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STADTfragen – Auftakt am 13. Dezember

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Am Dienstag, den 13. Dezember beginnt die Veranstaltungsreihe STADTfragen des Münchner Forums im ImportExport mit einem Abend über Freiräume in der Stadt und der Frage „Wie viel Spontanität verträgt der öffentliche Raum?“.

Im Sommer diesen Jahres hat das Münchner Forum das Programm „STADTfragen“ ausgeschrieben. Gesucht wurden eigenständige, originelle, dringliche Recherchen, Analysen, Konzepte, Entwürfe und Projekte von Studenten und Absolventen Münchner Hochschulen und Universitäten, die sich eigenständig mit Fragen von Stadt im weitesten Sinn – mit und ohne Bezug zu München – beschäftigen.

Aus einer Vielzahl interessanter Bewerbungen wurden neun Referenten ausgewählt, ihre Arbeiten an drei Abenden im Winter 2011/ 2012 öffentlich zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren:

JUNG ALT ANDERS
…und wie viel Spontanität verträgt der öffentliche Raum?
13. Dezember 2011 // 19.00 Uhr // Import Export, Goethestraße 30

Freiraum, Nische, Möglichkeitsraum – gerade in einer stetig wachsenden und immer dichter werdenden Stadt wie München prägen Schlagworte wie diese die aktuellen Debatten um Stadtentwicklungs-, aber auch  Kulturpolitik. Freiräume scheinen die letzten Refugien mündiger Stadtbürger zu sein. Was jedoch sind Freiräume? Durch welche Eigenschaften zeichnen sie sich aus? Und wer sind die Nutzer sogenannter Freiräume? Sprengt Freiraum öffentlichen Raum oder ist Freiraum im Städtebau planbar? Ist Offenheit tatsächlich ein Garant für Freiheit? Und wie viel Spontanität verträgt der öffentliche Raum?

Themen: Moritz Monninger analysiert das Sozialleben türkischer Senioren in München, Alexander Gropp betrachtet Skaten als urbane Praxis und Ben Kerste schreibt eine Ethnografie der Schachspielerszene an der Münchner Freiheit.

DREI VIERTEL STADT
…doch welche Stadt wollen wir haben?

1. Februar 2012 // 19.00 Uhr // Import Export

München, einst nur ein „Millionendorf“, ist heute einer der herausragenden Magnete Deutschlands: Unternehmen, Menschen, Investitionen, sie alle zieht es in und um die Weltstadt mit Herz. Doch wie viel Weltstadtcharakter bietet München? Berichtet wird von schicken Vierteln, ihren Menschen, ihren Vorlieben. Ganze Quartiere sind gesättigt mit Images. Verändern diese Bilder selbst die Stadt? Wir müssen genauer wahrnehmen: spazieren, entziffern, kontrastieren. Welche Vorstellung und Gestalt von Urbanität gibt es in München und welche wünschen wir uns? Wir sind es gewohnt, die Weiterentwicklung der Stadt entlang konkreter Projekte zu diskutieren. Doch welche Stadt wollen wir haben?

Themen:
Annalina Häußermann, Anna Mießl und Stefanie Hammann berichten über Raumwahrnehmung und Raumaneignung, über Selbstbild und Fremdbild in Münchner
Quartieren: das Zentrum urbanen Lebens im südlichen Bahnhofsviertel, die Stadt im Rausch im Gärtnerplatz- und Glockenbachviertel und die Kleinstadt in der Großstadt.


DRINNEN ODER DRAUSSEN
…und wie viel Rand braucht die Stadt?

29. Februar 2012 // 19.00 Uhr // Import Export

Nicht mehr Stadt, noch nicht Land: die Peripherie ist weder drinnen noch draußen, ein Zwischenraum für Geplantes, Gewachsenes, Provisorisches, Unfertiges. Ihre Leere war immer auch das Versprechen einer zukünftigen, besseren, humaneren Stadt am Rande der alten. Doch die offenen Möglichkeiten nehmen ab. Mit den Projekten in Riem und Freiham verschwinden nicht nur die letzten großen Freilandreserven Münchens, sondern auch die letzten Projektionsflächen für städtebauliche Großträume. Am Ende der Utopien tauchen Fragen auf: Ist das einmal Gebaute noch veränderbar? Was meint „Urbanität“ und „Nachverdichtung“ am Stadtrand? Hat das Leitbild der „Europäischen Stadt“ dort überhaupt eine Berechtigung? Welche anderen, spezifischen Qualitäten hat die Peripherie? Welche realen Bedürfnisse haben ihre Bewohner? Und wie viel Rand braucht die Stadt?

Themen: Christoph Rickert und Michael Asböck reparieren in Neuperlach gescheiterte Visionen der 1960er-Jahre; Lena Skublics untersucht Heimaten in der Messestadt Riem; und die Videoportraits von Tassilo Letzel und Daniel Samer führen an Orte, an denen nicht nur die Stadt zuende geht.

Weitere Information findet Ihr unter www.stadtfragen.org oder auf Facebook. Den Programmflyer könnt Ihr hier herunterladen.

(Foto: Ben Kerste)

am Dienstag, den 13. Dezember beginnt die Veranstaltungsreihe „STADTfragen“ im Import Export mit einem Abend über Freiräume in der Stadt und der Frage „Wie viel Spontanität verträgt der öffentliche Raum?“.

Im Sommer diesen Jahres hat das Münchner Forum das Programm „STADTfragen“ ausgeschrieben. Gesucht wurden eigenständige, originelle, dringliche Recherchen, Analysen, Konzepte, Entwürfe und Projekte von Studenten und Absolventen Münchner Hochschulen und Universitäten, die sich eigenständig mit Fragen von Stadt im weitesten Sinn – mit und ohne Bezug zu München – beschäftigen.

Aus einer Vielzahl interessanter Bewerbungen wurden neun Referenten ausgewählt, ihre Arbeiten an drei Abenden im Winter 2011/ 2012 öffentlich zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren:

JUNG ALT ANDERS
…und wie viel Spontanität verträgt der öffentliche Raum?
13. Dezember 2011 // 19.00 Uhr // Import Export, Goethestraße 30

Freiraum, Nische, Möglichkeitsraum – gerade in einer stetig wachsenden und immer dichter werdenden Stadt wie München prägen Schlagworte wie diese die aktuellen Debatten der Stadtentwicklungs-, aber auch der Kulturpolitik. Freiräume scheinen die letzten Refugien mündiger Stadtbürger zu sein. Was jedoch sind Freiräume? Durch welche Eigenschaften zeichnen sie sich aus? Und wer sind die Nutzer sogenannter Freiräume? Sprengt Freiraum öffentlichen Raum oder ist Freiraum im Städtebau planbar? Ist Offenheit tatsächlich ein Garant für Freiheit? Und wie viel Spontanität verträgt der öffentliche Raum?

Themen: Moritz Monninger analysiert das Sozialleben türkischer Senioren in München, Alexander Gropp betrachtet Skaten als urbane Praxis und Ben Kerste schreibt eine Ethnografie der Schachspielerszene an der Münchner Freiheit.

DREI VIERTEL STADT
…doch welche Stadt wollen wir haben?
1. Februar 2012 // 19.00 Uhr // Import Export

München, einst nur ein „Millionendorf“, ist heute einer der herausragenden Magnete Deutschlands: Unternehmen, Menschen, Investitionen, sie alle zieht es in und um die Weltstadt mit Herz. Doch wie viel Weltstadtcharakter bietet München? Berichtet wird von schicken Vierteln, ihren Menschen, ihren Vorlieben. Ganze Quartiere sind gesättigt mit Images. Verändern diese Bilder selbst die Stadt? Wir müssen genauer wahrnehmen: spazieren, entziffern, kontrastieren. Welche Vorstellung und Gestalt von Urbanität gibt es in München und welche wünschen wir uns? Wir sind es gewohnt, die Weiterentwicklung der Stadt entlang konkreter Projekte zu diskutieren. Doch welche Stadt wollen wir haben?

Themen: Annalina Häußermann, Anna Mießl und Stefanie Hammann berichten über Raumwahrnehmung und Raumaneignung, über Selbstbild und Fremdbild in Münchner
Quartieren: das Zentrum urbanen Lebens im südlichen Bahnhofsviertel, die Stadt im Rausch im Gärtnerplatz- und Glockenbachviertel und die Kleinstadt in der Großstadt, unter anderem in Berg am Laim.

DRINNEN ODER DRAUSSEN
…und wie viel Rand braucht die Stadt?
29. Februar 2012 // 19.00 Uhr // Import Export

Nicht mehr Stadt, noch nicht Land: die Peripherie ist weder drinnen noch draußen, ein Zwischenraum für Geplantes, Gewachsenes, Provisorisches, Unfertiges. Ihre Leere war immer auch das Versprechen einer zukünftigen, besseren, humaneren Stadt am Rande der alten. Doch die offenen Möglichkeiten nehmen ab. Mit den Projekten in Riem und Freiham verschwinden nicht nur die letzten großen Freilandreserven Münchens, sondern auch die letzten Projektionsflächen für städtebauliche Großträume. Am Ende der Utopien tauchen Fragen auf: Ist das einmal Gebaute noch veränderbar? Was meint „Urbanität“ und „Nachverdichtung“ am Stadtrand? Hat das Leitbild der „Europäischen Stadt“ dort überhaupt eine Berechtigung? Welche anderen, spezifischen Qualitäten hat die Peripherie? Welche realen Bedürfnisse haben ihre Bewohner? Und wie viel Rand braucht die Stadt?

Themen: Christoph Rickert und Michael Asböck reparieren in Neuperlach gescheiterte Visionen der 1960er-Jahre; Lena Skublics untersucht Heimaten in der Messestadt Riem; und die Videoportraits von Tassilo Letzel und Daniel Samer führen an Orte, an denen nicht nur die Stadt zuende geht.

Weitere Informationen zu den STADTfragen erhalten Sie unter www.stadtfragen.org und www.muenchner-forum.de.

Mit besten Grüßen,
Anja Junghans

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