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Mucbook präsentiert: Shobaleader One – Mummenschanz im LED-Gewitter

Tobias Wullert

Mit Grunge und Indie und einem Berg Mixtapes aufgewachsen, verschlug es mich Ende der Neunziger nach München. Ich kam über die Musikredaktion von M 94,5 zum Journalismus.Nächte im Atomic Café wie auch in der Registratur und in der Roten Sonne prägten meinen Musikgeschmack, den ich seit über zehn als DJ und freier Journalist auslebe.
Tobias Wullert

Wer unter die Kapuze des Bassisten von Shobaleader One guckt, kann einen alten Bekannten entdecken: Denn niemand anderer als Tom Jenkinson verbirgt sich hinter einer der LED-Masken, mit der sich die Band um den Engländer unkenntlich macht.

Besser bekannt dürfte Jenkinson unter seinem Künstlernamen sein, mit dem der Warp-Künstler seit Mitte der Neunziger Jahre die elektronische Musikszene aufwühlt. Als Squarepusher brach Jenkinson mit seiner revolutionären Mischung aus Drum’n‘ Bass, Jazz, Funk und Electro mit althergebrachten Hörgewohnheiten.

Für sein Album „Shobaleader One: d’Demonstrator“ trommelte Squarepusher erstmals Strobe Nazard, Arg Nution und Company Laser zusammen – und scheinbar hat er seitdem daran Gefallen gefunden, nicht mehr allein auf der Bühne zu stehen. Für ihr aktuelles Album „Elektrac“ bekamen Klassiker des Briten wie „Coopers World“ vom 1997er „Hard Normal Daddy“ oder „Iambic 5 Poetry“ von seinem 1999er Album „Budakhan Mindphone“, ein ganz neues Gewand verpasst.

Nach dem er sich – von einem Auftritt auf dem Melt-Festival 2012 und einem im Berghain 2015 abgesehen – extrem rar gemacht hat, ist es umso erstaunlicher, dass er jetzt für eine komplette Tour durch Deutschland reist.


In aller Kürze:
Was? Shobaleader One

Wo? Strom
Wann? Montag, 27.3.2017, Beginn: 21.30 Uhr

Wieviel? 25,40 Euro, Tickets hier.


Beitragsbild: via Facebook / Squarepusher

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