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Das sind Münchens schönste U-Bahnhöfe

Sarah Kampitsch

Alles was ich kann, ist ich selbst zu sein - wer auch immer das ist.
Kreativer Vogel mit Hang zum Melancholischen, starkem Drang zum Ändern funktionierender Metaphern (und der schlechten Welt da draußen) und zum Einbauen gestohlener Zitate.
Sarah Kampitsch

In München auf die Öffis angewiesen zu sein ist Segen und Fluch zugleich: Zwar kommt man per Auto sowieso nirgendwohin. Beziehungsweise kann, wenn man es irgendwohin schafft, dann nirgendwo parken. Die Bequemlichkeitslösung für den kleinen, autolosen Geldbeutel macht einem das Leben trotz Versprechen auf Freude am Mitfahren aber auch nicht immer leichter. Unsere Münchner Ubahn-Tage sind geprägt von Zugausfällen, Gleiswanderern, technischen Störungen und Betriebsunregelmäßigkeiten. Das Resultat: Fast täglich erfährt man am eigenen Leib den Ungunst der Bevölkerung gegenüber den Öffentlichen, wenn Türen nicht schließen und Bahnen nicht loswollen.

Fast nostalgisch ist es, 

wenn die Fahrer grantelnd durch die Lautsprechanlage bemerken, dass ihr Zug über 16 Türen verfüge anstatt nur, wie von den meisten Passagieren wohl so empfunden, einer. Oder wenn wieder einmal jemandes Tasche oder Jacke oder Fuß beim hastigen zu späten Einspringen zwischen den sich schließenden Türen stecken bleibt, und die Fahrer ihren im Zynismus versteckten Hass auf die dumme Menschheit bekannt geben.

Fast melancholisch wird man,

wenn man morgens wieder einmal eine U-Bahn verpasst, die entgegen jeglicher Voraussagen doch pünktlich oder überpünktlich kam. Oder wieder einmal eine U-Bahn doch nicht kommt, obwohl sie auf der Anzeigentafel bereits seit 10 Minuten angekündigt war: “U-Bahn fährt ein”.

Um dir die nächste Fahrt ein bisschen zu versüßen und die Wartezeit zu verkürzen auf einen Zug, der nicht mit Brezen essenden und Bier trinkenden Wichtlern und überdimensional großen Kinderwagen in die Wagenmitte platzierenden Müttern vollgestopft ist, haben wir ein bisschen recherchiert und die schönsten U-Bahnhöfe Münchens besucht. 

Warum? Damit du unser verkorkstes Verkehrssystem ein bisschen (mehr) lieben lernst. Und vielleicht auch mal eine U-Bahn-Anguck-Nacht einlegst, oder zwei, so wie wir. Denn: Auch nachts und unterirdisch und bei Regen (wie praktisch) ist München bezaubernd und einen Besuch wert.

Hier kommen also unsere Top 10 der schönsten U-Bahnhöfe Münchens. Die Auflistung erfolgte rein auf eigenen Favorisierungen und ist keinesfalls in irgendeiner Weise statistisch erprobt. Dennoch sind wir uns sicher, das Wichtigste eingefangen zu haben.

Aber überzeug dich selbst:

  1. Großhadern, U6

 

2. Westfriedhof, U1/U7

 

3. Hasenbergl, U2

 

4. Georg-Brauchle-Ring, U1

 

5. Candidplatz, U1

 

6. Theresienwiese, U4/U5

 

7. Josephsburg, U2

 

8. Klinikum Großhadern, U6

 

9. Moosach, U3

 

10. Olympia-Einkaufszentrum, U3/U1

Du hast noch nicht genug von den schönen Ubahn-Halten? Dann schau dir doch mal unsere Kolumne „Meine Halte“ an, da gibt’s noch viele mehr (schöne und auch weniger schöne).


Fotos: © Sarah Kampitsch

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