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Die 10 (wirklich) besten Serientipps für einen gemütlichen Wintertag

Zwischen den Jahren können wir nun endlich abschalten. Wir haben wohl so viel Zeit wie noch nie, denn nicht einmal die ganze Familie kommt zu Besuch – was den ein oder anderen vielleicht sogar aufatmen lässt. Bleibt nur noch die Frage: Was genau sollen wir machen, wenn wir eigentlich nichts machen wollen? Die Antwort lautet: BINGEN! Und damit du nicht zum dritten Mal Friends schaust oder erst zwei Stunden durch Netflix scrollen und suchen musst, haben wir aus der MUCBOOK-Redaktion dir hier ein paar richtig gute Serientipps aufgelistet!

The Queen’s Gambit

Die siebenteilige Serie die in den 1950er Jahren spielt ist wohl mit die beste Serie die ich dieses Jahr geschaut habe. Die Protagonistin Beth Harmon wird mit neun Jahren zum Waisenkind und lernt im Waisenhaus Schach spielen. Schnell wird ihr außergewöhnliches Talent sichtbar und sie beweist sich in den kommenden Jahren als eine der wenigen Frauen im männerdominierten Sport Schach. Man muss kein Schachprofi sein für diese Serie, der unglaublich tolle Cast ist schon Grund genug The Queens Gambit anzuschauen. Unbedingt bis zum Ende anschauen, denn die letzte Folge ist meiner Meinung nach die Beste!

– Clara

Braunschlag

Ein überschuldeter Bürgermeister und ein versoffener Diskobesitzer täuschen in einem Kleinkaff eine Marienerscheinung vor, um damit den lokalen Tourismus anzukurbeln. Dass das keine gute Idee ist, zeigt die Serie Braunschlag…Wenn mich jemand nach Serientipps fragt, komme ich aus irgendeinem Grund immer wieder auf Braunschlag von Fernsehgott David Schalko zurück. Wahrscheinlich aus dem einfachen Grund, weil es eine rundum gelungene TV-Groteske ist. Etwas schwarzen Humor und Sinn für Lokalkolorit sollte man für die acht Folgen mitbringen – dann kann der makabere Spaß beginnen. Vor allem die vielen originellen Figuren bleiben im Gedächtnis und sie sind bis in die Nebenrollen hinein hervorragend besetzt. Fast scheint es, als hätten unsere Nachbarn da einfach ein größeres Reservoir an lebendigen Charakterschauspieler*innen. Leider nicht in Amazon Prime enthalten, aber man kann die Staffel dort momentan sehr günstig in HD kaufen.

– Flo

Arrested Development

Eins vorweg, muss man auf Englisch schauen, nicht um irgendwie prätentiös rumzuflexen, die deutsche synchro ist einfach eine Katastrophe. Ansonsten ist auch die ganze Serie eine Katastrophe zumindest für das Familienunternehmen, das wir beim stetigen Untergang begleiten. Eine Sitcom ohne eingespielte Lacher, die schnell ihre ganz eigene Sprache entwickelt und auch beim dritten Rewatch noch neue Gags offenbart.

– Yannik

Killing Eve

Top Serientipp: „Killing Eve“ auf Prime, geschrieben von u.a. Phoebe Waller-Bridge. Warum so unfassbar genial, obwohl es eigentlich nur eine basic Katz-und-Maus-Story zwischen psychopathischer Attentäterin und British Intelligence MI6 ist? Weil alle männlichen Figuren eine eher untergeordnete Rolle spielen und das tut so verdammt gut! Außerdem sticht Jodie Comer mit ihrer außergewöhnlichen schauspielerischen Leistung so hervor, man kann nicht aufhören, ihr zuzuschauen. (Sie ist auch noch wunderschön.)

– Sahika

Salt, Fat, Acid, Heat

Samin Nosrat ist Köchin und Autorin, hat ein Buch mit demselben Titel geschrieben. Für sie sind Salz, Fett, säure und Hitze die vier wichtigsten Bestandteile, die ein Gericht ausmachen, egal wo auf der Welt. In den vier Folgen bereist sie vier unterschiedliche Länder und widmet sich dort je einem der Themen. Bisschen was für Fernweh, bisschen was zum Lernen, nur vier Folgen schafft man also auch gut durch, am besten davor essen weil sonst wird man zu hungrig – aber eigentlich optimal für die Feiertage zuhause weil hungrig ist man da sicher nie.

– Sophia

Dark

Oh mein Gott, ich habe mich einfach sowas von Hals über Kopf verliebt in Dark! Von der düsteren deutschen Serie kann man sich auf Netflix mitreißen lassen. Die Serie spielt in dem kleinen spießigen Ort Winden, in dem alle alle kennen und auch alle – wie man das so kennt – alles voneinander wissen. In der Serie spielen meines Erachtens wahnsinnig viele Charaktere mit, zu denen man eine gewisse Hassliebe aufbaut. Es verschwinden Kinder und/oder Menschen sterben und/oder Leichen werden gefunden – und dann wird’s irgendwie richtig abgefahren… Ich sag mal so: Zeit ist ein wichtiger Bestandteil der Serie und die Frage, die sich definitiv nicht stellt ist „Wo“ jemand ist… Dark ist perfekt, wenn man die Schnauze voll hat von Jingle Bells und Friede, Freude, Lebkuchen, aber in drei Tagen durchschauen wird dann doch sportlich.
P.S.: Es gibt online Stammbäume zu jeder Staffel neu mit denen man sich nicht spoilert und trotzdem den Überblick behält. Und: Es hilft (und macht Spaß), das zu zweit zu schauen und drüber zu reden was grad nochmal passiert ist!

– Sophie

How To With John Wilson

Grad zu Ende gebinged: Die HBO-Serie ”How To With John Wilson”. Der New Yorker Mittdreißiger John Wilson nimmt uns mit seiner Wackelkamera mit in die Straßen New Yorks, wo er allerlei skurrile Alltagsbeobachtungen, eigenwillige Charaktere und absurde Fragen zu einer äußerst unterhaltsamen halben Stunde vermengt.

– Jan

Chernobyl

Die Serie gibt Einblicke in die Sichtweise vieler verschiedener Akteur*innen zu der Zeit der Katastrophe. Da die emotionalen Geschichten auf harten Fakten beruhen, werden die Geschehnisse erschreckend real und greifbar. Gut fühlt man sich danach nicht, dafür etwas welterfahrener und abgebrühter.

– Sheila

Orphan Black

Wer die Tage mal so richtig bingen will, dem würde ich definitiv Orphan Black empfehlen! Ich bin mittendrin und finde die Science-Fiction-Serie bis jetzt extrem spannend und besonders. Zur Handlung: Sarah wird Zeugin eines Selbstmordes und erkennt, dass die Frau genauso aussieht wie sie. Daraufhin nimmt sie die Identität der Fremden an und realisiert, dass die Ähnlichkeit kein Zufall ist. Mehr verrate ich nicht, ich will ja nicht spoilern…

– Leila

Babylon Berlin

Wer kennt es nicht? Man ist neu in Berlin und ist erst einmal schwer überfordert von den vielen Möglichkeiten, die Hauptstadt zu bieten hat. Sex, Drugs and Swing? Für ihre Kooperation Babylon Berlin schicken die ARD und Sky den jungen Kölner Polizisten Gereon Rath nach Berlin der wilden 20er Jahre. In einer spannenden Mischung aus klassischer Kriminalserie und historischen Ereignissen, kämpft er sich zusammen mit seiner Assistentin Charlotte Ritter immer weiter in die Tiefen der Berliner Unterwelt, die aus Halunken, russischen Agenten und Nazis besteht. Viel Berliner Dialekt, politische Intrigen und Spannung garantiert.

– Jonas


Beitragsbild: Unsplash/Charles Deluvio

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