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Kreativquartier der Zukunft

Was aus dem Münchner Kreativquartier werden kann, steht noch in den Sternen. In der Gegend um die Jutier- und die Tonnenhalle sollen unter anderem 900 neue Wohnungen für München entstehen. Die Lage ist gut, innenstadtnah und 20 Hektar groß. Jetzt lud das Kulturreferat Kreative und Bürger dazu ein, sich an der Umplanung der denkmalgeschützten Industriegebäude zu beteiligen. Die Einladung wurde jedoch mit einem gehörigen Schuss Skepsis quittiert.

Denn einerseits sind die Ansprüche hoch, die Kulturreferent Hans-Georg Küppers und sein Projektleiter Marc Gegenfurtner stellen. Sie erwarten ein umsetzbares Konzept für ein solches Quartier, das nicht nur möglichst alle künstlerischen Freiheiten zulässt, sondern zugleich technisch und betriebswirtschaftlich funktioniert.
Andererseits müssen solche Überlegungen auch mit dem städtebaulichen Wettbewerb kompatibel gemacht werden, der bereits läuft und im späten Frühjahr dieses Jahres eine Festlegung darüber ermöglichen soll, wo rund um diese beiden Hallen die geplanten 900 Wohnungen hinkommen sollen, ohne dass der beabsichtigte Kunstbetrieb die künftigen Anwohner stört.

Die Ausschreibung des Kreativquartier-Konzepts ist auf der Webseite des Kulturreferats nachlesbar. Einreichungen sind bis zum 15. Juni möglich. Die besten fünf Einreichungen werden prämiert. Daraus wollen das Kulturreferat und das Planungsreferat bis April 2013 ein tragfähiges Konzept ableiten. Bis dieses Kreativquartier steht, dürfte das Jahrzehnt jedoch zu Ende gehen.

Bild: Jutierhalle in München (Foto: Harald Link von flickr.com über cc-by-nc2.0)

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