Münchenschau

vom 28. März

Michael Prakash

lebt in München und schreibt, schreit und tanzt gerne. Theater, Kino und Kunst sind hier als besondere Leidenschaften anzugeben.
Michael Prakash

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Die Presseschau. Heute mit den Themen:

Ökostrom – aber wie?, Chancen für Pyeonchang für Winterspiele, Caritas-Projekt für Bettler, Party im Waschsalon .

Ohne Zweifel hat die atomare Katastrophe in Fukushima die Menschen wachgerüttelt. Der Zulauf bei den bundesweiten Anti-Atomkrafdemos war immens. Allein in München spricht die ARD von über 40000 Teilnehmern an der Demo „Fukushima warnt“ von vergangenem Samstag. Das klingt nach einer neuen Einsicht: Nicht die Politik entscheidet, sondern die Bürger und Bürgerinnen. Auch bei dem privaten Konsum zeigt sich das gut. Der Ökostromanbieter Lichtblick berichtet in der SZ, die Nachfrage nach dem Umweltstrom habe sich verdoppelt. Dabei ist die Wahl eigentlich nicht einfach, schon für München finden sich auf verivox.de 99 verschiedene Anbieter. Die SZ berichtet.

Zuletzt klang es in den Medien, als hätte München gute Karten für die Winterspiele 2018. Wenigstens wenn man getrost über die Millionenlücke im Etat hinwegsieht. Und nun gut – 61 Prozent Zustimmung in der Bevölkerung, das kann aber kaum mit den 93 Prozent aus Südkorea konkurrieren. Inwieweit das die IOC das bei ihrer Entscheidung in 100 Tagen berücksichtigt, steht zwar noch nicht fest, der Merkur hält die Chancen für Pyeonchang allerdings für gut. Die zahlreichen Bewerbungen andere europäischer Städte für zukünftige Spiele könnten dabei eine Entscheidende Rolle spielen. Olympia ist schließlich interkontinental.

Niemand habe sich bisher so richtig für die vielen Bettler zuständig gefühlt, beklagt der Caritas-Sozialberater Alexander Thal im Merkur. Dabei gehörten viele
dieser armen Menschen nicht zur Bettelmafia. Oft seien es Einwanderer aus Bulgarien oder Rumänien. Mit „Bildung statt Betteln“ will die katholische Hilfsorganisation Caritas vor allem den Kindern dieser Zuwanderer eine neue Perspektive eröffnen. Die Stadt München finanziere seit kurzem eine halbe Stelle zugunsten des Projektes und auch der bayerische Integrationsbeauftragte habe seine Hilfe angekündigt – so Thal im Merkur.

Im „Wash & Coffee“ dreht sich nicht nur die Wäsche im Takt. Der Laden im Glockenbachviertel treffen sich die verschiedensten Menschen zum Kaffee – äh – Waschen, oder Tanzen? Alles ist möglich. Außer den Maschienen und Trocknern gibt es im Salon in der Klenzestraße etwa einmal im Monat verschiedene Events. Improtheater, Konzerte. Bald gäbe es sogar einen Beauty-Tag, so die Mitarbeiterin Anke Goldschmid in der AZ. Und auch ohne den kleinen Highlights gibt es immer noch die Bar, die Couch, die Stühle. Da soll sich nochmal jemand beschweren, dass neben dem Haushalt keine Zeit für Kultur und Freunde bliebe.

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