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Vergesst „Kasimir und Karoline“: Stefanie Sargnagel schreibt Theaterstück übers Oktoberfest

Nach der Wiesn ist vor dem Theater: Im Januar 2020 feiert Stefanie Sargnagels neues Stück „Am Wiesnrand“ in München Premiere. Es ist bereits die zweite Zusammenarbeit mit Regisseurin Christina Tscharyiski.

Wer Stefanie Sargnagel auf Instagram folgt, konnte miterleben, wie sie eine gute Woche lang jeden Tag auf der Wiesn war und ihre Eindrücke festhielt: Von der nicht enden wollenden Einzugsparade, über das Teufelsrad bis zur Rosa Wiesn porträtierte sie die bekannten und weniger bekannten Seiten des Oktoberfests mit all ihren Skurrilitäten. Doch die unterhaltsamen Insta-Stories waren nur Teil ihrer Recherchearbeit für ein Stück, dass sie fürs Münchner Volkstheater schreibt: „Am Wiesnrand“ wird dort am 30. Januar uraufgeführt.

Von der Wiesn…

Dass Sargnagel ein Stück über das Oktoberfest schreibt ist so verblüffend wie naheliegend. Schließlich beschäftigt sich die Wienerin schon eine ganze Weile mit den Absurditäten und Befindlichkeiten der deutschen Provinz- und Alltagskultur. Von Wattwanderungen an der Nordsee, über Stadtrundgänge in Worms bis zum Besuch des Otto-Museums lässt sie auf ihren Lesereisen keine Gelegenheit aus, unscheinbare oder abwegige Orte zu besuchen und sie mit einer Mischung aus Faszination und Irritation zu porträtieren. Da ist das Oktoberfest als Bollwerk deutscher Folklore nur ein logischer Schritt.

… auf die Bühne

Inszeniert wird das Stück von Christina Tscharyiski, die bereits Sargnagels ersten Theatertext „JA EH! Bier, Beisl und Bachmannpreis“ auf die Bühne brachte. Die Arbeit erhielt beim diesjährigen „Radikal Jung“-Festival des Münchner Volkstheaters den Publikumspreis. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich das Volkstheater Sargnagel und Tscharyiski in dieser Spielzeit gleich mit einer eigenen Produktion ans Haus holte. Etwas müssen wir uns allerdings noch gedulden: Premiere ist am 30. Januar.


Portraitfoto: © Alexander Goll

1Comment
  • jonas
    Posted at 16:10h, 11 Dezember

    richtig: „das sie fürs Münchner Volkstheater schreibt“

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