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WUT the Fuck: Komm aufs erste feministische WUT-Festival am 1. Juni

Dass Gleichberechtigung in Kulturinstitutionen und der Musikszene noch lange nicht gegeben ist erkennt man ziemlich einfach, wenn man sich einmal Konzertprogramme oder Festival-Lineups anschaut (hier gehen große Props an das Puls-Festival, die es dieses Jahr tatsächlich geschafft haben, den 50-50 Schnitt zu erreichen).

Vor allem im Mainstream ist der Anteil an Frauen*, People of Colour und Queeren Künstler*innen noch traurig gering. Ein wichtiger Punkt, den es zu verändern gilt, ist die Präsenz solcher Künstler*innen, denn Sichtbarkeit bringt häufig eine Vorbildfunktion mit sich. So ermutigt sie weitere Frauen*, selbst aktiv zu werden und ist dadurch ein Weg in eine ausgeglichenere Musik- und Kulturszene (und auch in allen anderen Bereichen wichtig und erstrebenswert).

Für Gleichberechtigung und Sichtbarkeit

Das feministische DJ-Kollektiv WUT setzt sich in München dafür ein, die untragbaren Zustände, was Gleichberechtigung und Bezahlung in der Kultur- und der elektronischen Tanzmusikszene betrifft, präsent zu machen und zu verändern. Das wird nun das erste Mal im Rahmen eines eigenen Festivals passieren.

Am 1. Juni lädt WUT ins Import Export ein, wo neben Musik auch Workshops, Filme und Live-Performances von Frauen*, nicht binären und queeren Künstler *innen zu erleben sein werden. Dadurch soll ein Raum geschaffen werden, in dem weibliche* Künstler*innen, DJs* und DJs of Colour den Ton angeben. Frauen* sollen einen Ort bekommen, an dem sie sich wohl fühlen und frei von Sexismus und Rassismus feiern können. Außerdem sorgen Aktionen und Infostände für Aufklärung, Austausch und das Aufheben von bestehenden Tabus

WUT kämpft für Sichtbarkeit, aber auch darum, eine größere Community mit ihrer Arbeit zu erreichen, um nicht mehr nur in München, sondern auch im größeren Rahmen wirken zu können. Dafür hat sich WUT für das kommende Festival auch mit dem Münchner Kollektiv Afro Diaspora 2.0 zusammengetan. Afro Diaspora 2.0 steht als Münchner Kollektiv Schwarzer Frauen* für Empowerment und Community. 

Was wird auf dem WtF geboten sein?

Das Programm am 1. Juni kommt denkbar divers daher: von feministischem Hip Hop Karaoke über Singer-Songwriter Auftritte bis hin zum postfemale crossover DJ-Set werden verschiedene Genres bedient.

Die Münchnerin Elena Rud bringt „Soft Grunge“ ins Import Export, ANNE haben die Songs ihres Debütalbums „Flamingo“ dabei. Tanzbarer Sound kommt von Francis Oppong aka. DJ Funky Francis, DJane Bi Män, Iso E Super, Kathi Ahrendt aka. Carlos2 uvm. Kreative Performances kommen von Kim_Twiddle. Zusätzlich wird es an Infoständen um Themen wie weibliche Sexualität, Gender-Pay-Gap und Aufklärung gehen.

Willkommen ist jede*r, egal ob weiblich, männlich, non-binary, transsexuell, intersexuell, of colour, disabled, adipös oder queer. Die Hauptsache ist, dass niemand ausgeschlossen wird, deshalb haben Rassismus und Sexismus keinen Platz – darum wird sich auch ein Awareness-Team vor Ort kümmern.


In aller Kürze:
Was? WtF – WUT the Fuck
Wann? 1. Juni ab 17 Uhr
Wo? Import Export, Dachauerstraße 114
Eintritt: Solidarische Selbstbeteiligung


Beitragsbild: © Nastasia

Sophia Hösi

Sophia Hösi

Obligatorische Redaktionsschwäbin (wir sind überall)
Wahlmünchnerin seit 2013, zu finden irgendwo zwischen Ostbahnhof und Sendlinger Tor, wahrscheinlich an der Isar.
Sophia Hösi
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