Kultur, Live

Oane vo de Oidn, oana vo de Echtn.

Peter Teschke
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Wenn der Ringsgwandl kommt, ist der Saal voll. Das war auch kürzlich im Lustspielhaus nicht anders. Gleich bei Saalöffnung fanden sich die Fans zahlreich ein und eine Stunde vor Konzertbeginn war das Haus dann schon rappelvoll. Schlagzeug, Bass und E-Gitarre standen bereit und dann kam der Meister persönlich. Mit Hut, geblühmten Hemd, Gitarre und Hofknicks.

Georg Ringsgwandl (c)Gardill-Vaassen

Georg Ringsgwandl (c)Gardill-Vaassen

Ein eher ruhiger, stillerer Abend sollte es werden, angekündigt waren ja die Erinnerungen aus seiner Berchtesgadener Heimat Stauffenbrücke (Staffabruck). Vor zehn Jahren stand er schon mit diesem Programm zusammen mit Nick Woodland auf der Bühne. Damals überzeugte die ungewohnt sparsame Instrumentierung der Stücke und die fein beobachteten Geschichten. So ganz in diesem engen thematischen und musikalischen Rahmen blieb es im Lustspielhaus diesmal aber nicht. Sein Staffabruck-Universum hat er flugs um verschiedene andere Lieder erweitert und mit viel Spielfreude und Tempo, unterstützt von seiner exzellenten Combo vorgebracht. Das Publikum dankte es mit reichlich Applaus und spätestens als er seinen Hut gegen eine Wollmütze eingetauscht, die Sonnenbrille aufgesetzt hatte und dann mit Zitherbegleitung „seine“ Stubenmusi brachte, tobte der Saal. So ganz kann er den Clown wohl doch nicht lassen – aber wer ko, der ko!

Georg Ringsgwandl   (c)Gardill-Vaassen

Georg Ringsgwandl (c)Gardill-Vaassen

Nach zwei Stunden Programm, drei Zugaben und zahlreichen Hofknicksen entliess er sein Publikum in den Abend und mischte sich selbst unter die schwitzende Menge im Lustspielhaus. Ein Orginal, ein Künstler, „eben Oana von den Echt´n“.

Ringsgwandl_PGV-0072

P.S. Schorsch, Staffabruck war klasse, aber jetzt wird´s Zeit für  neues!

Peter Gardill-Vaassen

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