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Gesichtstattoos und Skittles: Das war Lil Xan in der Muffathalle

Jan Krattiger

Irgendwas mit Medien, Videokameras und Gitarren. Gitarren sind immer gut.
Jan Krattiger

„I love you all, Germany“. Gäbe es Geld für Liebesbekundungen, müsste Lil Xan längst Millionär sein: In einer eher dürftig gefüllten Muffathalle wird der Shooting Star am Cloud Rap-Himmel  gestern Abend nicht müde, den Fans wiederholt zu bekunden, wie gern er sie hat. „You’re so beautiful“ folgt dann meist. Das hat man von Rappern aber auch schon mal anders gehört.

Auch sonst ist der junge Diego bestens gelaunt und voller positiver Energie. Unterstützt wird er von einem Tour-DJ und einer Art professionellem Animateur, dem nicht mal ein eigenes Mikro auf der Bühne vergönnt ist.

Eine gute Stunde feuert Xan Hits aus seinem überschaubaren Backkatalog ab. Außerdem gibt es Tributes für verstorbene Freunde: Lil Peep, Mac Miller und XXXTentacion (wenn wir das richtig verstanden haben). Alle drei sind letztes Jahr verstorben. „We lost so many legends“. Ein erstaunlicher Satz für einen erst 21-Jährigen, der über seine eigene Generation spricht.

Erstaunlich ist auch die entfesselte Stimmung, die von den wenigen anwesenden Fans ausgeht. Da war selbst bei vollem Haus schon mal mehr tote Hose in der Muffathalle. Die überwiegend jungen Fans feiern, als gäbe es kein Morgen oder zumindest als gäbe es Morgen keine Schule. Alles richtig gemacht!


Fotos: © Jan Krattiger

Text: Florian Kraus

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