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Pop-Up-Galerie trifft Salon-Feeling: SCHWARZWEISS

Kevin Brandt

Kevin Brandt

Münchner Kindl ohne ausgeprägte Ortskenntnis. Politisches Wesen. Sprache ist Macht. Printanhänger. Schon immer schreibend. Schon immer suchend.
Kevin Brandt

Die short time GALERIE hat das Pop-Up-Prinzip verinnerlicht und zum Konzept gemacht: kreative Zwischennutzung. Dabei bemüht sie sich, den Geist der Salons wiederzubeleben, Begegnungsräume zwischen Künstler*innen und Besucher*innen zu schaffen. So zieht die Galerie durch die Stadt und atmet die Luft in Locations, die vor einem Neuanfang stehen. Von 28. November bis 19. Dezember geht es an den St. Anna Platz, um bis zum 02. Dezember zeitgenössische Kunst verschiedener Künstler*innen unter dem Motto „SCHWARZWEISS“ auszustellen. Morgen, den 27.11., wird um 18 Uhr Eröffnung gefeiert. Ab dem 03. Dezember geht es dann weiter mit der Ausstellung „KUNSTPOOL 2.0“.

 

Jeder Laie weiß: „Schwarz und Weiss sind keine Farben“. Die short time Gallerie will diesmal zeigen, wie kontrastreich farblos sein kann. Unterschiedliche Künstler*innen wurden eingeladen ihre Arbeiten in diesem Kontext zu zeigen. Aber die Pläne reichen über die einer klassischen Ausstellung hinaus: „Wir möchten Künstler*innen, Kunstinteressierten aber auch allen, die vielleicht sonst gar nicht mit Kunst in Berührung kommen, eine Plattform bieten, die zum Austausch einlädt.“ Parallel zu den Ausstellungen gibt es daher ein lebendiges Programm mit Performances, Präsentationen, Lesungen, aber auch mal Künstlerkoch- und Barabenden, denn es gibt viele Möglichkeiten Kunst zu erleben.

Mit:

Martin Sander beobachtet aufmerksam den Alltag der Menschen, beschreibt ihr urbanes Umfeld in ausschnitthaften, wie aus Filmen herausgeschnittenen Szenen.


Konsens der Arbeiten von Pia Winkenstern, die Malerei, Installation und Objekte umfasst, ist die Verfänglichkeit von Vorurteilen, die sich hinter einer trügerischen Vordergründigkeit verbirgt.


Tanja Hirschfeld taucht während des Arbeitsprozesses in eine parallele Welt ab, aus der sie die Protagonisten ihrer Werke mitzubringen scheint.


Steffen Kerns Arbeiten (Kohlestift auf Papier) sind Projektionsflächen. Sie wirken wie Fotografien, sind jedoch konstruiert – sie entstehen ohne Vorlagen, weder nach Fotografien noch nach realen Gegenständen.


Carola Vogt & Peter Boerboom haben sich der fotografischen Langzeitstudie von Landschaften und ihrer Durchdringung und Nutzbarmachung durch Menschen verschrieben. In der Serie Abenteuerland visualisieren sie die Neuinszenierung des Waldes als Erlebnisraum.


Die Malerei von Michaela Wühr fängt individuelle Augenblicke und vertraute Objekte ein, die in der Wahrnehmung oft zu flüchtig sind, um ihrer vollen Bedeutung und Schönheit gerecht zu werden.


Das Werk der koreanische Künstlerin Yeonsoo Kim dokumentiert ihre Beobachtungen und Erforschungen einer neuen Umgebung.


Julia Pfaller arbeitet in unterschiedlichen Techniken und Stilen: von der Zeichnung bis zur Papiercollage, mit Mischtechniken aus Analogem und Digitalem.


Es ist keine heile Welt, die Nana Dix beschäftigt. Abgründe, Brüche, Vergänglichkeit spiegeln sich in ihren Arbeiten.


Gülbin Ünlü & Benedikt Gahl werden installativ in den Ausstellungsraum eingreifen, mit dem Raum arbeiten, ihn transformieren.


Diogo da Cruz hat in den Ausstellungsräumen nach den Parametern gesucht, die seine künstlerische Arbeit prägen, die ihn beschäftigen. Mit denen möchte er arbeiten.


Infos in aller Kürze:
Was? Ausstellung SCHWARZWEISS
Wann? 28.11. bis 02.12., Di-Mi 11-18 Uhr, Do 12-20 Uhr, Fr-Sa 11-18 Uhr und nach Vereinbarung: shorttimegalerie@gmail.com
Wo? short time GALERIE, St.-Anna-Straße 18

Fotocredit: Barbara Donaubauer

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