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Die Höchste Eisenbahn: Wer bringt mich jetzt zu den Anderen

„Ernsthaft, gibt es sonst noch irgendwo eine Band wie diese? Wer sonst verbindet die Pop-Finesse einer Band wie Steely Dan mit Indierock-Lässigkeit und der Sentimentalität eines betrunkenen Straßenmusikers? Auf ihrem neuen Album haben sie nur zwei Themen, nämlich was wir so tun und wie sich das dann anfühlt. Wir streifen durch die dunklen Großstadtgassen und aus den Fenstern sickern Melodien und Gesprächsfetzen. Die Höchste Eisenbahn steht für eine erwachsene Popmusik, die endlos verspielt ist. Ihre neue Sammlung von Songs namens „Wer bringt mich jetzt zu den Anderen“ hat keine Füller, keine Ausfälle, keine Vor-Skip-Nummern. Das Album ist aus einem Guss, man kann sich drauflegen und treiben lassen, bis der Fluss ins Meer geht. – Bernd Begemann, Musiker

Es ist Zeit. Nein, es ist sogar aller höchste Eisenbahn!
Wer auf Tocotronic, Olli Schulz, Clueso und Co. abfährt sollte sich unbedingt das neue Album von Die Höchste Eisenbahn anhören. Das Singer-Songwriter Quartett Francesco Wilking, Moritz Krämer, Max Schröder und Felix Weigt haben Ende August ihr neues Album „Wer bringt mich jetzt zu den Anderen“ bei Tapete Records veröffentlicht. Es ist wie ein Hörbuch mit 13 gesungenen Kurzgeschichten, hinter denen sich ein tieferer Sinn verbirgt. Geschichten voller Lyrik, Poesie und Reimen, die man sogar noch aus Kindertagen kennt.

 

„Wie jedes Märchen geht auch dieses gut aus“



Man merkt, dass sich die Band irgendwie in einer 80er-Jahre-Phase befindet. Das erklärt auch warum besonders Musikfreaks bei dem neuen Album auf ihre Kosten kommen. Zu hören sind die entstaubten Yamaha Dx7-Brass-Synths, Roland Juno-Pads, Bongos, Motown-Streicher und sogar eine chinesische Viola. Das ist so verdammt 80ies.

Wer hätte gedacht, dass deutschsprachiger Indiepop funktioniert. Männer mit Bärten singen kitschige, tragische und lustige Liebeslieder.
Man traut sich kaum zuzugeben, dass man auf diesen Kitsch steht, aber sobald die Musik anfängt wackelt der Kopf, der Körper wippt und die Lippen formen den Songtext. Es wäre einfach zu schade nicht mit auf die Eisenbahn zu springen und laut zu singen.

Was die Jungs von Die Höchste Eisenbahn produzieren ist wahrlich einzigartig, nur leider wissen das die wenigsten.
Müsste man das Album in einem Satz zusammen fassen so wäre es „Wir kennen das alles, worüber die Jungs singen, aber wir haben es lange nicht mehr so deutlich gefühlt.“

Ihr gemeinsames Band-Projekt starteten die vier Jungs aus Berlin 2011. In den zwei darauffolgenden Jahren veröffentlichten sie ihre EP „Unzufrieden“ und das Album „Schau in den Lauf Hase“. Dieses Jahr gehen sie mit ihrem zweiten Album „Wer bringt mich jetzt zu den Anderen“ auf Tour. Die Höchste Eisenbahn macht am 21. November Halt in München und teilt ihre Geschichten mit uns.
Lernt jetzt schon mal die Texte auswendig, denn singend tanzt es sich leichter.


In aller Kürze:
Was? Konzert von Die Höchste Eisenbahn
Wann? 21. November 2016
Wo? Strom
Wieviel? 23 Euro, Tickets gibt es hier


Fotocredit: © Sonja Stadelmaier

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