Thank you for the Honey Wouter Wirth
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Bienenkino als Danksagung? Wouter Wirths „Thank you for the Honey!“

HFF München

Die HFF München wurde 1966 gegründet und bildet die Filmtalente von Morgen aus. Seit 2011 ist sie inmitten des Münchner Kunstareals am Bernd-Eichinger-Platz untergebracht. Hier können alle Studiengänge unter einem Dach vereint werden: Kino- und Fernsehfilm, Dokumentarfilm & Fernsehpublizistik, Produktion & Medienwirtschaft, Kamera und Drehbuch. An der HFF München haben u.a. Maren Ade, Caroline Link, Florian Henckel von Donnersmarck und Wim Wenders studiert.
HFF München

Seit Jahrtausenden leisten Bienen der Menschheit ihre Dienste. Ohne sie wäre ein Überleben für unsere Spezies kaum, bis überhaupt nicht, möglich. Um auf dieses wichtige Thema aufmerksam zumachen und den Bienen nach so vielen Jahren fleißiger Unterstützung etwas zurück zu geben, hat Wouter Wirth sein Projekt „Thank you for the Honey!“ gestartet.

Hierfür hat der Filmstudent, der schon mit dem renommierten Kunsthistoriker Prof. Rainer Crone zusammen gearbeitet hat, ein „Kino für Bienen“ entwickelt. Ziel ist es hierbei einen Hollywoodklassiker so zu verändern, dass der Film dem Wahrnehmungsspektrum der Bienen entspricht. Um das zu erreichen musste Wirth einiges an dem Film verändern: Die Technicolor-Farben wurden in das sichtbare Spektrum der Biene umgewandelt, anstatt der üblichen 24- 48 frames per second wird der Film in 300 fps gezeigt und zu guter letzt musste auch die Tonebene so verändert werden, dass sie sich im für Bienen taktil wahrnehmbaren Frequenzbereich bewegt, da bei ihnen bisher kein Hörsinn nachgewiesen werden konnte. Das eigens dafür herangezüchtete Bienenvolk wird den Film von einem transparenten Gehäuse aus betrachten können, in dem es eingenistet wurde.

Auch für das Entertainment der „menschlichen Zuschauer“ wird gesorgt

Damit auch die Installation nicht nur für Bienen, sondern auch für das menschliche Auge etwas zu bieten hat, wird sie von einer Ausstellung aus Objekten aus der Kulturgeschichte der Biene begleitet. Dies ermöglicht es dem Zuschauer sich sowohl wissenschaftlich als auch ideengeschichtlich umfassend über Bienen zu informieren und sie in Zukunft mehr Wert zu schätzen. Zusätzlich wird die Vernissage durch Live-Musik vom Monaco Swing Ensemble abgerundet.

Ein Stipendium um „ein relevantes Thema auf kreative Weise umzusetzen“

Das „Bienefiezprojekt von Spezies zu Spezies“, wie Wirth es bezeichnet, ist im Rahmen des „Stipendium Medienkunst der Hochschule für Fernsehen und Film München, ermöglicht durch die Kirch Stiftung und Frau Regina Hesselberger“ entstanden. Dieses ermöglichte Wirth ein Jahr lang mietfrei zu wohnen und das zugehörige Atelier zu nutzen, in dem nun auch die abschließende Ausstellung stattfinden soll.


In aller Kürze:

Was? Thank you for the Honey! – ein transmediales Kunstprojekt von Spezies zu Spezies

Wann? Vernissage am Freitag, 25. Oktober 2019 ab 19 Uhr 
mit live-Musik vom Monaco Swing Ensemble, Ausstellung am 26. und 27. Oktober von 18:00 bis 21.58 Uhr

Wo? Atelier für Medienkunst, Bavariastraße 6a

Wieviel? Der Eintritt ist kostenlos

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