Kurios, Stadt

Ein (zumindest für diesen Moment) historischer Moment

Sarah-Janine Fischer
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Es ist inzwischen nichts neues mehr, wenn ich hier im Internet schreibe, dass Guttenberg inzwischen zurückgetreten ist (ist ja schließlich auch schon zwei Stunden her). Wasß  mich allerdings überrascht, sind die Ausmaße, die Herr Ex-Dr. zu Guttenberg damit ausgelüst hat …

Unser (zumindest laut Umfragen) beliebtester Politiker polarisiert. Er bringt (oder brachte?) mit seiner (laut Medien) charismatischen Ausstrahlung und seinem Auftreten die Beliebtheit von Politikern unter den Deutschen zurück, die es in letzter Zeit wahrlich selten gab. Auch unter Jugendlichen.

Selbst meine politikresistentesten Mitschüler kommen nicht darum, sich mit ihm zu beschäftigen. Auch wenn sie es eigentlich nicht wollen. Klar, dass dann auch fleißig das Web 2.0 mit den betreffenden Inhalten bereichert wird. Wenige Stunden nach seinem Rücktritt sind 98% meiner Facebook Pinnwand voll mit Guttenberg Kommentaren.

Sei es Freude, dass „der Copy & Paste King“ zurückgetreten ist, oder Bedauern, „dass der beliebteste, kompetenteste deutsche Politiker so aus dem Amt geekelt wurde“. Dass die Startseiten der Tageszeitungen damit betitelt werden ist nichts neues, aber dass nahezu jede Website – und sei sie auch noch so irrelevant für politische Details – sich mit der Schlagzeile des heutigen Tages beschäftigt. – Das gabs nicht mal bei Michael Jacksons Tod. (der ja auch noch Wochenlang die Medien beschäftigte)

Wie kommts, dass dieser Mann es geschafft hat, Politik wieder ins Bewusstsein von Jugendlichen zu rufen und sich dort so zu verankern?

Liegt es wirklich „nur“ an der Empfürung über seinen dann (laut Fans) doch so irrelevanten Lapsus? Oder woher sonst das plätzliche Interesse am Tagesgeschehen? (und sei es mit Halbwissen)

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