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Frischer Wind für Münchens Verkehrslage: Das ist das neue Mobilitätsreferat

Am Montagmittag wählte der Stadtrat in einer Vollversammlung einen neuen Mobilitätsreferenten für München. Von nun an sollen Fragen zum ÖPNV bis hin zum Radverkehr im neu geschaffenen Mobilitätsreferat gebündelt und Entscheidungen anschließend zentral getroffen werden. Die Mobilität ist in der Stadt ein verbesserungswürdiges, stets aktuelles Thema. Mit Georg Dunkel, dem frischgebackenen Leiter des Referats, ist nun eine große Hoffnung auf eine Verbesserung der Münchner Verkehrssituation verbunden.

Das neue Mobilitätsreferat – die wichtigsten Aufgaben

Der Stadtrat hat sich mit 47 von 81 Stimmen für einen Leiter des neu eingerichteten Mobilitätsreferats entschieden, nämlich für Georg Dunkel. Dunkel (47) ist parteilos und war bisher als Hauptabteilungsleiter Verkehrsplanung im städtischen Planungsreferat tätig. Er steht nicht nur für die Verzahnung von Stadt- und Verkehrsplanung, sondern beschäftige sich auch mit Fragen zum Klimaschutz.

Georg Dunkel, Leiter des Mobilitätsreferats

Dunkels Hauptaufgabe wird es nun sein, eine neue Verwaltungsorganisation aufzubauen, denn bisher waren verschiedene Referate für Themen des Verkehrs verantwortlich. Nun muss er die Mitarbeiter*innen aus den verschiedenen Verwaltungsstellen im Mobilitätsreferat mit 300 Stellen zusammenführen. Von der Implerstraße aus sollen ab dem 1.1.2021 nun alle städtischen Verwaltungsabteilungen aus dem Bereich Mobilität zu einem einzigen Referat zusammengeführt werden, um Entscheidungsprozesse zu verkürzen und neue Schnittstellen zu kreieren. Ziel ist eine schnellere und zügigere Umsetzung dieser Themen. Somit sind vom Mobilitätsreferat vor allem enge Kooperationen und viele Gespräche gefordert.

Nach Angaben des Stadtrats hat Dunkel vor allem „inhaltlich überzeugt“ und wird die mit seinem neuen Posten verbundenen Aufgaben nun mit Erfahrung, Expertenwissen und Motivation angehen. Paul Bickelbacher, Stadtrat der Grünen / Rosa Liste, empfindet die Wahl als „guten Zug“ und ist sehr zuversichtlich.

Klimaschutz, Lebensqualität und Flächeneffizienz – Ziele und Herausforderungen

Die größte Herausforderung werde es sein, die neue Verwaltungseinheit aufzubauen. Dies sei eine komplexe Aufgabe und brauche Zeit, sich zu etablieren. Paul Bickelbacher aber bleibt optimistisch, denn junge, motivierte Mitarbeiter*innen stünden bereits in den Startlöchern und es gebe viele frische Ideen zur Umsetzung.

Das Mobilitätsreferat wird sich vor allem mit Fragen zum Klimaschutz, der Lebensqualität und der Flächeneffizienz beschäftigen. Vor allem soll es für Radfahrer*innen mehr Flächen geben. Hierbei wird viel detaillierte Arbeit nötig sein, um ein sicheres Radfahren in München zu gewährleisten. Außerdem sollen auch Busspuren und anschließend Tramspuren ausgebaut werden. Große Ziele, die aber mit „Mut und kluger Organisation“ erreicht werden können, meint Bickelbacher.

Blick in die Zukunft: wie steht es um den Frauenanteil?

Während die Verwaltungsabteilung „öffentlicher Verkehr“ ein noch immer ziemlich männlich dominiertes Gebiet ist, erfreut sich die Abteilung „Fuß- und Radverkehr“ nach Angaben des Stadtrats an weiblichem Zuwachs. Demnach ist der Anteil von Männern und Frauen in diesem Bereich sehr ausgeglichen. Insgesamt sind viele Stellen der Verwaltung in der Münchner Verkehrsplanung von Frauen besetzt. Zudem wird die neue Stadtdirektorenstelle an eine Frau vergeben.

Beitragsbild: © LUCA TACINELLI on Unsplash

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