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Danach ist davor: COSBY live – never miss!

Monika Pfundmeier

„Ich habe versucht mysteriös zu gucken … extra für dein Bild.“


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Marie steht vor mir, versucht sich halb-ernsthaft an einer ernsten Miene. Sie guckt mich an und streicht sich die vorwitzige blonde Haarsträhne ihres kurzen Undercut aus dem Gesicht. Einen Wimpernschlag später strahlt sie zwinkernd „Na, der Finger aus dem Nichts ist allemal mysteriös.“ Ich grinse, sie lacht; Robin, der gerade bei uns steht, auch. Ein paar Minuten bleiben mir, um Antworten einzufangen und den ersten Eindruck dessen, was sich gleich auf der Bühne zeigen wird.

„Mehr Auftritte wären toll“, schiesst die Frontfrau los. „Es ist unglaublich auf der Bühne zu sein, am besten jedes Wochenende, immer woanders, die Leute, die dabei sind und was zurückkommt vom Publikum. Und du kommst an, die Bühne, die Akustik, die Ausstattung vor Ort – jedes mal ist es neu, und du musst dich zurechtfinden. Aber irgendwie klappt es, und dann stehst du da; stehst vor diesen ganzen Menschen, und ….“ Und ich erlebe selbst was passiert.

Vier Musiker nehmen den Cord Club ein. Sie beginnen – dort vorne auf der Bühne.
COSBY.
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Brodelnd, pulsierend oder zerbrechlich gestalten Kilian, Robin, Chris die Songs mit Marie als Frontfrau. Sie arrangieren die Atmosphäre mit ihrer Individualität und heben sich ab von der Masse – auch durch die Vielseitigkeit Maries, durch ihre Stimme, ihre Performance. Das klingt auf der CD gut, und live besser!

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Wer sagt, dass Hip-Hop, Electro und Songwriter-Pop nicht im selben Song möglich ist – wie bei ‚Alive‘? Wer bleibt unberührt vom Sound, vom Beat und der Authentizität, die in der Musik der Band spürbar ist. Bei jedem der vier spiegelt sich bei jedem Song, wie viel Herzblut darin steckt. Marie steht – natürlich – im Fokus. Bei „Pieces“ will man diese Indie-Pop-Elfe in den Arm nehmen, bei „Boon and Bane“ mit ihr tanzen, mit ihr lachen – gerade auch dann, wenn sie über sich selbst lacht und strahlt in den Momenten zwischen den Songs. Die Sängerin und die drei Jungs ziehen das Publikum hinein in ihre Musik. Und COSBY legt noch eins drauf: die Zugabe. Zuvor hat es Spaß gemacht, sich von den Vieren mitreißen zu lassen. Nun explodiert, was zuvor brodelte. Der letzte Rest Anspannung verflüchtigt sich. Noch mehr ist spürbar, wie wohl die vier sich auf der Bühne fühlen, noch deutlicher, dass Leidenschaft zur Musik im Vordergrund steht für die Münchner.

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Puls/BR ist aus gutem Grund auf COSBY aufmerksam geworden und featured die Band in ihrer Startrampe. Und sie sind nicht die einzigen, die COSBY entdeckten: Bei GNTM lief kürzlich ‚Boon and Bane‘ im Hintergrund.

Link zur Startrampe mit Cosby: www.br.de/puls

Das Publikum vor der Bühne weiß, wie gut die Entscheidung war, hier zu sein – nach dem Konzert noch mehr. Das Auditorium im Cord Club ist voll, aber nicht überfüllt, und das Konzert ist ein Glücksfall. Selten ist die Gelegenheit, eine Newcomer-Band mit Potential zu erleben – hautnah und am Anfang eines vielversprechenden Weges. COSBY begeistert mit Natürlichkeit, Energie und Individualität, und natürlich: mit Maries Stimme.

Mehr Konzerte? Sollten unbedingt folgen! Und wer die Gelegenheit hat, sollte COSBY erleben.

Wer: COSBY
Stil: Elektro-Pop/Indie-Pop
Besetzung: Marie Kobylka (Gesang, Piano),
Chris Werner (Synthesizer, Gitarre),
Robin Karow (Schlagzeug),
Kilian Reischl (Bass)
Aus: München
Seit: 2009

Internet: www.thisiscosby.com
nächste Gelegenheit
Wann: Samstag, 18.04.
Wo: Volkstheater – ‚RADIKAL JUNG‘

oder am 11.05. ‚Staffelfinale Startrampe‘ im ! MILLA ! (tolle Atmosphäre – nicht entgehen lassen!)

oder: Dein Link zu Cosbys LIVE-Terminen

 

Fotocredit: Monika Pfundmeier

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