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steril – weiß – optimiert. Zukunftsvisionen der Architektur

Acht Architekten, Künstler und Zukunftsforscher malen sich beim internationalen Symposium „Android Paranoid“ am 24. Februar die Architektur der Zukunft aus:

Wie wir uns unsere Häuser der Zukunft vorstellen, ist wohl stark von Science-Fiction Szenarien geprägt. Die gängigen Vorstellungen verorten sich zumeist in sterilen, weißen Räumen, energetisch und ökologisch in höchstem Maße optimiert und programmiert. Wird der Raum der Zukunft auf Zweckmäßigkeit und Technologie reduziert? Wie werden Werte beschrieben? Was gilt als repräsentativ? Welche Gebäude symbolisieren Macht und wo stehen sie?

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Bild: Liam Young: New City

Facebook und Apple beispielsweise, zwei der mächtigsten Konzerne der Welt, verstecken sich im Kalifornischen Wald, während der Bundesnachrichtendienst ein repräsentatives Gebäude in der Mitte von Berlin errichtet. Welcher Standort ist moderner, zweckmäßiger, zukunftsorientierter?

Die Gestaltung der Räume der Zukunft ist das beherrschende Thema des internationalen Architektursymposiums „Android Paranoid“ am 24. Februar 2015. Der Titel kombiniert die Vorstellung einer menschenähnlichen Maschine mit einem krankhaften Angstzustand. Wenn mit „Android“ im antikgriechischen Sinn „der Mensch“ und seine Gestalt gemeint ist, dann wird sogar ein von Angstzuständen verfolgtes Individuum angesprochen. Zugegeben, kein Titel der die Zukunft in güldenem Glanz erstrahlen lässt…

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Bild 2: Andrey Yagubsky : Forschungslabor des Instituts für Physikalische Chemie in Chernogolovka. Bestandteil des Kurzfilms „Secret Objects, Places of Delight“

Paranoid Android nähert sich der Frage, in welchem Verhältnis Technologie und Mensch unsere Architektur beeinflussen werden. Zahlreiche internationale Architekten, Kuratoren, Kritiker und Zukunftsforscher unternehmen in Vorträgen, Performances und Filmscreenings eine Reise durch aktuelle Zukunftsszenarien. Sie diskutieren den Einfluss der Digitalisierung auf Architektur und unsere Städte, die Macht des Big Data sowie die Rolle und Verwundbarkeit von Smart Cities.

Gäste:

  • Florian Rötzer (Journalist, Gründer und Chefredakteur der Online-MagazinsTelepolis, München)
  • Dr. Jan Willmann – Gramazio Kohler (Architekten, Zürich)
  • Liam Young (Architekt, Speculative Thinker, Princeton, AA, London)
  • Kristoffer Gansing (Leiter der transmediale, Berlin)
  • Daniel van der Velden, Metahaven(Design und Research Studio, Amsterdam)
  • Vanessa Miriam Carlow (COBE, Berlin)
  • Andrey Yagubsky (Filmscreening Künstler, Moskau)
  • David Letellier (musikalische Performance, Berlin)
  • Moderation: Nadin Heinich(Architektin, Kritikerin und Kuratorin, Gründerin plan A, München)

Ergänzend dazu zeigt die Filminstellation „Metropolitan Fictions“ Filme von Andrey Yagubsky (Moskau), Liam Young (London) und Alexandra Daisy Ginsberg (London).

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Bild 3: Liam Young fliegt eine Drohne am Virgin Galactic Spaceport

Das Symposium findet auf Englisch statt.
Um Anmeldung wird gebeten unter: mail@we-are-plan-a.com

 

Symposium ANDROID PARANOID
24. Februar 2015, 18:30-24 Uhr
Alte Kongresshalle
Theresienhöhe 15,
80339 München

Eintritt frei

Rauminstallation 24. Februar – 1. März 2015

 

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