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Warum tust du das? Mit Simone, Jan und Stephan von naer

Nach einem langen Tag endlich Feierabend, mal wieder frei oder eine Lernpause und man will was unternehmen? Normalerweise würde man hier googeln oder die Insta- oder Facebookseiten der Lieblingsspots durchsuchen. Und das wahrscheinlich, planungsbewusst wie man halt ist, auch schon Tage vorher, oder? Aber ist es nicht auch mal schön, spontan und kompakt einen Überblick über Veranstaltungen, Angebote oder Aktionen in der Nähe zu bekommen? Die Gründer*innen von naer finden schon und haben genau hierfür eine App entwickelt.

Uns bei MUCBOOK gefällt das besonders gut, deshalb wollten wir ein bisschen genauer wissen, warum sie das tun, was die App genau ist und was Simone, Jan und Stephan so bewegt.

Warum tut ihr das?

Weil wir festgestellt haben, dass wir nicht all unseren Lieblingslokalen/-läden/-veranstalter*innen auf Instagram folgen wollen, sondern den Menschen da draußen einen Kanal geben möchten, der ihnen ermöglicht, sich inspirieren zu lassen und spontan coole Aktionen, Angebote und Events in der Nähe zu entdecken und zu besuchen. Hyperlokal und hyperspontan, weil Planung halt doch nicht das halbe Leben ist.

Einfach mal wieder rausgehen, oder schon irgendwo sein, und gucken was geht.

Diese App soll größer werden und ein ganz normales  Alltagsgestaltungtool werden, egal, wo man sich gerade aufhält.

Was ist naer bzw. was ist die naer App?

Naer funktioniert wie digitale Rauchzeichen.

Naer ist eine Plattform, die es Unternehmer*innen / Gastronom*innen / Kulturschaffenden / usw. ermöglicht, ganz einfach und spontan Menschen in der Nähe zu zeigen, was bei ihnen jetzt im Moment gerade los ist.

In der App sieht man diese tages-/stundenaktuellen Angebote auf einer Karte und man kann sich als Nutzer*in direkt hin navigieren lassen.

Woher kommt der Name?

Der Name ist das norwegische Wort für „in der Nähe“ 

Was ist neu, anders und einzigartig an eurem Projekt?

Wir bündeln in einer App, für die man als Nutzer*in nichts bezahlen muss und sich auch keinen Account anlegen muss, viele aktuell gültige Angebote, ohne dass ein aktives Suchen der Nutzer notwendig ist. 

Wir gestalten den Werbeprozess für die Unternehmen so einfach, transparent und fair, dass jeder der Lust darauf hat mitzumachen das auch selbsständig schaffen sollte.

Wir verringern also die Komplexität im Vergleich zu vielen heute existierenden Alternativen. 

Wir gehen sehr verantwortungsbewusst mit Daten um und „spamen“ unsere Kund*innen nicht unnötig zu: Beispielsweise nutzen wir von Vornherein nur funktionale Cookies auf der Website.

Wie viel Zeit investiert ihr in euer Projekt?

Ich arbeite gerade fast Vollzeit die Woche an dem Projekt. 30% bin ich noch in meinem alten Job.

Meine beiden Mitgründer sind noch nebenbei Vollzeit angestellt, und müssen das noch wuppen. Außerdem haben wir noch 3 weitere Teammitglieder à 15 Stunden.

Wer unterstützt euch?

Finanziell oder moralisch?  😉

Unser gesamtes Netzwerk, Freunde, Familie, und so weiter. Gott sei Dank kennen wir viele schlaue und intrinsisch motivierte Menschen, die Lust haben mit uns dieses Projekt/Produkt wachsen zu lassen.

Was ist euch besonders wichtig?

Dass wir nach unseren Nutzerbedürfnissen entwickeln. Wir wollen mit diesem Produkt echten Mehrwert bieten und müssen daher unsere Ideen immer wieder mit echten Nutzer*innen überprüfen. Wir sind glaubwürdig, weil wir fair sind. Wir nehmen und spionieren niemanden finanziell bzw. datentechnisch aus. Wir gehen auf Feedback ein. Wir bauen etwas Sinnvolles.

Was macht ihr, wenn ihr nicht an eurem Projekt arbeitet?

Ich war lange Designerin bei der Audi Business Innovation für Mobilitätsprojekte. Da arbeitet auch noch einer der Mitgründer und der andere Mitgründer ist bei einem IT-Berater für das Gesundheitswesen tätig. 

Wir lieben die Natur, und sind viel draußen. Manche mit und manche ohne Hund. Wir sind in den Bergen und am See im Chiemgau unterwegs. Und wir Lieben Wein, lokales Bier und guuuuutes Essen.

Sind ein bisschen Fußballfans 😉 

Was liebt ihr an München besonders?

Die neuen Schanigärten, die Isar, vor allem weiter im Süden, dass man so schnell in der Natur und in den Bergen ist, die Theresienwiese und die Tischtennisplatten, die konstanten Reibereien zwischen Subkultur und HighSociety, dass man erst Austern essen und sich dann in einem Container zwei lokalgebraute Biere gönnen kann. Alles geht hier! Und wenn man mal versucht herauszufinden, was so abgeht, findet man so viele versteckte Juwelen. Wir machen diese jetzt sichtbar.

Wenn euer Projekt eine Person wäre, wie wäre sie?

Freundlich, unterhaltsam, extrovertiert! Die Person, die man anruft, wenn man wissen will, was heute Abend geht. Die gefühlt jede*n kennt, dich gleich mit dem Fahrrad abholt und sagt: „Ich bin eh aufm Weg zu dir, lass da hingehen, das wird Hammer! Die anderen sind auch schon unterwegs.“

Wo findet man euch im Netz?

www.naer.app

oder auf instagram @naerapp

Einen Song, den ihr mit eurem Projekt verbindet?

People Everywhere (Still Alive) – Khruangbin


Beitragsbild: © Jan Kliewer

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