft oder gerade nicht in München sein kann, muss nicht verzichten! Wie jedes Jahr seit der Corona-bedingten Online-Versionen des Festivals, wird das ganze Programm im Format DOK.fest@home vom auch online zugänglich sein, also egal ob mit zum Kinder hüten daheim oder mit Erkältung die Doku-Reise startet ganz entspannt bei dir Zuhause.
Text: Sofia Blaettner
Fotocredit Titelbild: DOK.fest München