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Der Irrsinn geht weiter – Urbanauten wollen Kulturstrand ohne Genehmigung eröffnen

Jan Rauschning-Vits

Don't worry, look shabby!
Trägt seit kurzem Schnauzer
Jan Rauschning-Vits

Nachdem der Stadtrat vorgestern beschloss, dass nicht die Urbanauten um Benjamin David, sondern die Urban League GmbH um Dierk Beyer (Neuraum) und Zehra Spindler (Art Babel) dieses Jahr den Kulturstrand beitreiben darf, wurde öffentlich schon viel diskutiert. Nun will David am Donnerstag den 19. Mai einfach eröffnen. Eine passende Facebook Veranstaltung gibt es seit gestern.

Der Irrsinn geht weiter

Die SZ sieht sogar die Rathauskoalition in der Krise. Aus der CSU war zu hören, dass man Zweifel an dem Vergabeverfahren habe. Die Bewertungen seien „nicht hinreichend belastbar und nicht nachvollziehbar“, zitiert die SZ Fraktionsvize Michael Kuffer.

Vielleicht ist man dort aber auch nur beleidigt, weil Spindler und Beyer den zweiten Bürgermeister Josef Schmid (CSU) nicht mehr zum Schirmherr des Kulturstrands machen wollen.

Währenddessen macht Benjamin David von den Urbanauten mächtig Welle. Er hat zehn Jahre den Kulturstrand am Vater-Rhein-Brunnen betrieben und ist jetzt stocksauer. Während Vertreter des KVR betonen, die Bewertung der eingereichten Konzepte sei dieses Jahr besonders gründlich und objektiv abgelaufen, sieht Benjamin David eine Verschwörung gegen ihn.

Andreas Keck, Stadtchef der FDP und klarer Anhänger von #TeamDavid, schreibt auf seiner Facebookseite „Ein Schelm, wer parteipolitische Nähe der Protagonisten oder die bekannte herzliche Abneigung des SPD Fraktionschefs zu Benjamin David als Hintergrund vermutet.“

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David will nun einfach eröffnen.

Das Programm der Urbanauten stehe und sei nun ohnehin nur unter großen Kosten wieder abzublasen. Auf Facebook gibt es seit gestern die passende Veranstaltung zu der Eröffnung des Kulturstrands. Das Team von Urban League will diese Woche noch besichtigen.

Ihr Konzept sieht nun übrigens doch Sand vor. 500 Tonnen sollen um den Vater-Rhein-Brunnen verteilt werden.

Doch auch #TeamSpindlerBeyer kann sich mit den öffentlichen Seitenhieben nicht zurückhalten. Ebenfalls auf Facebook zielte Beyer in Richtung David.

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Zehra Spindler sagt auf die Frage, wie sie mit der geplanten Eröffnung der Urbanauten umgehen wollen:

„Wir sind sehr verwundert darüber. Unter Veranstaltern ist eine solche Vorgehensweise eigentlich nicht üblich. Schließlich handelt es sich um eine Ausschreibung. Wir haben uns letztes Jahr bereits beworben und den Zuschlag nicht bekommen, was uns motiviert hat, uns in diesem Jahr nochmal zu beteiligen.“

Das Bier an ihrem Strand kostet 4 Euro. Es wird Augustiner geben. Die Urban League will am 31. Mai eröffnen. Sie gehen davon aus, dass der Vater-Rhein-Brunnen für ihre Veranstaltung zur Verfügung steht.

 

 

3 Comments
  • Isarfan
    Posted at 15:46h, 13 Mai

    Das FDP Sommerfest war doch immer auf der tumben Partymucke, euphemistisch Kulturstrand gebrandet. Die FDP ler bedanken sich mit Pressearbeit und Stimmen für Benjamin David in den Bezirksausschüssen. Korrupter geht es wohl nimmer. Dieser Herr Keck steht ja laut Urbanautenseite sogar auf Davids payroll.

  • Isarfan
    Posted at 15:49h, 13 Mai

    Hinweis auf redaktionellen Fehler. Der sogenannte Kulturstrand wurde nicht zehn Jahre am Vater-Rhein -Brunnen betrieben, sondern meist anderswo.

  • ein anwohner
    Posted at 14:09h, 21 Mai

    Warum macht man nicht einfach zwei Kulturstrände München ist doch groß genug

    „München ist eine Kulturstrandstadt“ König Salomon

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