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Aktuell, Leben

#saveM94.5 – ein Rant

Tobias Wullert

Tobias Wullert

Mit Grunge und Indie und einem Berg Mixtapes aufgewachsen, verschlug es mich Ende der Neunziger nach München. Ich kam über die Musikredaktion von M 94,5 zum Journalismus.Nächte im Atomic Café wie auch in der Registratur und in der Roten Sonne prägten meinen Musikgeschmack, den ich seit über zehn als DJ und freier Journalist auslebe. Aktueller Partytipp: "Up The Bracket" im Strom.
Tobias Wullert

Ein Rant von Tobias Wullert (Mucbook-Autor und Ex-M94.5-ler), als Reaktion auf diesen Artikel in der heutigen SZ.

Diese Argumentation ist der blanke Hohn – Es geht der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) einfach nur um Werbeeinnahmen, nicht um die Ausbildung zu mündigen Journalisten.

Wer nur auf Werbeeinnahmen schielt, der denkt nicht an die Zukunft des Journalismus.

Eigentlich gab es in den letzten (20!) Jahren genug Beispiele für engagierten und begeisterten Journalismus, der bei M94,5 und den Leuten die dort ihr Herzblut einbringen, seinen Ursprung hatte, die jegliche Diskussion vom Tisch fegen sollten.

Wer damit argumentiert, „Die Größe der Zuhörerschaft spiele aber keine Rolle“, saß selber noch nie am Mikro und schwitzte Blut und Wasser bei seinen ersten Moderationen. Gerade diese unmittelbare Live-Situation macht ja gerade den Reiz aus und spornt an, sein Bestes zu geben.

Als Quereinsteiger war M94.5 für mich und für viele andere der Einstieg in praktischen Journalismus – „einfach machen“ – learning by doing“.

Diese gönnerhafte, selbstgefällige Art spiegelt einfach nur wider, wieviel Respekt die BLM den Jungjournalisten entgegen bringt. So nach dem Motto „lass die Kinder mal Spielen und Rumspinnen und die Erwachsenen Geld verdienen.“

Wie Kreativität funktioniert, habt ihr doch noch nie kapiert!


Beitragsbild: (c) M94.5 / Bearbeitung: Mucbook

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