Kultur, Live, Nach(t)kritik

Babacools im Babahome

Salvan Joachim
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Neues Jahr, neue Songs – die Münchner Band Les Babacools beginnt 2011 mit einem Heimspiel in der Muffathalle und präsentiert ihr viertes Album Son Maldito. Die Breaks sitzen, das Wahwah zappelt und alle tanzen mit.

Sie haben längst aufgehört, ihre Auftritte zu zählen: Seit fast zwei Jahrzehnten stehen die Jungs der Münchner Band Les Babacools auf der Bühne. Als Vorband von Gentleman, Fettes Brot und Blumentopf machten sie sich einen Namen jenseits der Isarmetropole. 2010 veröffentlichten sie ihr viertes Album Son Maldito. Dieses Jahr präsentieren sie erstmals die neuen Songs live und beginnen dort, wo sie herkommen: In München.

Die Muffathalle ist voll, Royal Majestix wärmen die Zuschauer auf und machen die Muskeln locker für zwei Stunden „Baba-Sound“. Die Babacools-Sänger Caramelo und Lobstarr gehen den Abend dann ganz gemütlich an. Der Mittfünziger in der ersten Reihe schließt die Augen und grooved sich gedanklich an der Copacabana ein, während ein Junge mit Kappe unruhig auf die Uhr sieht. Er muss um 24 Uhr heim und wartet auf die schnellen Hüpf-Songs, wenn Caramelo „Jump, Jump, Jump“ ins Mikrofon ruft und kein T-Shirt trocken bleibt.

Er wird nicht enttäuscht. Denn Les Babacools setzen wie immer auf gekonnte Abwechslung. Sie beherrschen jeden Stil: Latin, Funk, Reggae, Mestizo, Hip-Hop – hier ist für jeden was dabei. Zwischenzeitlich stehen 14 Personen auf der Bühne. Tobi an der Gitarre drückt den Verzerrer, spielt das Metallriff von Manteca an, ehe kurz darauf wieder die Bläser und das Piano die Lufthoheit gewinnen. Jeder Break sitzt, die Rhythmsection hält die Band zusammen, die Gast-Geige spannt den Bogen zur Ballade. Jeder Musiker kann sich austoben und die Sänger halten den Kontakt zum Publikum, steigen selbst hinab von der Bühne, tanzen und singen mit den Zuhörern.

Der Münchner Konzertreigen 2011 ist eröffnet und die Babacools haben eindrucksvoll vorgelegt. Wer das Konzert verpasst hat, kann schon am 2. Februar beim Monaco Pop im Nachtmuseum die Babacools genießen. Dann steht zwar nicht die ganze Band auf der Bühne, aber die Musiker öffnen ihre Plattenkisten und legen ihre Lieblingsstücke auf.

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