digina 2017
Aktuell, Kultur, Warum tust du das?

Was passiert mit unserem digitalen Erbe? Anworten gibt es auf der digina 2017

Yannik Gschnell

Ex-Prakti und immer noch nicht weggekommen.
'99 // Liebe für Politik, Musik & gute Menschen.
Yannik Gschnell

Wir leben digital, also werden wir unseren Hinterbliebenen ein gewaltiges digitales Erbe hinterlassen, wenn wir sterben. Doch was geschieht eigentlich mit all den Fotos, Konten und Daten?

Dieser Frage widmet sich die digina 2017 am 16. November. Die Konferenz dient als Treffpunkt verschiedener Experten zu diesem Thema, um so einen lebendigen Diskurs zu diesem Tabuthema zu schaffen.

2016 fand die erste digina-Konferenz in Hamburg statt. Seitdem haben die  Initiatoren einiges ins Rollen gebracht und steuern mit einigem Rückenwind die digina 2017 in München an.

digina 2017

Wir haben Sabine Landes und Dennis Schmolk einige Fragen gestellt, den beiden Münchner Bloggern hinter digital-danach.de und Initiatoren der digina 2017 in München:

Mucbook: Woher kommt der Name eures Projekts? Und was bedeutet er?

Sabine Landes & Dennis Schmolk: Der Projektname digina leitet sich von DIGItaler NAchlass ab. Dennis und ich bloggen seit Mitte 2015 über die Frage, was aus unserem digitalen Leben, unseren digitalen Spuren wie Fotos, Texten, Projekten, Kunst, Arbeitsergebnissen oder Gesprächen im digitalen Raum wird, wenn wir einmal nicht mehr da sind. Und genau darum wird es auf der Konferenz auch gehen.

Was ist neu, anders und einzigartig daran?

Digitaler Nachlass ist noch ein sehr junges Thema, das aber jeden betrifft, der in einer digitalisierten Gesellschaft wie der unseren lebt. Dazu wirft es zahlreiche Fragen auf, die ganz unterschiedliche Disziplinen betreffen: Rechtliche, technische, gesellschaftliche, soziale. Übers Bloggen haben wir aus den unterschiedlichsten Branchen Menschen kennengelernt, die sich z.T. schon mit diesen Fragen beschäftigen, oft aber nichts voneinander wissen.

Das neue an der digina ist, dass sie zum ersten Mal Menschen aus den unterschiedlichsten Disziplinen zusammenbringt, um nach gemeinsamen Lösungsansätzen zu suchen. Im Rahmen der Konferenz wird auch ein erstes Consensus Paper entstehen.

Wir haben uns gefragt: Warum nicht bei dieser Gelegenheit einen deutschlandweiten, branchenübergreifenden Wissensstand zusammentragen? Warum nicht die digitale Avantgarde zusammenbringen und konstruktiv über Lösungen brüten lassen?

Wie viel Zeit habt ihr in euer Projekt investiert/ werdet ihr investieren?

Viel.

Wo findet man euch?

In München sitzen wir in Altperlach – unser Homeoffice (zum Texten, Recherchieren, Konferenz planen, eigene Vorträge und Seminare vorbereiten) schlagen wir aber nicht nur dort, sondern auch immer wieder mal bei Freunden und Familie auf. Hauptsache es gibt W-LAN!

Wer unterstützt euch?

Wir haben dieses Jahr für die digina ein tolles Konferenzteam: Es unterstützen uns Mario C. G. Juhnke und David Sporer (mediahelden GmbH) und Alexander Pinker (Startup-Netzwerk SUN e.V. und Medialist Group). Dazu werden wir auf großartige Weise vom Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) und vom Vorsorgedienstleister Somnity unterstützt.

Was macht ihr, wenn ihr nicht an eurem Projekt arbeitet?

Wir kommen beide aus der Verlagsbranche und sind hier noch in einigen Projekten aktiv. Ansonsten: Geld verdienen, den Herbst genießen und die tausend Kleinigkeiten des Alltags bezwingen!

Was liebt ihr an München besonders?

Isarspaziergänge, die Münchner Stadtbibliothek und die Forschungsbrauerei in Perlach!

Wenn euer Projekt eine Person wäre, wie wäre diese Person?

Extrem bunt und facettenreich und wahrscheinlich ziemlich nerdig.

Eure Infos im Netz?

Das ist ganz einfach: Sabine findet man unter sabinelandes.de, Dennis unter dennisschmolk.de, unser Blog unter digital-danach.de und alles zur Konferenz zum digitalen Leben, Nachlass und Nachleben unter digina-conference.com.

Ein Song, der mit eurem Projekt zu tun hat?

Eine kleine Anekdote: Über unsere Beschäftigung mit der Digitalisierung rund um Tod und Trauer kommen wir auch immer wieder mit der analogen Bestattungswelt in Berührung. Was uns dabei überrascht hat: Wie gängig es ist, sich im Rahmen der Vorsorge ein Lied für die eigene Bestattung zu wünschen. Da mussten wir selber passen, wir hatten keine Antwort. So geht es mir jetzt auch ^^


In aller Kürze:

Was? digina 2017

Wann? Donnerstag, 16.11.2017

Wo? Microsoft Offices, Walter-Gropius-Straße 5, 80807 München

Wieviel? Studenten: 29 € / Standard: 99 €, Tickets hier


Fotos: © digina / zVg

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