Jennerwein

08. März 2010
Barzeiler, Feiern & Kultur

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Simone Mellar lässt an den Tresen der Stadt Worte aufs Papier fließen. Matthias Riedel macht das passende Bild dazu. Teil 2: “Das Jennerwein”, Münchens ältestes Heimat-Trash-Lokal.

Zum Jennerwein

Jede Nacht aufs Neue
Unter Obhut majestätischer Geweihe
und Lichtern, gütig warm
kehren moderne Schützen ein

Zu vorangeschritt’ner Stunde
klebt raues Holz
Gesichter schwitzen
und Gläser rutschen aus der Hand

Gestochene Schultern reiben aneinander
Stoppelwangen grinsen derb
jault das Volk im Rudel
wirft Köpfe in den Nacken

Nur eine wird nie müde
lächelt stets verschmitzt nach oben
blickt kokett und schmunzelt weise
ersehnte Beute all der Jäger

mehr denn flüssiges Gold
denn Rauch und Rausch
beschwingt des Nachts
doch lässt umso mehr vorm Morgen grauen

Foto: Matthias Riedel

Zum Jennerwein
Belgradstr. 27
80796 München

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Simone Mellar    Dieser Artikel wurde von Simone Mellar geschrieben.
Simone Mellar ist ein echtes Münchner Kindl und liebt ihre Stadt mit all dem Herzschmerz. Das sieht man auch auf ihrem Blog.
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  • 1 Kommentar

    auf den punkt getroffen! außerordentlich!

    Von pete am 08. März 2010 um 16:20 Uhr.

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