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Eine unendliche Geschichte: eine magische Lesereihe von Konvolut startet am 5. Februar im Bahnwärter Thiel

Vor nicht all zu langer Zeit begab es sich, dass eine Gruppe junger und unerschrockener Literaten und Musiker sich in den Schlachthof aufmachte, um ihre Kunst im Bahnwärter Thiel dem allgemeinen Volk näher zu bringen. Es war nämlich so: ihre gesprochenen Worte waren magisch.

Die Lesung der etwas anderen Art

Okay, das ist vielleicht etwas übertrieben. Aber magisch wird die cinematografisch-musikalische Lesereihe „Eine unendliche Geschichte“ ab dem 5. Februar bestimmt. Jeden Monat laden die Literatur-Veredler von Konvolut in den Bahnwärter Thiel ein, um ein Experiment zu wagen.

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Word in progress

Der erste Teil des Abends bleibt recht klassisch: AutorInnen lesen ihre Geschichten, die mit Live-Soundtracks und Videoprojektionen von Daniel Kluge verziert werden. Für den Bahnwärter greift Kluge ganz besonders tief in die technische Trickkiste und verwandelt das gesprochene Wort mittels Granularsynthese in visuelle Denkräume. Der zweite Teil des Abends hat dann so gar nichts mehr mit einer typischen Lesung gemein:

Die Gäste werden Teil der Geschichte. Die Konvolutler wollen mehr Demokratie wagen und schöne Ideen, seltsame Träume, schmutzige Fantasien sammeln. Gemeinsam mit dem Publikum feilen sie an einer unendlichen Geschichte, legen eine Materialsammlung an und schreiben ein neues Kapitel, das dann bei der nächsten Lesung vorgetragen wird.

Los geht’s am 5. Februar

Am 5. Februar lädt das Kollektiv Konvolut zur ersten Lesung ein und zwar mit einem besonderen Gast: Hans Platzgumer. Der Autor und ausgebildete Musiker streift selbst zwischen den Kunstformen hin und her und wurde zuletzt wegen seines Romans „Drei Sekunden Jetzt“ als „einer der anregendsten österreichischen Gegenwartsautoren“ bezeichnet.

Oliver Pfohlmann vom Tagesspiegel formuliert es so:

„Schreibt Platzgumer nicht eher als Literatur verkleidete existenzialistische Meditationen à la Camus und Sartre? Packend und verstörend zugleich ist dieser in einer präzis – geschmeidigen, eindringlichen Prosa geschriebene Roman.“

Die stecken hinter dem wortgewandtem Konvolut:

Hinter dem Münchner Kollektiv steckt ein festes Team. Dazu gehören Katharina Neudorfer (Stimme), Erik Weingarten (Gitarre und Klangskulpturen), Kilian Kemmer (Piano) und Marco Böhlandt (Stimme und Trompeten). Zusammen mit verschiedenen AutorInnen organisieren sie regelmäßig musikalische Lesungen. Wichtig ist ihnen, dass sich Wort und Text ergänzen und nicht überlagern. Vielleicht kennst du sie ja von dem Literatur-Festival Hörgang, über das wir auch schon berichteten.

Sicher ist, dass die neue demokratische Lesereihe im Bahnwärter Thiel etwas ganz besonderes wird – im besten Fall märchenhaft magisch, wenn das Publikum mitspielt.


In aller Kürze:

Wo? Bahnwärter Thiel, Tumblingerstraße 29, U3/ U6 Poccistrasse

Was? Eine unendliche Geschichte – cinematographisch-musikalische Lesereihe

Wann? 5. Februar, 12. März, 2. April, 7. Mai, 4. Juni, 2. Juli, 6. August, 3. September,
Einlass um 18 Uhr, Beginn um 19 Uhr

Wieviel? Der Eintrittspreis für die Auftaktveranstaltung beträgt 2,- Euro

Mehr Infos findest du hier auf Facebook oder auf der Konvolut-Website


Bilder: © Konvolut

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