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[kɔn]spiration: Wer ist das neue Münchner Magazin?

Kevin Brandt

Münchner Kindl ohne ausgeprägte Ortskenntnis. Politisches Wesen. Sprache ist Macht. Printanhänger. Schon immer schreibend. Schon immer suchend.
Kevin Brandt

Nachdem die erste Ausgabe ohne Starallüren und Egospielchen überstanden ist – zumindest drang nichts aus dem berühmt berüchtigten Literatenkeller in der Schelling 3 -, steht Ausgabe #2 nichts im Wege: Das [kɔn]-paper mausert sich zum absolut wundervollen Print-Geheimtipp. Nachdem Sex das Debüt bestimmte, dreht sich nun alles um: Verfall. Wie gewohnt beschränkt man sich nicht auf eine Titelstory, sondern die besonders feine Sezierung des sinnspendenden Begriffs. In die schriftliche Aufbereitung von Verfall taucht ihr ab dem 13. Dezember ein – wundervoll angerichtet mit Lesung und Ausstellung im Einstein Kulturzentrum bei der Release-Party. Erscheint zahlreich, es wird ein Fest! Bei MUCBOOK stellt sich das [kɔn]-paper vor. 

kon31. Woher kommt der Name eures Projekts? Und was bedeutet er?

Das aus dem Lateinischen stammende Präfix kon bedeutet nicht nur soviel wie mit, zusammen oder miteinander – in Kombination mit Wortstämmen lassen sich mit ihm im Deutschen auch Substantive ebenso wie Adjektive und Verben bilden. Kon steht also nie allein, sondern wird immer in Reihung mit anderen Worten gedacht, die ihm immer neue Bedeutungen einschreiben. So steckt KON ebenso in kontrovers und konnotieren wie in Kontakt, Kontext, Konfrontation und Kondom.

2. Was ist neu, anders und einzigartig an eurem Projekt?

Wir sind eine Zeitung, die mit jeder Ausgabe die Grenzen eines aktuellen und zentralen Schlagwortes in verschiedenen Formen des Schreibens, also literarisch-poetischem, wie wissenschaftlichem und journalistischem, auszuhandeln versucht. Indem wir den Schreibenden nur dieses eine Wort als Ansatz geben, wollen wir mit unserer Zeitung herausfinden, wie weit der jeweilige Begriff aufzufächern ist, um so zugleich die Grenzräume von Schreiben und Form selbst auszutesten. Außerdem sind wir wunderschön.

3. Wie viel Zeit habt ihr in euer Projekt investiert?

Wir leben für KON. Wir atmen für KON. Wir würden für KON sterben.

4. Wo findet man euch?

In ausgewählten Buchhandlungen in München und Berlin (z.B. Lehmkuhl, Zauberberg, Buch & Töne). Außerdem könnt ihr uns online bei Slanted und auf unserer eigenen Seite bestellen!

5. Wer unterstützt euch?

Natürlich ihr, unsere Leser! Auch ohne unsere wechselnden Autoren wäre KON nicht möglich. Finanzielle Unterstützung haben wir bis jetzt vom Kulturreferat München und von Lehre @ LMU erhalten.

kon26. Was macht ihr, wenn ihr nicht an eurem Projekt arbeitet?

Wir studieren fast alle Komparatistik (Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Anm. d. Red.) an der LMU München – falls es Leute unter euch gibt, die sich mit der echten Welt auskennen und sich engagieren wollen – wir suchen noch jemanden, der uns bei Vertrieb und Finanzen unter die Arme greifen könnte.

7. Was liebt ihr an München besonders?

Spannend an München ist, dass die Stadt kulturell nicht so übersättigt ist, wie zum Beispiel Berlin und es deshalb für kleine Magazine wie uns einen kulturellen Lebensraum gibt. Die Münchner haben Hunger auf Kultur!

8. Wenn euer Projekt eine Person wäre, wie wäre diese Person?

Wir sind nicht nur eine, sondern viele! Schaut einfach in die aktuelle Ausgabe: Unser Starschnitt zeigt euch, wen wir in diesem Semester verkörpern – nach Sigmund Freud im letzten Semester.

9. Eure Infos im Netz?

Facebook und Homepage

10. Ein Song, der mit eurem Projekt zu tun hat?

 


Infos in aller Kürze:

Was? [kɔn]-paper No. 2 Verfall – Releaseparty mit Lesung und Ausstellung

Wann? 13. Dezember, ab 19.00 Uhr

Wo? Einstein Kulturzentrum, Einsteinstraße 42

Karten? 5€ bzw. 8€, Abendkasse oder online hier

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