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Morgenstund hat Gold im Mund: Zeichne Vogelstimmen auf und hilf der Wissenschaft!

Morgenstund hat Gold im Mund, heißt es im Volksmund. Für das Projekt “Dawn Chorus” heißt das: Vogelgezwitscher aufnehmen und hochladen. Ziel des Projekts ist es, ein Bewusstsein für die Natur und die Melodien vor der eigenen Haustür zu schaffen. Dabei werden Daten für ein akustisches Monitoring der Vogelartenvielfalt gesammelt. Gleichzeichtig soll ein Bewusstsein für unsere bedrohte Biodiversität geschaffen und geschärft werden.

Ursprünglich wurde der Dawn Chorus im ersten Lockdown-Frühling 2020 von BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern zusammen mit der Stiftung Kunst und Natur initiiert. Unterstützt wird das Projekt seit kurzem auch vom bayerischen Naturschutzverband LBV – denn der wissenschaftliche Hintergrund und Mitmachgedanke des Projekts entspricht genau den Prinzipien des LBV.

Verbildlichter Vogelgesang

Durch die neue Zusammenarbeit wollen LBV und BIOTOPIA das Interesse an der biologischen Vielfalt stärker fördern: “Vögel gelten als wichtige Indikatoren für Veränderungen in verschiedenen Lebensräumen. Mit Dawn Chorus kann jede*r dazu beitragen, gefährdete Ökosysteme zu schützen und ein Verständnis für die lokale Artenvielfalt entwickeln. Der LBV ist dabei ein wertvoller Partner. Gemeinsam wollen wir das Projekt ausbauen und zahlreiche vogelinteressierte Bürgerwissenschaftlerinnen insbesondere in Bayern für die Teilnahme gewinnen”, freut sich Prof. Dr. Michael John Gorman, Gründungsdirektor BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern.

Forschen und Frühaufstehen für den Dawn Chorus

Aber auch der kreative aspekt fällt nicht unter den Tisch. Während das Projekt Dawn Chorus weltweit dazu einlädt, dem morgendlichen Vogelkonzert bewusst zu lauschen und mit dem Smarphone aufzunehmen, zeichnet das von den Künstlern entworfene Medienkunst-Feature “Sonic Feather” passend dazu bunte Muster. Das wissenschaftliche Ziel ist es, anhand von Tonaufnahmen und der Hilfe von sogenannten Bürgerwissenschaftler*innen (also Bürger*innen, die ebenfalls Daten erheben), die Vogelvielfalt über Jahre hinweg zu dokumentieren. Die Daten dieses akustischen Langzeitsbiomonitorings helfen dabei, Veränderungen der Artenvielfalt aufzuzeigen. Die weltweit erhobenen Daten werden in eine wissenschaftliche Datenbank hochgeladen und die Beiträge auf der “Soundmap” öffentlich sichtbar und hörbar gemacht.

Mitmachen!

Wer jetzt Lust auf Forschen und Frühaufstehen bekommen hat, der kann sich entweder via Website oder App (Apple Store, Google Play) am Biodiversitätsprojekt beteiligen. Der wissenschaftliche Hauptsammelzeitraum geht noch bis zum 31. Mai – Aufnahmen sind aber auch anschließend rund ums Jahr willkommen. Alle Infos zur Teilnahme, weiteren Events und Aktionen im Zusammenhang mit Dawn Chorus sind dort zu finden.


Beitragsgraphik: Sonic Feather (c) DAWN CHORUS / Mika Johnson & Marcel Karnapke

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