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Die 10 (wirklich) besten Orte mit Frankreich-Feeling in München

Florian Kappelsberger
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Angesichts des verschärften Lockdowns hier und des nationalen confinement in Frankreich scheinen Reisen nach Paris, Rouen oder Bordeaux im Moment undenkbar. Was tun? Wir haben für euch eine Liste der 10 (wirklich) besten Orte zusammengestellt, an denen ihr unser Nachbarland entdecken könnt – und zwar mitten in München!

Weißenburger Platz

Unsere Tour durch das französische München beginnt – natürlich – in Haidhausen, im sogenannten Franzosenviertel. Der Bezug zum Nachbarland spiegelt sich bereits in den Straßennamen: Orleansplatz, Pariser Platz, Sedanstraße, … Das geht auf Deutschlands Sieg im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 zurück: So wurden zahlreiche Orte und Straßenzüge nach den Orten gewonnener Schlachten gegen den französischen Rivalen benannt. Zugleich wurde das neue Viertel, das im kurz zuvor eingemeindeten Haidhausen entstand, nach französischem Vorbild gebaut. Diese Prägung ist im ganzen Viertel spürbar, etwa am Bordeauxplatz, der seit 1976 den Namen der Partnerstadt trägt und den eine Grünanlage mit Baumalleen schmückt. Unser besonderer Tipp ist aber der Weißenburger Platz, der auf einer Blickachse mit dem Pariser Platz, dem Orleansplatz und dem Ostbahnhof liegt. Die sternförmige Bündelung der Straßen erinnert an den Haussmann-Stil der Place Charles-de-Gaulle und anderer zentraler Plätze in Paris, die entspannte Atmosphäre und der Blick auf das bunte Blumenmeer um den Brunnen laden zum verweilen ein.

Claude & Julien

Nur ein paar Minuten entfernt, in der Elsässer Straße, wartet eine der beliebtesten Boulangerien Münchens auf uns. Seit 2017 bieten die beiden gebürtigen Franzosen Claude Petit-Jean und Julien Hubert hier handwerkliche Backkunst nach französischer Tradition. Hinter der Vitrine warten Croissants, pains au chocolat, Eclairs und vieles, vieles mehr!

Claude & Julien, Elsässer Straße 25

Bazar Cuisine

Einkauf möglich ab 8.3.21 von 14°°-18°° Uhr

Gepostet von Bazar Cuisine am Sonntag, 28. Februar 2021

Weiter geht es im Bazar Cuisine in der Balanstraße. Hier findet man feine Küchenutensilien, hausgemachtes Gebäck und Delikatessen aus Frankreich. Egal ob galettes bretonnes, Dijon-Senf oder Maronencrème – die Regale bieten alles, was das Herz begehrt. Dabei steht im Zentrum des kleinen Ladens ein Klavierflügel, an dem Inhaber Harry Bischof oft spielt und den Raum mit Musik erfüllt.

Bazar Cuisine, Balanstraße 8

Crêperie Bernard & Bernard

Zum Mittagessen besuchen wir die Crêperie Bernard & Bernard am Wiener Platz. Hier werden bretonische Galettes serviert, herzhafte Buchweizencrêpes in verschiedensten Variationen – etwa mit Spiegelei, Speck, Räucherlachs, Spinat oder Ziegenkäse. Wer eher einen Nachtisch sucht, wählt stattdessen süße Crêpes, ob traditionell mit Butter und Zucker, Nutella oder gesalzenem Karamell.

Crêperie Bernard & Bernard, Innere Wiener Straße 32

Hofgarten

Von Haidhausen geht es weiter in die Maxvorstadt. Dort schlendern wir vom Odeonsplatz aus in den Hofgarten, der ursprünglich im 16. und 17. Jahrhundert im französischen Renaissance-Stil angelegt wurde. Auf den Bänken des Hofgartens fühlt man sich fast versetzt in den Jardin des Tuileries, die Place de Vosges oder einen der unzähligen anderen grünen Parks und Gärten von Paris.

Institut français

Nur einen kurzen Spaziergang entfernt findet sich das Institut français, das französisches Kulturzentrum Münchens. Schon das Gebäude ist beeindruckend: eine großzügige Stadtvilla im Régence-Stil mit barocker Gartenanlage. Neben Sprachkursen bietet das Institut auch Seminare, Konzerte und Vorträge zu vielfältigsten kulturellen und gesellschaftlichen Themen. Zudem findet man in seiner Médiathèque mehr als 28.000 französischsprachige Romane, Comics, Kinderbücher und DVDs, die nach Hause ausgeliehen werden können.

Institut français München, Kaulbachstraße 13

Dompierre

Gleich fünf mal ist die Boulangerie Dompierre in der Stadt vertreten. Ob an der Universität, im Glockenbachviertel, in der Tengstraße oder im Werksviertel – Dich erwartet immer französische Backkunst auf höchstem Niveau. Hier findest Du knuspriges Baguette, herzhafte Tartes, kleine chouquettes aus Brandteig und viele weitere Spezialitäten!

Boulangerie Dompierre, Schellingstraße 10

Librairie française

In der Georgenstraße 43, an der Grenze zwischen Maxvorstadt und Schwabing, erwartet Dich dann die französisch-spanische Buchhandlung von Cecilia Estrada. In den weißen, sorgfältig sortierten Regalen der Librairie française findet man französischsprachige Literatur von überall auf der Welt – nicht nur aus Frankreich, sondern etwa auch aus Algerien, Kanada oder dem Senegal. Zudem veranstaltet die Buchhandlung normalerweise regelmäßig Vorträge, Ausstellungen und Lesungen, was wegen der Auflagen im Moment allerdings nicht möglich ist.

Librairie Française à Munich, Georgenstraße 43 – mehr dazu hier.

Le Faubourg

Zum Abendessen kehren wir noch einmal ins Franzosenviertel zurück und besuchen das Restaurant Le Faubourg. Normalerweise verbringen die Gäste hier den Abend auf der Terrasse und lassen sich Austern, Entrecôte oder Fondant au chocolat servieren, aktuell gibt es all das und mehr stattdessen zum Mitnehmen. Außerdem bietet das Restaurant jeden Freitag verschiedene Gerichte im Glas vorgekocht als Take-Away an, die man dann in Ruhe daheim genießen kann.

Le Faubourg, Kirchenstraße 5

Schloss Nymphenburg

Wir beenden unsere Tour durch das französische München am Schloss Nymphenburg. Die ehemalige Sommerresidenz der Wittelsbacher im Westen der Stadt wurde nach dem Vorbild der großen Barockschlösser des französischen Absolutismus gebaut, der Palast mit enormer Parkanlage erinnert stark an Versailles. So fühlt man sich, als würde man den Sonnenuntergang im Schloss des Sonnenkönigs Louis XIV. betrachten – ohne dabei München zu verlassen.

Und wenn Du nicht genug kriegen kannst: Auch das Schloss Herrenchiemsee ist deutlich von Versailles inspiriert, sogar der Spiegelsaal wurde nachgebaut, nur noch größer als im Original!


Fotos: © Lucas Thannhäuser, Florian Kappelsberger
Beitragsbild: Unsplash/Alexander Kagan

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