Leben

Schätzt was wir lieben

Claudia Riedlberger
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Für 2013 plant die GEMA, Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, im Rahmen einer Tarifreform umfangreiche Gebührenerühungen, die Diskotheken und Clubs um ihre Existenz bangen lässt.

Die GEMA vertritt Komponisten, Textdichter und Verleger bei Fragen um das Nutzungs- und Urheberrecht ihrer Werke. Für öffentliche Aufführungen von von der GEMA geschätzten Titeln mussten Diskotheken- und Clubbetreiber bisher einen Pauschalbetrag bezahlen, abhängig von der Quadratmeter der Räumlichkeiten. Diese Pauschale wurde föllig selbst wenn kaum GEMA-geschützte Titel gespielt wurden. Sie war jedoch moderat und wurde von den meisten Besitzern hingenommen. Doch nun soll sich alles radikal ändern.

Ab Januar nächsten Jahres soll für jede einzelne Veranstaltung nach Quadratmeterzahl, Eintrittspreis und Dauer separat abgerechnet werden. Aus dieser Neuerung entstehen für die Diskotheken und Clubs enorme Kosten. Die Zahlungen an die GEMA erhöhen sich durchschnittlich um zwischen 500 und 800 Prozent, für manche Clubs und Diskos mit vielen öffnungstagen und geringen Eintrittspreisen füllt die Erhühung sogar noch extremer aus. Diese Kosten sind für viele Betreiber nicht tragbar. Sie fürchten mit dem Inkrafttreten der Reform um ihre Existenz, stehen vor dem Aus.

Bereits in der Vergangenheit gab es zahlreiche Aktionen gegen die geplanten Masnahmen, von Petitionen bis zu fünf „Schweigeminuten“ in Diskotheken. Am 6. September findet nun in München unter dem Motto Schätzt was wir lieben eine Demonstration gegen die GEMA statt. Ab 18 Uhr ziehen die Demonstranten vom Weienburger Platz aus zur GEMA Generaldirektion. Nach der Demo gehts in die Muffathalle zur anschliesenden Party.

Foto © „Cornelia Bertram“ / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)
http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/deed.de

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