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Kooperative Grossstadt: Jetzt kann’s losgehen

Vor über einem Jahr hat sich die junge Münchner Baugenossenschaft „Kooperative Grossstadt“ gegründet – mit dem Ziel, Alternativen zum von Rendite getriebenen Wohnungsbau zu bieten und selber neuen Wohnraum zu schaffen.

„San Riemo, wir kommen!“

Diesem Ziel ist die Genossenschaft jetzt einen entscheidenden Schritt näher gekommen: Wie sie heute mitteilt, hat ihr die Stadt den Zuschlag für ein Bauprojekt an der Ecke Heinrich-Böll-/Elisabeth-Mann-Borgese-Straße gegeben. Dort sollen ca. 40 Wohnungen entstehen, davon 70% nach dem München-Modell (Förderprogramm der Stadt München) und 30% als Konzeptioneller Mietwohnungsbau (quasi frei finanziert).

Mitglieder der Genossenschaft können sich ab sofort dafür bewerben. Weitere Interessenten erhalten ausserdem die Gelegenheit, sich an einer Infoveranstaltung am 23. Januar 2017 (19 Uhr) in der Lothringer13 zu informieren – zum geplanten Bau und auch zur Mitgliedschaft in der Genossenschaft selber.

Nicht alleine

Die „Kooperative Grossstadt“ hat sich gemeinsam mit den Genossenschaften Wogeno und Wagnis für die Bebauung beworben, die auf den angrenzenden Grundstücken der Willy-Brand-Allee bauen werden. Davon verspricht sich die Kooperative Vorteile, wie sie in ihrer Mitteilung schreibt: „Die Häuser teilen sich Gemeinschaftseinrichtungen und Infrastruktur. Durch die Größe des Konsortiums kann das Angebot in den Häusern breiter angelegt und nachhaltige Konzepte zur Energieversorgung und Mobilität (car-sharing, gemeinsam genutzte e-bikes, Lastenräder, etc.) angeboten werden.“

Wie geht es jetzt weiter?

Im März wird die Kooperative einen offenen Wettbewerb ausloben, der dann im Sommer von einer Jury beurteilt wird. Die Fertigstellung der Wohnungen ist dann für Ende 2020 geplant.

Beitragsbild: (c) Jörg Koopmann

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