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Die 10 (wirklich) besten Wirtshäuser in München

Carolin Dithenhof

Münchner Kindl wieder zurück in der Heimat. Liebe zum Wiener Schmäh und Kaffeehäusern mit ausgelegten Zeitungen. Marillenknödel for life.
Carolin Dithenhof

Ade lieber Sommer, baba Bikini und bis zum nächsten Jahr, erfrischende Wassermelone. Die Blätter fallen von den Bäumen, die Abende werden kühler und wir haben wieder richtig Lust auf deftiges Essen, das im Bauch dieses schöne, wohlig warme Gefühl hinterlässt.

Mit der bayerischen Küche kann man ohnehin nie wirklich was falsch machen: In einem gut beheizten, holzvertäfelten Gasthaus auf Herzalstühlen zu sitzen, sich auf seinen Schweinsbraten oder seine Käsespätzle zu freuen und eine (un)lustige Postkarte vor dem Toiletteneingang mitzunehmen, gehört doch irgendwie zum Lifestyle der bayerischen Gemütlichkeit.

Damit du weißt, wo du die am besten erleben kannst, haben wir dir hier die schönsten und (wirklich) besten Wirtshäuser der Stadt zusammengestellt.

1. Der Klinglwirt (Haidhausen)

An einem Eck der ewig langen Balanstraße findest du dieses gemütliche Wirtshaus. Typisch bayrische Küche und dazu noch alles aus biologischer Landwirtschaft von Herrmansdorfer. Zum Glück gibt es Käse, denn mit dem lässt sich bekanntermaßen jedes Gericht aufpeppen. Vegetariern wird demnach fast die Hälfte der Speisekarte gewidmet: Schupfnudeln, Käsespätzle oder das Knödel-Duo sind Teil der kulinarischen Auswahl.

Laut Insidern gibt es hier eines des besten Schnitzel der Stadt und das obwohl vom Schwein! Um Enttäuschungen zu vermeiden: Schnitzel gibt es immer nur Montags.

Unser Schweinsbraten-Index: 16,90 Euro
Helles Löwenbräu: 3,90 Euro

An alle Süßmäulchen: Sonntag ist Kaiserschmarrntag.

Zur Website, Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 17.00 Uhr bis 24.00 Uhr, Sonntag von 11.00 Uhr bis 23.00 Uhr

2. Gasthaus Isarthor (Lehel)

https://www.instagram.com/p/BOmnLPTgozi/?

Ein Wirtshaus-Klassiker, der einem irgendwie doch oft aus dem Sinn gerät. Das kleine bayerische Wirtshaus am Eck ist nicht umsonst immer gut besetzt: Die Speisekarte reicht von Klassikern wie Rindersaftgulasch mit Semmelknödel über Reiberdatschi mit Räucherlachs und Honigsenfsoße bis zur Forelle Müllerin Art.

Erwähnt seien auch die für München wirklich günstigen Preise der Mittagsgerichte. Vegetarisches gibt es für 6,00 Euro, Gerichte auf Fleischgrundlage für 6,50 Euro.

Wissenswert und preiswert: Weißwurst-Frühstück (bis 12.00 Uhr) inklusive Weißbier für 7,00 Euro

Unser Schweinsbraten-Index: 10,90 Euro
Gustl vom Fass: 3,80 Euro

Zur Website, Öffnungszeiten: täglich von 10.00 Uhr bis 23.00 Uhr

3. Wirtshaus in der Au

https://www.instagram.com/p/BkvRU4ThrEB/?

Eines der schönsten Wirtshäuser findest du in der Au, ein paar Gehmeter von der Isar entfernt. Das Wirtshaus, das schon seit 1901 seine Kunden mit typisch bajuwarischen – und nun auch neu interpretierten – Gerichten versorgt, war Karl Valentin auch sein liebstes. Nicht umsonst lautet der Name des Festsaals Valentinsaal.
Laut eigenen Angaben gibt es hier die größten Knödel der Stadt. Wer bei Knödel jetzt seine Ohren spitzt, der saß vielleicht letzte Woche noch in der Knödelei auf der Wiesn: Seit 2002 gehört das Wiesnzelt zum Gasthaus dazu.

Wissenswert: Jeden Sonntag Vormittag gibt es einen Jazzbrunch.

Schweinsbraten-Index: 14,50 Euro
Helles Paulaner: 4,50 Euro

Einzigartig: Der einzigartige Münchner Knödel aus Brezn, Schweinebratenstückerl und süffigem Paulaner Bier auf Rahmkraut mit Senfkerndl-Hollandaise. Und der sagenumwobene Nachtisch!

Zur Website, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag ab 17.00 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag ab 10:00 Uhr

4. Xaver’s (Glockenbach)

Das Xaver’s gehört zwar zu den ganz jungen Gaststätten der Stadt, hat aber bislang alles richtig gemacht, um auch bei uns einen Platz in der Liste zu bekommen. Die drei Gründer-Geschwister Portenlänger sind alle noch in ihren Zwanzigern. Demnach ist auch das Publikum vor allem abends eher jung. Evolution, nicht Revolution der bayrischen Küche ist hier das Motto. Das merkt man auch an der Karte: ein wenig modern interpretiert, wie zum Beispiel beim gebratenen „Wallerkotlett mit Rote-Beete-Püree und buntem Karottengemüse“. Auf Bier und Wein ist man zudem nicht unbedingt angewiesen. Eine Italo-Inge oder ein Basilikum Spritz schmecken zur Abwechslung nämlich auch sehr gut.

Schweinsbraten-Index: 12,80 Euro
Helles: 3,70 Euro

Zur Website, Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag von 11.30 Uhr – 24.00 Uhr, Montag Ruhetag
Warme Küche bis 22.00 Uhr, Sonntage und Feiertag bis 21.30 Uhr

5. Nürnberger Bratwurst Glöckl am Dom (Altstadt)

Egal ob mit Besuch, mit den Eltern oder doch einfach mit seinen heimischen Freunden: Das Bratwurstglöckl ist einfach eine Institution, die zu jedem Anlass angemessen scheint. Zwar muss man manchmal, vor allem im Sommer, sein Fremdsprachengehör ausschalten, um nicht zu denken man sei gerade Tourist in der eigenen Stadt. Doch dann punktet dieses Gasthaus einfach mit Ambiente und gutem Essen. Neben Nürnberger Rostbratwürsten mit Sauerkraut und Kren finden sich hier alle Klassiker, von der Schweinshaxen bis zum Kaiserschmarrn. Man trifft alteingesessene Münchner neben Studenten und Zuagroasten in urig-gemütlichem Interieur.

Unser Schweinsbraten-Index: eher ordentlich mit 14,80 Euro
Helles Gustl: 3,90 Euro

Zur Website, Öffnungszeiten: tägliche von 10.00 Uhr bis 01.00 Uhr, Sonntage und Feiertage bis 23.00 Uhr

6. Kaisergarten (Schwabing)

https://www.instagram.com/p/Bb4BspgnkY7/?

Der Kaisergarten im schönen Altschwabing überzeugt uns nicht nur im Sommer mit seinem kleinen Biergarten, auch drinnen ist es stilvoll und gemütlich. Grün dominiert nicht nur die Wand im Innenbereich, sondern auch die Kastanien im Biergarten. Die Küche zählt laut dem ein oder anderen Münchner zu den besten der Stadt. Bayerisch inspiriert aber mit wechselnden saisonalen Gerichten kannst du hier wahrlich speisen wie ein Kaiser /eine Kaiserin. Die Preise sind etwas teurer – das merkt man auch teils am Schikeria-Publikum – dafür ist eine Lobeshymne an die heimische Küche danach fast immer garantiert.

Wissenswert und preiswert: Mittagsmenü 12,50 Euro  (2 Gänge plus Kaffee)

Schweinsbraten-Index basiert hier auf dem Wiener Schnitzelpreis: 22,50 Euro
Helles Ayinger: 4,10 Euro

Website, Öffnungszeiten: täglich von 10.00 Uhr bis 01.00 Uhr

7. Nomiya aka der bayerische Japaner (Haidhausen)

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Lecker essen

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Ja, du hast recht, ein bisschen aus der Reihe fällt er ja. Aber wir dachten, Publikum und Einrichtung ist so bayerisch, da zählt die verdrehte Kulinarik in diesem Ambiente irgendwie nicht als Ausschlusskriterium. Früher war es mal ein Insidertipp, man munkelte von Münchner Urgesteinen, die mit typisch zünftiger Visage ihr Bier aus Steinkrügen tranken, im Hintergrund Männer asiatischer Herkunft Sashimi filetieren. Und ja, genauso ist es heute auch noch: wirklich gutes Sushi in bayerisch-moderner Atmosphäre und Haidhauser Gesellschaft.

Unser Schweinsbraten-Index: fällt hier leider aus
Trostpflaster: Spanferkelbraten (dünn geschnittenen mit japanischer Mayonnaise, feingeschnittenen Frühlingszwiebeln auf Salat der Saison) 4,80 Euro
Helles Tegernseer und Giesinger: 3,20 Euro

Website, Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 18.00 Uhr bis 01.00 Uhr, Sonntag und Montag Ruhetag.
Warme Küche von 18.00 Uhr bis 23.00 Uhr

8. Obacht (Maxvorstadt)

Das Obacht ist das cleane und hippe Wirtshaus in unserer Auswahl. An den Wänden hängen die Plakate mit den bayrischen Sprüchen von Michael Wiethaus, auf denen dann mal sowas steht wie „Es gibt nix bessers wia wos guads“. Finden wir übrigens auch! Innendrin treffen Industrielampen auf Holzmobiliar und verleihen dem Interieur eher minimalistische Coolness als bayerische Gemütlichkeit. Das Essen ist trotzdem sehr gut und für die Maxvorstadt preislich auch völlig in Ordnung.

Wissenswert: Das Wirtshaus ist spezialisiert auf süddeutsche Küche, das heißt von Bayern über Franken und Schwaben bis nach Baden und in die Pfalz. Hier kann man zum Beispiel auch den schwäbischen Eintopf „Gaisburger Marsch“ genießen.

Schweinsbraten-Index: 10,80 Euro (nur Samstag und Sonntag)
Gustl Helles:3,50 Euro

Für Kulinarik-Entdecker: Augustiner Weißbier-Tiramisu

Website, Öffnungszeiten: täglich ab 17.00 Uhr

9. Spatenhaus (Altstadt)

https://www.instagram.com/p/BTl–l3FZle/?

Das Spatenhaus ist das Traditionshaus für besondere Anlässe. Wer es sich hier gut gehen lassen möchte, der muss ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Gutbürgerliche Küche auf höchstem Niveau bietet das Spatenhaus. Und ja richtig, Essen kann man hier auch gleich auf zwei Ebenen. Unten wirkt es ein wenig bodenständiger, im Obergeschoss prunken dann vier kleine Räume mit weißen Tischdecken, elegant vertäfelten Holzwänden und einer sichtbar großen Weinauswahl.
Nicht zu vergessen sei der einmalige Blick auf die Residenz und die Oper.

Unser Schweinsbraten-Index: 18,00 Euro
Helles: 4,90 Euro

Website, Öffnungszeiten: EG täglich 09.30 Uhr bis 00.30 Uhr, OG täglich 11.30 Uhr bis 01.00 Uhr

10. Zur Schwalbe (Westend)

Direkt gegenüber von unserer Redaktion findet sich das Gasthaus zur Schwalbe. Eröffnet hat es unter neuer Leitung Anfang des Jahres. Die Speisekarte ist klein aber fein und erfreut mit Klassikern, genauso wie mit etwas selteneren Gerichten wie dem „Breznsalat“ (geröstete Laugenbreze, junger Spinat, Radieschen, Gurke, Senf-Honig Dressing). Die Innengestaltung ist traditionell gehalten, ein wenig Industrieschick lässt das Gasthaus modern wirken. Sehr gutes Essen, nette Atmosphäre und gute Preise.

Wissenswert und preiswert: Mittagsmenü zwischen 6,90 und 7,80 Euro.

Statt Schweinsbraten-Index, saftiger Krustenbraten mit Kartoffelknödel und hausgemachtem Krautsalat für 12,90 Euro
Helles Gustl: 3,50 Euro

Website, Öffnungszeiten: Sonntag – Freitag von 11.30 Uhr bis 24.00 Uhr, Samstag von 17.30 Uhr bis 24.00 Uhr

(11.) Die vegane Alternative: das Bodhi (Westend)

https://www.instagram.com/p/Bn93OF6ngIH/?

Nicht, dass sich Vegetarier und Veganer jetzt vernachlässigt fühlen. Zwar gibt es fast in jedem Wirtshaus ein paar fleischlose Gerichte, über beliebte „Knödel-Trios“, „Käsespätzle“ und ein paar „Salat-Variationen“ geht es jedoch meist nicht hinaus.

Das muss nicht sein, denn wer trotzdem gerne mal das Feeling von bayerischer Fleischküche genießen möchte, kann sich im Bodhi einfach fleischlos inspirieren lassen. Ob Sojaschnitzel „Wiener Art“ mit Kartoffel- und Beilagensalat oder dem Bodhi-Pfandl (Knuspersojasteak, Dunkelbiersoße, Apfelblaukraut, Kartoffelknödel): Hier darf man guten Gewissens sündigen. Das Bodhi ist übrigens das einzig vegane Wirtshaus in ganz Bayern!

Unser Pseudo-Schweinsbratenindex (Sojaschnitzel): 13 Euro

Website, Öffnungszeiten: täglich ab 17.00 Uhr

Ja und wenn wir jetzt dein Lieblings-Wirtshaus vergessen haben sollten, denn auch wir sind nicht allwissend: ab in die Kommentare damit!


Beitragsbild via Flickr, Manfred StegerCC BY 2.0,  verändert mit Spark

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