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Kühlschrankschau: Für Nutella brauche ich kein Brot!

Alissa Muench

Ich bin meistens mit einem Buch in der Trambahn, zu Hause im Kuschelbett oder in der Weltgeschichte reisend anzutreffen.
Alissa Muench

Nicht erst für die aktuelle Printausgabe, sondern schon seit ziemlich langer Zeit schauen wir verdammt gerne in die Kühlschränke Münchens. Was esst ihr so den lieben langen Tag? Was kocht ihr, wenn der Kühlschrank gar nichts hergibt? Zaubert ihr mindestens ein Mal die Woche ein 3-Gänge-Menü oder bestellt ihr lieber Pizza, die ans Bett geliefert wird?

Riccardo Simonetti und Steve Seidler, zwei Münchner, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, haben für uns ihre Kühlschränke geöffnet – Geschichten zwischen Nutella und Lavendel-Quitten-Marmelade.


Nach Einkäufen eines Models sieht Riccardo Samonettis Kühlschrankinhalt nicht gerade aus – es fehlt das Gemüse, es fehlen die Low-Carb-Gerichte und der fettarme Joghurt. Aber der 22-jährige Riccardo ist eben eine Menge unterwegs – als Model, Moderator, Blogger (www.faboulusricci.com) und Schauspieler zieht er von Stadt zu Stadt, von Auftrag zu Auftrag. Das bringt natürlich einen abwechslungsreichen und ungeregelten Tagesablauf mit sich. Als sein Zuhause bezeichnet er trotz allem seine Wohnungen in Berlin-Prenzlauer Berg und in München-Schwabing. „Ich habe noch nie in meinem Leben gekocht – ich gehe eigentlich immer Essen“, erklärt er.
Dementsprechend sieht auch sein Kühlschrank aus: eine bräunliche Banane, ein Nutella­­­-Glas und ein Energydrink teilen sich den Platz. „Manchmal findet man noch ein paar Liter laktosefreie Milch – ich koche zwar nicht, aber wer mein Müsli noch nicht gegessen hat weiß nicht, wie Frühstück schmecken kann.“ In Berlin gibt es außerdem noch ein paar Flaschen gekühltes Wasser: „Dort schmeckt es aus der Leitung leider einfach lange nicht so gut wie hier in München.“

 

Und sonst? „Wenn ich mir außer Haus Essen kaufe, achte ich auf jeden Fall auf die Qualität. Früher habe ich mich noch viel mehr mit Essen beschäftigt und mich auch auf meinem Blog damit auseinander gesetzt – allerdings eher auf negative Art und Weise.“ Riccardo war zwar nie magersüchtig, sagt aber von sich selber, dass es bedenklich nahe in diese Richtung ging. „Heute esse ich viel eher, worauf ich Lust habe – nur eben nichts Selbstgekochtes, dazu fehlt mir ganz einfach die Zeit.“ Am liebsten sind ihm Süßigkeiten: „Für Nutella brauche ich kein Brot. Ich löffle es kalt aus dem Glas heraus, das ist besser als Eiscreme und zerschmilzt langsam auf der Zunge.“
Für die langen Fahrten hat er sogar ein Reise-Nutella-Glas.


 

Steve Seidler (31, Personal Trainer) teilt sich den Kühlschrank mit seinem Mitbewohner in einer gemütlichen Wohnung nähe Haar. Angefüllt ist er allerdings hauptsächlich mit Steves Köstlichkeiten, denn er stellt nicht nur Auberginenaufstrich, Lavendel-Quitten-Marmelade und Kräuterbutter selber her, sondern hat sich vor kurzem sogar an die Käseproduktion gewagt. Die Rezepte hierfür teilt er begeistert auf seiner Facebook-Seite „STEV-O sports science health“.

 

Am einfachsten lässt sich Steves Job als „Personal Trainer“ betiteln, aber eigentlich steckt noch viel mehr dahinter: Sein Arbeitsschwerpunkt ist Sportrehabilitation und Gewichtsmanagement und seit 2012 ist er fast den ganzen Tag draußen unterwegs. Denn anstatt Übungen im Fitnesszentrum abzurackern, geht Steve mit seinen Kunden an die frische Luft und sportelt unter freiem Himmel.

Aber am Kühlschrankinhalt sieht man: Er gibt nicht nur schlaue Tipps, sondern verkörpert einen gesunden Lebensstil. „Hauptsächlich dreht es sich bei meiner Ernährung um viel gesundes Essen; durch meinen Job habe ich einen sehr hohen Energiehaushalt. Aber es ist eben wichtig, was man ist.“ Trotz dieser Einstellung muss der Trainer auf nichts verzichten – seine selbstgemachten Leckereien lassen nichts zu wünschen übrig.

Die vielen kleinen Magnete an der Kühlschrankwand spiegeln Steves zweites Hobby wider: Er hat bereits ein Jahr auf dem Schiff ein Fitnessstudio geleitet, in Mailand, Kanada und Spanien gelebt und ist als Freiberufler auch jetzt noch eine Menge unterwegs.

Weitere kulinarisch-überraschende Einblicke, beispielsweise von Jacqueline Lang von „Essen&Liebe“, sowie interessante Geschichten dazu gibt es im Printmagazin!


Fotocredits: Riccardo, fotografiert von D. Ispaylar, Steve, fotografiert von S. Pfeiffer

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