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Münchner Gesichter: Danny Beuerbach ist der Festival-Friseur

Also eigentlich ist Danny ja Friseur. Allerdings auch ein Kreativkopf, vielleicht ein Querdenker, ein Visionär auf jeden Fall. Er schneidet bereits seit Jahren Obdachlosen kostenfrei die Haare, auf Partys oder Festivals zückt er auch gern die Schere und verpasst einem quasi auf der Tanzfläche einen neuen Schnitt. Bei seiner neusten Aktion bekommen Mama oder Papa Rabatt auf den Haarschnitt der Kleinen, wenn ihm die Kinder aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen.

Waschen, schneiden, lesen!

Außerdem organisiert Danny hin und wieder das THEATARTAR. Zuletzt gab es im Februar Theater in der Corneliusstraße 1 im Amen Laden – und ja, richtig, Tartar in verschiedenen Variationen. Zeit wird’s, Danny mal die wichtigen Fragen in München zu stellen:

1. Weißwurst oder Leberkas?

Bitte beides! Leberkas für Heißhunger und zwischendurch und die Weißwurst für sonntags.

2. Woran arbeitest du gerade?

Momentan arbeite ich an einem Projekt namens BOOK A LOOK and read my book. Das Ganze ist eine Art Leseförderungsprogramm für Kinder. Ich selbst bin Friseur (mit einer gefühlten 9 Tage-Woche) und gebe seit März 50 Prozent Rabatt an Kinder, wenn sie mir aus einem Buch vorlesen. Immer solange wie der Haarschnitt dauert. Die Idee kam mir, da ich selbst nicht mehr zum Lesen komme…

Parallel ziehe ich von Tür zu Tür/von Salon zu Salon und versuche, auch andere Friseure für diese Idee zu begeistern. Mein Ziel ist es, so viele Berufskollegen wie nur möglich als Mitstreiter zu gewinnen um damit Kids auf einfache und spielerische Weise zurück zum Lesen zu bringen. Hierzu gehts ab April auf Promotion-Tour. Zu sehen, wie ich bundesweit in Büchereien das Projekt vorstelle und in einem extra dafür aufgebauten Popup-Salon kostenlos Haare schneide – der Deal: waschen, schneiden, lesen…

3. Worüber fluchst du am häufigsten in München?

Ach, ich mag jetzt gar nicht fluchen, wünsche mir aber ein besseres und funktionierendes U- und Straßenbahnnetz für die Stadt, eine richtige Späti-/ Kioskkultur und ganz wichtig: mehr Toleranz den Obdachlosen gegenüber.

4. Dein bayerisches Lieblingssprichwort?

Scheiss da nix, dann feid da nix!

5. Das macht dich zum Münchner?

…eigentlich nur der Stempel in meinem Pass.
Ich liebe München. Lebe und arbeite hier im 5. Jahr und hab auch vor, länger zu bleiben. Gebürtig bin ich aus Hessen. Ob mich das jetzt zum Münchner macht? I don’t know…

6. Geht immer:
Die Isar und ein Helles!

7. Dein Lieblings- Insta- oder Twitteraccount

Ich hoffe ihr akzeptiert mein Egoismus: https://m.facebook.com/bookalook089/ 😀

8. Wo in München war deine wildeste Partynacht?

Bei dieser Frage vermisse ich das KONG.


Fotos: © Danny Beuerbach

Ronja Lotz

Aus der Mucbook Chefetage gibt es Kunst und Kultur, aber verständlich!
Ronja Lotz
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