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Die 10 (wirklich) schönsten Dachterrassen in München – und ihre Nachteile

In anderen Großstädten sind sie eine Selbstverständlichkeit, in München tut man sich nach wie vor schwer mit ihnen — die Rede ist von Dachterrassen.

Die wenigen, die es gibt, erfreuen sich dafür umso größerer Beliebtheit. Steht mal wieder eine Rooftop-Party an, kann man davon ausgehen, dass man dort nicht alleine ist. Erfreulicherweise trifft die hohe Nachfrage langsam aber sicher auf ein breiteres Angebot.

Hier eine Übersicht der schönsten Dachterrassen Münchens.

1. Die MH5 Roof Bar

MH5 Roof Top Bar Werksviertel

© MH5

Wir starten gleich mit einer weiteren Neuigkeit: In der Atelierstraße 10 geht es auch dieses Jahr hoch hinaus. Einigen von euch dürfte der Ort bereits bekannt vorkommen. Auf dem Dach des Werk 3 fanden im vergangenen Jahr die überaus beliebten Veranstaltungen von THE LIT statt. Ob Yoga oder DJ Hell, hier war immer was geboten. Die Veranstaltungsreihe wird zwar leider nicht fortgesetzt, dennoch öffnen sich ab August erneut die Aufzugtüren.

Ab dem 24. August jeden Freitag ab 17 Uhr gibt es in der MH5 Roof Bar leckere Drinks und unschlagbares Panorama. Außerdem wird Rudi Kull mit einem Pop-Up-Restaurant für eine kleine Auswahl an Snacks sorgen. Um Musikauswahl und Bookings kümmert sich AJ Menexes, wir dürfen also mit feinem Sound aus der Münchner DJ-Szene rechnen. Worüber wir uns besonders freuen: Ende des Sommers ist nicht etwa Schluss mit schönem Ausblick, es wird einfach drinnen weitergetanzt.

2. Das Café Vorhoelzer

Ein Klassiker, der auf dieser Liste selbstverständlich nicht fehlen darf. Das Café ist auf dem Dach der TU untergebracht und erfreut sich weit über studentische Zirkel hinaus großer Beliebtheit. Im Vergleich zu den exklusiveren Dachterrassen-Adressen (siehe unten), sind die Preise noch zu stemmen. Auch deshalb ist das Café bei gutem Wetter gerne mal überlaufen.

Unser Tipp: Auch wenn es ein paar Wolken hat, lohnt sich die Fahrt auf’s Dach. Bei typischem Dachterrassen-Wetter aber lieber auf einen Drink bei Neville in der Bar of Bel Air vorbeischauen, oder bei der bodenständigen Minna Thiel vor der HFF.

3. Der Dachgarten

Noch hat sie gar nicht auf und schon ist sie in aller Munde. Es geht um den Dachgarten auf dem Parkhaus in der Adolf-Kolping-Straße 10, nähe Stachus. Was irgendwie an den Klunkerkranich in Berlin erinnert, soll tagsüber eine schöne Anlaufstelle für gestresste Großstädter werden. Gute Idee finden wir, denn so einen Ruheort braucht es am Stachus aber so was von.

Dahinter stecken übrigens die Macher vom Nachtbad und 55 Eleven. Losgehen soll es übrigens schon heute, 8. Juni ab 18 Uhr. Mehr Infos gibt es hier.

4. Die Rooftop Sessions

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Da steht ne Gondel auf dem Dach! Immer wieder heißbegehrt und gut besucht sind die Rooftop Sessions. Hier kommt Münchens Schrei nach Großstadtfeeling am lautesten zur Geltung (über 5.000 Zusagen auf Facebook). Mittlerweile ist dort auch nur noch der Eintritt gegen eine Anmeldung möglich. Hier kannst auf dem neusten Stand bleiben.

5. Die Dachterasse vom Hotel Deutsche Eiche

Direkt hinten neben der Rezeption geht es mit dem Aufzug hoch zur Dachterrasse, die ein beliebter Treffpunk der queeren Szene in München ist.

Oben angekommen, gibt es Bartische und zwei nette Herren hinter der Bar, die an heißen Tagen kühle Erfrischungen mixen. Die Gaststätte in der Reichenbachstraße 13 gibt es übrigens schon seit 1882.

6. Das Flushing Meadows

Auf den zwei kleinen Terrassen vom Hotel Flushing Meadows lassen sich wunderbar kühle Drinks schlürfen. In der Frauenhoferstraße gelegen, übersieht man allerdings schnell den Eingang. Hat man die Tür dann gefunden, beraten einen oben angekommen die Barkeeper gern. Einziger Wehrmutstropfen: die Dachterrasse muss schon um 10 Uhr geräumt werden. Dann lieber früh aufstehen und das Frühstück bei einzigartiger Aussicht und weniger Trubel um einen genießen.

7. Die Bar of Bel Air

Nicht ganz so hoch hinaus geht es im Werksviertel am Ostbahnhof. Auf dem Dach der Container residiert die Bar of Bel Air, in der Neville Kuhlmann seine Cocktails mixt. Das Nachsehen haben hier leider Biertrinker: bei teurem Heineken in kleinen Fläschchen vergeht einem glatt der Spaß am Hopfensaft. Dann doch lieber auf Liquid Cocain oder den Marrakesch Mule zurückgreifen.

8. Die Küche im Kraftwerk

Warum nicht den nächsten Einkauf für die Wohnung und ein Dachterrassen-Besuch verbinden? Auf dem Dach des Kare-Shops in Obersenlding, genauer in der Drygalski-Allee 25, findest du die „Küche im Kraftwerk„. Den Industrie-Schick gibt es im umgebauten Heizkraftwerk bei gutem Essen und mit gratis Blick auf die Berge.

9. Die Dachterrassen der Edel-Hotels:

Diese (teuren) Terrassen kennt man in München. Mit tollen Blick auf die Frauenkirche lässt es sich im Bayerischen Hof aushalten, japanische Schmankerl gibt es dagegen im Emiko im Louis Hotel direkt über Viktualienmarkt. Auf dem Weg zur Terrasse vom Mandarin Oriental werden wir leider immer wehmütig. Der Grund: das Atomic. Das heißt für uns, wir gehen dort selten bis nie hin – oder nehmen einen Umweg.

10. Dein persönliches Dachterrassen-Feeling

Am besten (und günstigsten) ist allerdings immer noch dieser Tipp: Bierkasten schnappen und heimlich, still und leise auf das nächste Parkhausdach. Bevorzugt das am Sattlerplatz. Aber Psst!


Beitragsbild: Jonas Haesner, zweites Bild: Rooftop Sessions, Denise Stock

Text: Wolfgang, Ronja Lotz

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