
Simone Mellar lässt an den Tresen der Stadt Worte aufs Papier fließen. Matthias Riedel macht das passende Bild dazu. Teil 2: “Das Jennerwein”, Münchens ältestes Heimat-Trash-Lokal.
Zum Jennerwein
Jede Nacht aufs Neue
Unter Obhut majestätischer Geweihe
und Lichtern, gütig warm
kehren moderne Schützen ein
Zu vorangeschritt’ner Stunde
klebt raues Holz
Gesichter schwitzen
und Gläser rutschen aus der Hand
Gestochene Schultern reiben aneinander
Stoppelwangen grinsen derb
jault das Volk im Rudel
wirft Köpfe in den Nacken
Nur eine wird nie müde
lächelt stets verschmitzt nach oben
blickt kokett und schmunzelt weise
ersehnte Beute all der Jäger
mehr denn flüssiges Gold
denn Rauch und Rausch
beschwingt des Nachts
doch lässt umso mehr vorm Morgen grauen
Foto: Matthias Riedel
Zum Jennerwein
Belgradstr. 27
80796 München
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Dieser Artikel wurde von Simone Mellar geschrieben. Simone Mellar ist ein echtes Münchner Kindl und liebt ihre Stadt mit all dem Herzschmerz. Das sieht man auch auf ihrem Blog. |
Von pete am 08. März 2010 um 16:20 Uhr.auf den punkt getroffen! außerordentlich!