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„Music is…“ – Ein neues Musikfestival für München am 8. Dezember

Music is the ____ of the future.

Mit welchem Wort würdest du die Lücke füllen?

Diese Frage haben sich auch die drei Köpfe hinter dem neuen Münchner Musikfestival „Music is…“ gestellt. Mirca Lotz, Julia Bomsdorf und Michael Salmon teilen die Überzeugung, dass Musik eine entscheidende Rolle im politischen und gesellschaftlichen Diskurs spielt, da sie eine besondere Eigenschaft hat: über Musik lassen sich kulturelle Werte vermitteln – und das sogar über Sprachbarrieren hinweg.

Diese verbindende Eigenschaft möchte das Festival nutzen, um Menschen in Kontakt zueinander zu bringen und zu einem gegenseitigen Austausch anzuregen. Denn nur gemeinsam, im Dialog miteinander, können Umdenken und Veränderung in der Gesellschaft stattfinden.

Ein Lineup so bunt wie München

Dass Musik als Vermittlerin zwischen Kulturen und Gesellschaften funktioniert, spiegelt sich auch in dem kunterbunten Programm des Festivals wider.

Fuck Art, Let's dance Foto: Miguel Murrieta Vasquez

Mit dabei sind unter anderem Nico und Romeo, die zusammen die Indie-Kombo „Fuck Art Let’s Dance“ bilden und eigentlich für ihre energiegeladenen Auftritte bekannt sind. Diesmal zeigen sie sich von ihrer ruhigeren Seite und treten als akustisches Folk/Rock-Duo auf.

Schwangerschaften im Teenageralter, Gewalt gegen Frauen, die hohe HIV-Rate in Zimbabwes Townships – diese heftigen Themen behandelt die Rap-Queen AWA (African Women Arise) in ihren Liedern in mitreißender Geschwindigkeit und mit unbändiger Kraft.

Ihre starken Texte werden begleitet von packendem Hip Hop und afrikanischen Beats.

Auf dem Dancefloor heizt schließlich das feministische DJ-Kollektiv WUT kräftig ein.

Mach mit!

Das Festival will aber nicht nur mit Konzerten und internationaler Musik begeistern, sondern vor allem zum Austausch und Mitdenken anregen.  Um die Menschen dazu zu motivieren, selbst Veränderungen anzustoßen, haben Kunst- und Kulturschaffende, MusikerInnen und ExpertInnen aus der Musikwirtschaft ein Workshop-Programm zum Mitmachen zusammengestellt.

Ab ins Schall-Labor

So können zum Beispiel die BesucherInnen ihre eigene Kreativität ausleben und im „sonic lab“-Schall-Labor mit Klangspielzeugen wie Musik-Nähmaschinen experimentieren.

Die Migrationsbewegung der jüdischen Diaspora wird in der Klanginstallation „A Sound cartography of Jewish Diaspora“ nachvollziehbar, in der Interviews aus der ganzen Welt gefeatured werden.

Wie reagiert man auf Events auf sexuelle Belästigung? Das fragen sich die Berliner Sängerin Malonda und der DJ Red Robin und entwickeln in einem Thinktank durch Reflexion und Diskussion Methoden, um daraus einen Leitfaden zum Umgang mit sexueller Belästigung zu entwickeln.

Zum Schluss: Das Kollektiv der Kollektive

Die Ideen und Visionen der TeilnehmerInnen sind auch beim Gründungsworkshop „Kollektiv der Kollektive“ gefragt, der den Höhepunkt des Veranstaltungstages markiert.

Wie können neue Räume erschlossen und die Zivilgesellschaft gestärkt werden? Um gemeinsam über diese Fragen zu reflektieren und Konzepte zu entwickeln, laden die (Münchner und Berliner) Non-Profit-Gruppierungen WUT, Polizeiklasse, D.Collective und Music BY Women alle BesucherInnen dazu ein, ihre Gedanken und Ansichten zu teilen. Anschließend findet eine Podiumsdiskussion statt, an der auch VertreterInnen von Politik und Stadt teilnehmen.

In diesen bunten Tag voll Musik, Kultur, Aktion und Diskussion wir gemeinsam mit einem kostenlosen Frühstück aus geretteten Lebensmitteln gestartet.

Also: Komm vorbei, tanze, rede und diskutiere mit!


In aller Kürze:

Was?  Festival „Music is…“

Wann? 8. Dezember, 10.30 Uhr bis 4.00 Uhr

Wo? MUCCA, Schwere-Reiter-Str. 2

Wieviel? Konzerte ab 12 Euro, ab oo.15 freier Eintritt, Teilnahme an den Workshops auf Spendenbasis

Mehr Infos gibt’s hier!


Foto: © Miguel Murrieta Vasquez

Beitragsbild:© AWA

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