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Wegschweben mit Lilly Among Clouds in der Kranhalle

Die junge Würzburgerin Lilly Among Clouds, die eigentlich Elisabeth Brüchner heißt, wird zur Zeit als eine der vielversprechendsten Musikerinnen Deutschlands gehandelt. Sängerinnen wie Lana del Rey oder Florence Welch (Florence and the Machine) werden gerne in einem Atemzug mit der Newcomerin genannt. Lilly Among Clouds klingt nämlich nicht nach bayerischem Singer-Songwriter, sondern sie wird als „eine der internationalsten Stimmen“ Deutschlands betitelt. Verträumter Pop mit souliger „Gänsehaut-Stimme, der kraftvoll wirkt und tief unter die Haut geht.

Talent für Songwriting und Spaß am Produzieren

Gemeinsam mit ihrem Produzenten Udo Rinklin hat Lilly ein Jahr an ihrem Debütalbum „Aerial Perspective“ gearbeitet. Begeistert von den vielen Möglichkeiten, hat sie im Laufe der Produktion neue Wege ausprobiert und dazu gelernt: Sie hat sich vom Klavier gelöst und eine Mischung aus tanzbaren Songs und Balladen kreiert. Die Ideen entstehen zwar nach wie vor am Klavier oder an der Gitarre, werden aber durch Streicher, Synthie, Beats und Mehrstimmigkeit aufgemotzt – mal dezent, mal opulent.

Die Texte dazu stammen teilweise noch aus Lillys Schulzeit, sind aber ihrer Meinung nach zeitlos. Themen wie Identitätsfrage, Sinnsuche, aber auch sozialkritische Gedanken greift sie in ihren Songs auf. Das Ziel dabei war, dass das Album einen „Soundtrack zum Leben abgibt und dabei ehrlich ist. Ehrlichkeit kauft man der 28-jährigen Musikerin sofort ab. Obwohl sie selber lange nicht genau wusste, wer sie ist und wo sie hin will, hat sie ihre Fans einfach mit auf ihre musikalische Reise genommen. Gemeinsam mit ihrem Produzenten hat sie jetzt in „Aerial Perspective“ ihren Sound gefunden und ihre Eigenheiten zum Markenzeichen gemacht.

Mitten auf der Karriererampe

Bis jetzt hat Lilly Among Clouds alles richtig gemacht: Vor zwei Jahren ihre erste EP, 2016 Plattenvertrag bei PIAS, dieses Jahr das South by Southwest Festival in Austin, das Debütalbum und die Tour. Dieses Jahr war Lilly auch Gast bei der Startrampe – ein Zeichen, dass man wahrscheinlich noch viel von der aufstrebenden Musikerin hören wird.

Dass Lilly jetzt Musikerin und nicht Balletttänzerin ist, ist zum Teil auch ihren Eltern zu verdanken. Anstatt sie in den Ballettunterricht zu schicken, musste Lilly Klavierunterricht nehmen. Tanzen tut sie trotzdem noch gerne – auch auf der Bühne. Deshalb ist sie auf ihrer Tour jetzt mit Band unterwegs und sitzt nur noch selten selber am Klavier.


In aller Kürze:

Was? Lilly among clouds

Wann? 19.11.2017

Wo? Kranhalle (Feierwerk)

Wieviel? 15 Euro, Tickets hier


Beitragsbild: © Katja Ruge

 

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