Kultur, Warum tust du das?

Die „digitale Revolution der Hochschulwelt“ – ein Gespräch mit Andreas Lanig

Sebastian Huber

Hier stellen wir euch regelmäßig Menschen vor, die etwas besonderes tolles oder interessantes machen. Heute sprechen wir mit Andreas Lanig, Grafik-Dozent an der DIPLOMA.

Andreas, du wurdest für den German Design Award 2015 nominiert.

Schön, dass sich diese Nachricht bis nach München durchspricht!

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1. Gibt es ein spezielles Projekt, für das du nominiert wurdest?
Ich wurde in der Kategorie „Unternehmenskommunikation“ nominiert. Diese Nominierung bezieht sich auf meine Arbeit für den virtuellen Studiengang „Grafik-Design B.A.“ der DIPLOMA Hochschule.
Unsere Hochschule hat im übrigen auch ein Studienzentrum bei Euch in München, in der Elsenheimerstraße 31.

2. Was ist neu, anders und einzigartig an deinem Projekt?
Dieses Projekt hat viele Aspekte, die grundsätzlich neu sind. Eine berufsbegleitende Möglichkeit, einen staatlich anerkannten Hochschulabschluss in Grafik-Design zu bekommen, war bislang nicht möglich. Dass dies darüber hinaus auch virtuell, also vor dem heimischen Computer geschieht, ist die zweite wichtige Neuerung. Mit diesen beiden Neuerungen erarbeiten wir in diesem Projekt notwendigerweise neue didaktische Elemente. Das ist bereits heute eine Pionierleistung in der Hochschulwelt. Ich darf sagen: Dies ist ein historisches Ereignis der so genannten „digitalen Revolution“, deren Zeitzeugen wir sind.

3. Wie viel Zeit hast du in dein Projekt investiert?
Ich bin, wie fast alle meine Kolleginnen und Kollegen als nebenberuflicher Dozent in diesem Projekt tätig. Aufgrund des hohen Innovationscharakters investiere ich natürlich weitaus mehr Zeit, was die Rolle des nebenberuflichen Dozenten verlangen würde.

4. Wo findet man dich?
In Nord Baden-Württemberg, in Bad Mergentheim. Aber in diesem Projekt natürlich hauptsächlich online.

5. Wer unterstützt dich?
In dieser Nominierung habe ich in erster Linie meinen Studierenden zu danken. Ich bin sicher, dass deren Arbeiten – das sind die Grundlage der Kommunikation des Studiengangs – einen maßgeblichen Anteil an der Nominierung haben. Darüber hinaus arbeiten leidenschaftlich die Hochschulleitung und alle Kolleginnen und Kollegen an diesem Pionierprojekt mit.

6. Was unterscheidet gutes von schlechtem Design?
Gutes Design lebt von der situativen Angemessenheit und die darauf bezogene Idee. Das ist eine Subtilität, wie schwer in Worte zu fassen ist und am ehesten über gestalterisches Handeln einzuüben ist. Diese Kriterien führen zu Reduktion und Authentizität, was wiederum im kommunikativen Prozess für Prägnanz sorgt.

7. Was ist deine Lieblings- bzw. Hass-Schriftart?
Ich setze gern in der „Unit“ von Erik Spiekermann, weil sie einen strengen Charakter und einem geringen Platzbedarf hat. Beide Kriterien sind konträr in der „Rotis“.

8. Was machst du, wenn du nicht gerade unterrichtest oder etwas entwirfst?
Dann verbringe ich Zeit mit meiner Familie oder in der Natur oder beides.

9. Wie sieht deine Beziehung zu München aus?

Eine wesentliche Verbindung ist natürlich unser Studienzentrum in der Elsenheimerstraße. Im Rahmen meines Studiums hatte ich ein beeindruckendes Betriebspraktikum in der Prinzregentenstraße. Beeindruckend deswegen, weil dies die entscheidenden Monate vor dem Platzen der Dotcom-Blase war und ich in einem Online-Unternehmen arbeitete. Ich habe das Ende einer Epoche sozusagen „aus erster Hand“ erlebt.

10. Wenn dein Projekt ein Tier wäre, welches wäre es?

Ein Bonobo-Säugling. Die Bonobos sind eine seltene Zwergschimpansenart.

11. Gibt es einen Song, der mit deinem Projekt zu tun hat?

3 Doors Down – Kryptonite

Das ist Ein Song, dass eine Studierende bei ihrer Projektpräsentation einspielte und ich noch immer im Ohr habe.

Vielen Dank für das Gespräch, wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg!

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