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Willkommen im Perryversum: Nerd-Alarm in München zum 3000. Band von Perry Rhodan

Arnulf Fornoff

Creative Director Texter Fotograf bei Freelancer
Verbrachte viel Zeit in seinem Leben an den Tastaturen in großen Werbeagenturen. Heute hat er seine eigene...Tastatur.
Arnulf Fornoff

Perry Rhodan ist die älteste Science Fiction-Serie der Welt. Und sie kommt aus Deutschland. 2999 Bände erzählen die fortlaufende Geschichte des unsterblichen Erdenbürgers seit über 50 Jahren.

Jetzt erscheint Band 3000 und Perry Rhodan springt 500 Jahre  in die Zukunft – nicht nur um potenziellen neuen Lesern den Einstieg zu erleichtern: Auch für die Altleser wird damit ziemlich viel, ziemlich anders. Neue Freunde erscheinen, neue Gegner drohen und die ganze Galaxis steht mal wieder Kopf.

Fan-Event in München

Ein guter Grund zum Feiern für die große Gemeinde an Altlesern, Redakteuren und Autoren  am 9. Februar im Literaturhaus. Ob dieses Publikum wohl etwas über die Leserinnen und Leser der Serie aussagt? Jedenfalls war die Menge an weißhaarigen Herren vielleicht ein Hinweis.

Und die feierten jedenfalls die Popstars des „Perryversums“: die Expokraten. So nennen die Leser und Leserinnen „liebevoll“ die zwei Chefautoren der Serie Christian Montillon und Wim Vandemaan. Der Begriff geht zurück auf die allmächtigen Überwesen Kosmokraten aus der Serie und den Begriff Exposé, die Handlungsvorlage für die Serie.

Mit kleinen Spoilern machten die  Autoren dann mehr Lust auf Band 3000. Sie erzählten viel. Verrieten aber nur wenig, denn die Spannung auf den Jubiläumsband sollte nicht zerstört werden.

Zum Schluß die wichtigste Frage: Gibt es eigentlich München bei Perry Rhodan? Und wenn ja, wie sieht die Stadt  in ein paar 1000 Jahren aus?

Die unwahrscheinliche Zukunft Münchens

Beim Angriff Außerirdischer auf das Sonnensystem Ende 2437 kommt es zu verheerenden Verwüstungen. Der Flusslauf der Isar verändert sich auf Grund von Bombeneinschlägen. Auch der Viktualienmarkt wird zerstört. Der Fluss bahnt sich danach einen anderen Weg zur Donau. In der entstandenen Schneise wird in der Folgezeit ein neues Wohn- und Industrieviertel errichtet. Das Deutsche Museum wird nach 2437 zum Gedenken an die Zerstörungen des Angriffes ausgebaut und in Isar-Museum umbenannt werden. Der Viktualienmarkt wird als Touristenattraktion neu aufgebaut.

Im Jahr 3581 wird die Erde durch ein kosmisches Ereignis entvölkert und damit auch Bayern und die Stadt München. Erst im Jahr 3585 wird Bayern wiederbesiedelt. Die Kolonisten stammen vom Planeten Neu-Bayern und sind der einzige dunkelhäutige Menschentyp Europas.

Würde jetzt Markus Söder aus seinem 1000-jährigen Kühl-Konservierungs-Schlaf erwachen, wäre er sicherlich entsetzt: Die Bayern sind jetzt alles Flüchtlinge.


Fotos: © Arnulf Fornoff

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