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MJUnich: Aktuelle analoge Fotografie aus München

Der Münchner Fotograf Steffen Möller – regelmäßige Mucbook-Leser*innen werden ihn und seine Arbeit kennen und schätzen – ist am liebsten mit einer analogen Kamera unterwegs, und zwar mit einer ganz speziellen: Der Olympus Mju.

Wie daraus die Idee entstand, ein Zine (Magazin oder Heftchen aus DIY-Produktion) zusammenzustellen und was darin zu sehen ist, erzählt er uns hier im Interview. Und wenn du lokale Künstler*innen unterstützen und eins der limitierten Zines haben willst, erfährst du ganz unten wie du es kriegst.

Foto: @m.o.e.l.l.a

Jetzt aber zu Steffen:

Wie kamst du auf die Idee, dieses Foto-Zine zusammenzustellen?

Darauf kann ich leider nur eine ziemlich langweilige Antwort geben: Die Idee zu dem Foto-Zine kam spontan! Eine Mischung aus der obligatorischen kreativen Covid-Phase und einem Projekt, welches ich schon länger diffus im Hinterkopf hatte. 

Ich habe immer eine Kamera in der Tasche. Somit hat sich im Laufe der Zeit eine Menge Bildmaterial angehäuft, das eigentlich im Archiv verblasst. Bildern tut es prinzipiell gut, gedruckt zu werden. Und wenn es sich bei der Kamera und eine Olympus Mju handelt, ist das Wortspiel zu München auch nicht mehr weit entfernt – MJUnich!

Alleine schon wegen dem Zine-Namen musste es gedruckt und unter die Leute gebracht werden!

Und da einige in meinem Umfeld ebenfalls mit einem Modell der Mju Reihe schießen, habe ich die direkt mit eingebunden. Andere Teilnehmer stießen über 3 Ecken dazu, worüber ich mich riesig gefreut habe! Ebenso über das zugesandte Bildmaterial!

Zudem ist meine Freundin im Bereich der Grafikgestaltung und Illustrationen tätig. Die Schriftzüge und die Illustrationen runden das Zine dann noch ab.

Foto: @clarantine

Mit dabei sind:

Fotografie:

Steffen Möller

Marian Beck

Clara Bläser

Sebastian Hermann

Fluky Shooter

Michael Josef

Illustration / Typo:

Svenja Nevermann

Foto: @isarisariver

Was hat dich am meisten überrascht bei den Fotografien, die so zusammenkamen? 

Ich finde die Mischung der Bilder spannend: Jeder schießt aus einer anderen Motivation heraus, unter den verschiedensten Randbedingungen.

Das dadurch entstehende Sammelsurium an verschiedenen Bildsprachen ergeben ein ziemlich buntes und abwechslungsreiches Fotobuch.

Da das Zine sehr lokal gehalten ist, kennt man meist auch die fotografierten Ecken, mit denen man vielleicht auch die eine oder andere Geschichte verbinden kann.

Somit erhalten die Betrachter einen kurzen Einblick ins Leben der jeweiligen Teilnehmer. 

Alle Teilnehmer waren sofort mit Begeisterung dabei und stellten ihre Fotografien zur Verfügung – für weitere Ausgaben ist entsprechend noch genug Bildmaterial vorhanden! 

Foto: @fluky.shooter

Was macht diese Kamera aus, die für die Bilder verwendet wurde?

Die Olympus Mju (Anm.: Kein Sponsoring – aber hey Olympus, schickt mir gerne eure Mjus) ist klein genug, um in jede Tasche zu passen ohne dabei auf Bildqualität verzichten zu müssen. Auch bei schlechtem Licht gelingt es der Kamera noch oft, ordentliche Bilder abzuliefern.

Ich habe meine Mju vor einigen Jahren noch für kleines Geld in Berlin gekauft. Einige der sogenannten analogen Point-n-Shoot-Kameras wurden in letzter Zeit ziemlich gehyped und schießen mittlerweile preislich ins Absurde! Da gibt es preis-leistungstechnisch derzeit sicherlich bessere Alternativen.

Foto: @m.o.e.l.l.a

Warum ist analoge Fotografie besser als digitale?

Zynische Frage – aber berechtigt! 

Ich mag das gesamte Handwerk. Angefangen von der Filmauswahl, die entscheidend ist für Lichtempfindlichkeit, Farbgebung und Kontrast, über die Entwicklung, bis hin zum Scannen: Jeder dieser Schritte hat Einfluss auf das Bild. 

Das würde mir bei einem Bild auf einer SD-Karte fehlen. Nichts geht über ‘n Helles beim Scannen der Bilder am Abend!

Ebenso sind viele meiner Bilder unperfekt. Rauschen, Lichteinfälle, Staub, Kratzer, Unschärfe – all diese Aspekte reizen mich bei analogen Fotografien mehr als digitale Hochglanzbilder.

Darüber hinaus geht man selektiver vor und verschießt nicht Unmengen an Bildern mit demselben Motiv, die man hinterher wieder zeitintensiv sichten muss.

Dennoch lassen sich in meiner Schublade auch noch digitale Kameras finden, die ich auch trotz allem gerne hernehme.

Danke, Steffen!

Foto: @m.o.e.l.l.a

Und wie kriege ich das Zine?

Ganz einfach: du kannst zunächst an unserer Verlosung teilnehmen, Steffen hat uns nämlich zwei Exemplare zur Verfügung gestellt, die wir unter den Leser*innen verschenken dürfen. Schreib uns dazu einfach unten einen Kommentar hin, mit etwas Glück gewinnst du das Zine. Ausgelost wird am 3.8. und die Gewinner*innen per Mail benachrichtigt.

Und wenn du es sofort haben willst: Schreib Steffen auf Insta direkt an, er hilft dir gerne weiter 🙂

8 Comments
  • Jakob
    Posted at 16:29h, 26 Juli

    Na dann kommentiere ich mal, laut Anleitung
    Ich hätte wirklich Interesse daran!

  • Natalie
    Posted at 07:45h, 29 Juli

    Hach, wie schön!
    Und das Zine würde mir endlich wieder ein Stück München ins Rheinland bringen. Also immer her damit.

  • Marketa
    Posted at 09:19h, 29 Juli

    Analog 4 ever! Hätte super gerne dieses Buch für Inspiration 🙂

  • Alide Amick
    Posted at 19:07h, 31 Juli

    Analog ist einfach bedachter und kann trotzdem den Schnappschuss-Charakter haben. Da steh ich ja voll drauf!

  • Manuela
    Posted at 08:08h, 01 August

    Analog fotografiere ich auch, da würde sich dieser schöne Bildband gut bei mir machen.

  • Simone
    Posted at 21:18h, 01 August

    Hätte auch gerne ein Zine, danke für die Verlosung!

  • Stefan Haug
    Posted at 19:39h, 02 August

    A na logisch fotgrafier isch -> schon mein Leben lang so:-)

  • Monika Neumeier
    Posted at 15:57h, 03 August

    Wow,tolle Fotos von einen klasse Fotografen

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