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Hilf mit beim Münchner Gabenzaun!

Hannah Langnau

guter Wein, gutes Essen, gute Freunde, ein bisschen was zum philosophieren - mehr brauch ich nicht
Hannah Langnau

Aufgrund des hohen Infektionsrisikos wurden auch in München alle Gabenzäune verboten. Wir sagen Danke an alle, die sich engagiert haben! Wo du sonst so helfen und spenden kannst, haben wir hier für dich aufgeschrieben.

Aufgrund der aktuellen Umstände bleiben wir alle zuhause, arbeiten im Home Office und fahren unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum herunter. Leider gibt es auch in München viele Menschen die kein Zuhause haben und auf der Straße leben. Tafeln und andere Hilfsorganisationen können aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht mehr wie gewohnt helfen und fahren ihre Arbeit zurück. Viele Menschen die sonst auf diese Hilfe angewiesen sind können sich jetzt nicht mehr versorgen. Auch das Erbeten von Spenden auf der Straße wird immer schwieriger, denn es sind kaum noch Menschen unterwegs, die helfen könnten.

Wie auch in anderen Städten haben sich in München Menschen zusammen getan und die Initiative Gabenzaun umgesetzt. An öffentlichen Orten in München können Spenden in Form von Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln hinterlassen werden. Diese können sich Bedürftige nehmen und müssen somit nicht hungern oder frieren.

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Wie kannst du helfen?

Du bist unterwegs und kommst an einem der Spendenzäune vorbei? Dann pack was von zuhause ein oder kauf ein bisschen was, was du an den Zaun hängen kannst.

Was wird gebraucht?

Hygieneartikel werden immer gebraucht: Shampoo & Duschgel, alles für die Zahnpflege, Seife, Haarbürsten, Handcreme, Taschentücher, Feuchttücher, Toilettenpapier und Damenhygienartikel, wobei hier Binden bevorzugt werden.

Auch Lebensmittel sind natürlich gern gesehen. Alles, was abgegeben wird, muss selbstverständlich noch haltbar sein! Besonders praktisch sind Konservendosen, Müsliriegel, verpacktes Brot, Wiener im Glas, Dosenwurst, Joghurt, Süßigkeiten und Kekse, Getränke und Obst.

Besonders Nachts ist es extrem kalt, weswegen auch Kleidung sehr gerne gespendet werden darf. Beliebt sind vor allem (Woll-)Socken, neue Unterwäsche, Pullover, Hosen, Jacke, Schuhe, Schals, Mützen und Handschuhe.

Was sonst noch so gebraucht wird? Für die Vierbeiner muss auch gesorgt werden, spende also gerne auch Hundefutter. Dringend gebraucht werden außerdem Isomatten, Schlafsäcke und Woll- sowie Fleecedecken.

Worauf musst du achten?

Auch hier hat Hygiene oberste Priorität: halte Abstand zu den Menschen am Zaun, wasche deine Hände bevor du die Tüten packst und hänge die Tüten mit genügend Abstand an den Baum. Verwende am besten durchsichtige Tüten und beschrifte genau was in den Tüten zu finden ist. So verhindert man, dass unnötig in den Tüten gekramt wird und die Ansteckungsgefahr wird geringer. Packe Hygieneartikel, Kleidung und Lebensmittel jeweils in verschiedenen Tüten. Sehr beliebt sind auch Lebensmittelpakete: Keine 10 Bananen in eine Tüte, lieber ein Mischung aus Obst, Brot und einer Konserve.

Wo findest du Gabenzäune?

Eine Übersicht über alle Gabenzäune in München findest du auf gabenzaun-muenchen.de. Wenn du in der Stadt einen Gabenzaun entdeckst, der hier noch nicht vermerkt ist, dann kannst den Standort mitteilen und er wird nachgetragen.

Aktuell findest du Anlaufstellen unter anderem am S-Bahn Tunnel in Laim, in der Pilgersheimerstraße 13, an der Theresienwiese, am Zenettiplatz, am Spielplatz am Glockenbach, an der Wittelsbacherbrücke sowie am alten botanischen Garten.

Nicht vergessen: erzähl deinen Freunden und deiner Familie von der Initiative, denn wenn wir alle zusammenhalten können wir viel mehr Menschen helfen!

Wichtig: Halte bitte alle Hygienestandards ein! In anderen Städten wurden die Gabenzäune aufgrund des erhöhten Infektionsrisiko verboten. Lasst uns vorsichtig sein und so hygienisch wie nur möglich helfen, damit unsere Stadt weiterhin zusammenhalten kann. Wenn du infiziert bist oder Kontakt zu einer infizierten Person hattest, sieh bitte davon ab, Gaben an die Zäune zu bringen, so hilfst du mehr! Ganz nach dem Motto: #spreadlovenotcorona


Beitragsbild: © Unsplash/ Matheus Ferrero

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